Spitalkosten: So können Sie als Patient sparen - ein Vergleich

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Arthrose – ein künstlichesKniegelenke könnte fällig werden. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl verdoppelt. SHUTTERSTOCK
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Hohe Kosten im Gesundheitswesen und entsprechend hohe Krankenkassenprämien sorgen in der Bevölkerung für Ärger. Das weiss auch Preisüberwacher Stefan Meierhans und lancierte letzte Woche ein Vergleichsportal für Spitalkosten. Mit diesem will er das Preisbewusstsein der Bevölkerung wecken und bei den Kantonsregierungen Druck aufsetzen. Diese sind es, welche die Spitallisten verantworten und mit den einzelnen Kliniken die Tarife aushandeln. Auf diesen Listen ist festgelegt, welches Krankenhaus welche Leistung anbieten darf.

Seit 2012 geht es um Fixpreise, sogenannte Fallkostenpauschalen. Egal, ob die Blinddarmoperation problemlos oder mit Komplikationen verläuft: Der Preis bleibt sich gleich – allerdings mit Unterschieden zwischen den einzelnen Kliniken und den einzelnen Krankenkassen. So kostet der «Blinddarm» im Spital Zofingen 6542 Franken, in den Kantonsspitälern in Aarau und Baden 6596 Franken. Etwas grösser die Tarif-Differenzen in der Region rund um Zofingen bei der Implantation eines künstlichen Kniegelenks oder einer Geburt (siehe Tabelle).

Die 6542 Franken für eine Blinddarm-Operation in Zofingen gelten für Versicherte der Krankenkasse KPT. Für Kundinnen und Kunden der Krankenkasse Birchmeier gelten 6550 Franken. Kassen, Kliniken und OP-Kosten für verschiedene Diagnosen lassen sich auf der Seite www.spitaltarife.preisueberwacher.ch mit einem Rechner abrufen.

Die KPT wurde als Kasse für den Vergleich gewählt, weil deren Verwaltungsrat durch den ehemaligen Direktor des Bundesamts für Gesundheit, Thomas Zeltner, präsidiert wird. Vizepräsident des Verwaltungsrats ist der Rothrister Nationalrat Ulrich Giezendanner – und der Zofinger Einwohnerratspräsident André Kirchhofer ist Mitglied der Delegiertenversammlung der KPT.

Zurück zu den Tarifen: Wirklich einheitlich werden diese nie sein. Die Kantonsspitäler (wie auch die Uni-Kliniken) werden immer eine höhere Entschädigung bekommen. Das hat seine guten Gründe. Erstens müssen sie sich auch um hochkomplexe Fälle kümmern, ohne Möglichkeit, diese an eine andere Klinik zu überweisen. Zweitens: Zentrumskliniken haben höhere Fixkosten in den Bereichen Notfall und Intensivpflege.

Steigende Fallzahlen
Spitaltarife spielen für Patientinnen und Patienten eine eher untergeordnete Rolle. Sie bezahlen ihre Krankenkassenprämien, die Franchise und 10 Prozent (im Maximum 700 Franken) Selbstbehalt. Umgerechnet auf die günstigste und teuerste Geburt in der Region sprechen wir von 55 Franken Mehrkosten für die werdende Mutter. Dennoch und mit Recht sagt Preisüberwacher Meierhans: «Die Versicherten haben bei der Wahl des Spitals Einfluss auf die Kostenentwicklung.»

Kostentransparenz ist immer gut – speziell im Gesundheitswesen. Was dabei aber nicht ausgeblendet werden darf, sind zwei andere Kostentreiber: die steigende Anzahl der Eingriffe und der Umstand, dass die Fälle mit grossem Schweregrad steigen.

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