Drei Argumente für den Verkauf des EW Kölliken

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Ja zum Verkauf der EWK Energie AG
Ein gerne genutztes Argument des Nein-Komitees ist der Fall der Gemeinde Gretzenbach. Es wurde ein Anlass mit Vertretern der Elektra Gretzenbach AG durchgeführt, um aufzuzeigen, dass die Gemeinde Gretzenbach ihr EW wieder zurückgekauft habe. Diese Aussage ist nicht richtig. Die Stromversorgung der Gemeinden Däniken, Dulliken, Obergösgen und Gretzenbach haben die Betriebsführung im Jahr 2007 der Aare Versorgung AG (AVAG) übertragen. Beteiligt an der AVAG sind die Elektra Birseck Münchenstein, die UBS-CEIS und die Städtischen Betriebe Olten. Die AVAG wurde im Jahre 2000 als Tochtergesellschaft der Atel/Alpiq AG gegründet. Die Betriebsleitung wurde der Elektro Birseck Münchenstein übertragen. Am 1. Dezember 2017 haben die Gemeinden Däniken, Dulliken, Obergösgen und Gretzenbach den Netzpachtvertrag über die Zusammenarbeit um weitere 12 Jahre bis 2029 verlängert. Somit wurde das EW von diesen vier Gemeinden nicht verkauft und somit auch nicht zurückgekauft. Die Lösung der Gemeinde Gretzenbach entspricht also dem heutigen Geschäftsmodell der EWK Energie AG Kölliken. Die eniwa AG ist seit über 100 Jahren in unserer Region verankert und hat seit 2012 die Geschäfte der EWK Energie AG vollständig geführt. Zudem bezieht die Gemeinde seit dem Jahre 2000 den Strom von der eniwa AG. Wir kennen unseren Käufer seit mehreren Jahren, die Zusammenarbeit war stets gut, partnerschaftlich und ohne besondere Vorkommnisse. Mit einem Verkauf der EWK Energie AG wird sich die künftige Energieversorgung für Kölliken kaum verändern, sondern die Versorgung wird weiterhin garantiert und noch professioneller geführt.
EDI ROTH, KÖLLIKEN

Wir sollten nicht warten, bis wir das EW verkaufen müssen
Wir haben jetzt die grosse Chance unser EW zu einem guten Preis zu verkaufen. Warum also wollen wir warten? Warten auf einen besseren Preis? Was macht uns sicher, dass der auch kommen wird? Oder wollen wir warten, bis wir es verkaufen müssen? Im Moment ist unser EW auf dem neusten Stand und gut aufgestellt. Aber die ganze Stromversorgung ist im Umbruch, durch Solaranlagen, Kleinkraftwerke, aber auch durch die massive Zunahme von Stromladestellen für Autos. Die Stromleitungen werden über kurz oder lang leistungsstärker werden müssen, da das Steuern der Energieflüsse schwieriger wird durch den Energiebezug und der Stromrückgabe von Betrieben, aber auch einzelnen Haushalten. Diese Investitionen sind sehr schwierig abzuschätzen und werden sehr viel Know-how erfordern. Von daher bin ich der festen Überzeugung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt zum Verkauf ist! Wir sollten nicht warten, bis wir das EW verkaufen müssen! Darum stimme ich Ja zum Verkauf!
STEFAN BÜRGLER, KÖLLIKEN

EW-Verkauf: Dumm oder vorausschauend?
Im Zusammenhang mit der Abstimmung über das Aktienpaket der EWK Energie AG in Kölliken war zu lesen, dass nur der dümmste Bauer seine beste Kuh im Stall verkaufe. Bewertungen zeigen, dass unser EW nicht die beste, jedoch immer noch eine gute Kuh ist. Immer deutlicher zeichnen sich jedoch bevorstehende, teure Arztbesuche ab. Darum ist der Gemeinderat weder dumm noch faul, wie das anderorts zu lesen war. Er macht seine Hausaufgaben. Er zeigt uns Handlungsoptionen auf und stellte für die Gemeindeversammlung und jetzt für die Referendumsabstimmung vom 4. März aufgrund der besten Option den Antrag: Das Aktienpaket sei zu verkaufen und dem EWK im Besitz der eniwa AG für die nächsten 25 Jahre die Konzession für das Stromnetz Kölliken zu erteilen. Dem stimmen wir zu!
PETER RYTZ, KÖLLIKEN, REFERENDUMSKOMITEE

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