Spitex-Debatte: Pro und Contra «Hardmatt-Lösung»

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Ein Ja zur «Integration der Spitex in die Hardmatt» ist die richtige Antwort
1984 wurde das Altersheim Hardmatt gemeinsam von den Gemeinden Brittnau, Vordemwald und Strengelbach erbaut. 2010 haben dieselben Gemeinden dem Konzept «Alles unter einem Dach» und damit die Zusammenführung von Pflegeheim, Spitex und Seniorenwohnungen zugestimmt. Auch das Departement Gesundheit und Soziales DGS des Kantons Aargau attestiert unserer Idee eine zukunftsweisende Ausrichtung. Geht man von der finanziellen Entwicklung der Gemeinde Windisch aus, die 2013 zur Grossspitex «Region Brugg AG» beigetreten ist, muss auch Strengelbach von einer wesentlichen Kostensteigerung ausgehen. Während Windisch 2012 noch 245000 Franken Spitex-Kosten ausgewiesen hat, budgetiert die Gemeinde mittlerweile 817000 Franken. Dies ist eine Steigerung von 232 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Können wir uns das leisten? Was ist mit den Sparplä- nen der Gemeinde? Welche Projekte stehen noch an? Das Seniorenzentrum Hardmatt übernimmt mit der offerierten Lösung «Integration der Spitex in die Hardmatt» Kostenverantwortung. Verantwortung, die transparent ist, die dem Bürger nahesteht und einen Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen leistet. Darum liebe Stimmbürger sagen Sie Ja zu einem Kompetenzzentrum Gesundheit in Strengelbach.
JAKOB SCHEIBLER, STRENGELBACH

Es gibt viele Gründe für ein Nein zur Hardmatt-Lösung
CVP, FDP, SP, die Mitarbeiterinnen der Spitex inklusive Leitungsteam, Klienten, der Gemeinderat: Alle stehen für den Beitritt zur regionalen Spitex und lehnen die Hardmatt-Lösung ab. Dazu braucht es vorerst ein Nein am kommenden Sonntag. Vorstandsmitglieder des SZ Hardmatt decken das Referendumskomitee mit happigen Vorwürfen ein, die es in der Folge richtigzustellen gilt: Dem Komitee wurde vorgeworfen, es hätte sich nicht über die Hardmatt-Lösung informiert, obwohl mehrere Vertreter am Info-Abend anwesend waren. Das Komitee habe auch schlecht recherchiert bezüglich bestehender Pikett-Organisation in der Hardmatt. Das Referendumskomitee hat sich aber schon länger erkundigt und mit vielen Leuten gesprochen, nämlich mit den Direktbetroffenen in unserem Dorf, den Mitarbeitenden der Spitex, dem Leitungsteam und nicht zuletzt den Klienten. Dabei haben wir Erstaunliches herausgefunden, nämlich, dass es in der Hardmatt derzeit kein Konzept für eine 7 × 24h-Organisation gibt und die Mitarbeiter zum Beispiel keine Pikett-Entschä- digung erhalten. Wir pflegen auch Kontakte in die geplante regionale Spitex. Wir fanden dort heraus, dass sämtliche Spitex-Organisationen (inklusive Aarburg) in der Region den Beitritt zur regionalen Spitex befürworten (würden), wä- ren sie denn alle auch gefragt worden. Wir haben weiter herausgefunden, dass eine Insellösung in einem Dorf die künftigen Anforderungen von Zulieferorganisationen wie Spitäler nicht mehr wird erfüllen können. Dass die Kosten für das Referendumskomitee kein Thema sind, ist auch falsch. Auf dem Flyer des Komitees ist explizit der Rechnungsvergleich von zofingenregio zitiert, welcher mit der Regionalisierung eine Kostensenkung der verrechenbaren Stunden um bis zu 10 Prozent erwartet. Wollen wir also zukünftig eine professionell organisierte «Spitex für alle»? Dann sagen wir klar Nein zur Hardmatt-Lösung.
ROGER LUSSI, SPRECHER REFERENDUMSKOMITEE, PRÄSIDENT CVP, STRENGELBACH

Ja zur Integration der Spitex Strengelbach in das Seniorenzentrum Hardmatt
Ich bin überzeugt, dass die Integration der Spitex in das Seniorenzentrum die richtige Lösung ist und sowohl für unsere jüngeren Bewohner, als auch für unsere hilfs- und pflegebedürftigen Mitbürger von Strengelbach nachhaltig und effektiv sein wird. Warum sagen wir nicht Ja zu einer Lö- sung, deren Umsetzung wir mitbestimmen und die Verantwortung dazu übernehmen können? Wir vergeben nichts, aber gewinnen viel und behalten dazu die Selbstständigkeit. Der Gemeinderat kann nach vier Jahren den vom Souverän an der Gemeindeversammlung vom 24. November 2017 demokratisch getroffenen Entscheid «Die Integration der Spitex in das Seniorenzentrum Hardmatt» nach wirtschaftlichen Gegebenheiten prüfen und allenfalls den Vertrag neu verhandeln. Ich bin für eine auf unsere Bedürfnisse und unsere Altersstruktur ausgerichtete Lösung, die logisch und pragmatisch ist. Mit der integrierten Versorgung, dem Zusammenschluss von ambulanter und stationärer Pflege und Betreuung, profitieren sowohl die Spitex als auch das Seniorenzentrum. Synergien werden vernetzt. Alles zusammen wird uns wesentlich geringere Gesamtkosten bescheren. Dazu liegt ein verbindliches Finanzierungsmodell vor, das ein Versprechen ist und die Hardmatt verpflichtet. Ich vertraue dieser Lösung. Darum sage ich Ja zur Spitex-Integration ins Seniorenzentrum Hardmatt und zu einer Lösung, die für die Gemeinde Strengelbach bezahlbar ist.
REBEKKA HARRER, STRENGELBACH

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