Sind Olympische Spiele nicht demokratiefähig?

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Die XXIII. Olympischen Winterspiele sind Geschichte – die Flagge mit den fünf Ringen – erstmals 1920 in Antwerpen gezeigt, wurde dem nächsten Austragungsort übergeben. Eine Tradition, die es seit 1984 gibt und auf den Sommerspielen in Los Angeles fusst. Der erste olympische Fackellauf fand 1936 statt – Berlin, Nazi-Deutschland. So viel zu Symbolen.

Was da in Pyeongchang stattfand, waren sportlich spannende Spiele und für die Schweiz erfolgreiche. Live habe ich kaum eine der Entscheidungen mitverfolgt. Die Zeitverschiebung? Ja, aber auch das fortgeschrittene Alter. 1972 –Sapporo – da verbrachte ich die Nächte vor dem schwarzweiss-Fernseher.

Wer mir damals als Konkurrent von Olympiasieger Bernhard Russi gefehlt hatte, war Karl Schranz. Der durfte nicht an den Start. Doping? Nein, er war aus Sicht von IOC-Präsident Avery Brundage – ein US-Milliardär mit dem Weltbild eines Donald Trump – kein Amateur. Das Vergehen von Schranz: Er hatte sich der Trikot-Werbung schuldig gemacht. Im Sommer 1971 nahm er an einem Benefiz-Fussballspiel teil – seine Mannschaft im Jersey eines Kaffee-Händlers ...

Tempi passati. Man mag über Wind und Kälte wettern, da und dort mangelnde Zuschauerzahlen beklagen – was Südkorea abgeliefert hat, waren perfekt organisierte Winterspiele. Für örtliche Sportinteressierte zu einem happigen Preis: Tickets für Tribünenplätze sollen 120 und mehr Franken gekostet haben. Das verringerte den Kreis von Leuten, die im Nicht-Schneesportland Südkorea einmal probehalber olympische Winterluft schnuppern wollten, massiv. Und das wirft ein grosses Fragezeichen auf die Nachhaltigkeit der olympischen Investitionen Südkoreas. Die dürften sich in der Endabrechnung auf über 12 Milliarden Franken belaufen.

Prestige-Projekt war eine 3,5 Milliarden Franken teure Bahnlinie, welche die Hauptstadt Seoul mit der Provinz Gangneung verbindet – in welche Pyeongchang eingebettet ist. Wer nutzt diese in Zukunft? Koreanische Wintersportler?

Nach Winterspielen in Sotschi, Pyeongchang und in vier Jahren in Peking, möchte das IOC 2026 wieder Spiele in einer der Wiegen des Schneesports. Eine Chance für die Schweiz, für Sion? Wollen die Walliser die nötigen Finanzen bereitstellen? Sie entscheiden am 10. Juni. Ob Olympische Spiele in der Schweiz sinnvoll sind, darüber müssen wir uns in den Kantonen Aargau und Luzern keine Gedanken machen. Eine nötige Defizitgarantie des Bundes – eine Milliarde Franken – soll nicht referendumsfähig werden – nicht zur Volksabstimmung kommen. SVP-Bundesrat Guy Parmelin hat Angst vor dem Volk. Eine nationale Abstimmung sei riskant.

Wirklich riskant sind die eingeforderten «Gratis-Polizisten» – was für ein Unwort. In der Sache geht es darum, dass die Kantone für die Spiele Sicherheitskräfte stellen müssten. Ob die den Kantonen entschädigt werden oder nicht, ist nicht relevant – die Polizistinnen und Polizisten fehlen uns. Der Kontrolldruck sinkt und damit die Sicherheit auf unseren Strassen – wie auch für unsere vier Wände (Einbrecher).

Undemokratische SVP? In ihren Reihen gibt es auch andere Stimmen – und in der Stadt Zürich sollen am 10. Juni Rennautos mit mehr als 200 km/h über einen Rundkurs brettern. Es sind zwar E-Mobile – aber ist ein Autorennen auf der Party-Meile das richtige Signal an jugendliche Lenker? Die Stimmberechtigten sind nicht gefragt – das auch im «roten» Zürich nicht. Der «Tages-Anzeiger» hat eine repräsentative Umfrage gemacht. Nur 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind für das Spektakel.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Olympische Spiele als Ursprung der Demokratie

Nikos Traianou
schrieb am 26.02.2018 14:26
Die Idee der olympischen Spiele stammt von den Altgriechen, welche schon seit ca. 800 v. Chr. die sog. panhellenischen Spiele in einem Tournus von alle 4 Jahre durchführten. Austragungsort war damals der Ort Olympia (von daher stammt auch der heutige Name dieser Spiele). In Olympia sind die antiken Spielstätte bis heute erhalten geblieben (u.a. die Startpflöcke aus Stein im antiken Stadion von damals). In der altgriechischen Antike erhielt nur der damalige Sieger einen Kranz und es gab nur 4 Paradedisziplinen und als Athleten wurden damals nur Altgriechen aus dem damaligen altgriechischen Staatenbund (organisiert als Stadtstaaten im sog. Polis-System mit je einer eigenen Staatsverfassung) zugelassen. Es gibt viele antike Ranglisten von damals, welche bis heute erhalten geblieben sind. Da die Altgriechen damals in einem lockeren Stadtstaatenverbund organisiert waren, dienten die damaligen panhellenischen Spiele auch staatsrechtlich als ein Zusammentreffen der damaligen Athleten, um diese kulturelle Einheit zu demonstrieren. Unter den Römern wurden diese Spiele an gleicher Stätte weitergeführt, unter Beibehaltung der klassischen Paradedisziplinen (daher z. Beisp. der Name "römisch-griechischer Ringkampf", welcher heute noch eine olympische Disziplin in den Sommerspielen ist). Der antike 4- Jahres-Zyklus dieser Spiele wurde in der Neuzeit seit der Wiedereröffnung im 19. Jh. beibehalten (neu kamen die sog. olympischen Winterspiele als Ergänzung zu den Sommerspielen hinzu).
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