Und wieder ist alles anders: VCS und WWF machen erneut Beschwerde gegen Umfahrung

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Wann die Umfahrungsbrücke über die Reuss bei Mellingen gebaut werden kann, ist weiterhin unklar. (Visualisierung ZVG)

Der Kanton weigere sich noch immer, Varianten zu prüfen, welche Mellingen vom Verkehr entlasteten - ohne jedoch Natur, Landschaft und Natur zu zerstören, teilten die Organisationen VCS und WWF am Mittwoch mit.

Der Regierungsrat hatte die Eingabe im Januar abgelehnt und den Bau der Abschnitte 1 und 2 der Umfahrung genehmigt. Er verwarf gemäss Angaben der Beschwerdeführer aus Kostengründen die geforderte vertiefte Prüfung von Tunnelvarianten. Aus Sicht von VCS und WWF ist es nicht nachvollziehbar, dass beim Projekt Mellingen, das die national bedeutsame Reusslandschaft betrifft, eine Tunnellösung nicht ernsthaft geprüft wird.

National geschützte Landschaft
Eine solche Variantenprüfung sei rechtlich zwingend, nachdem der Kanton die von der eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) und vom Verwaltungsgericht geforderte weniger massive Gestaltung der Reussbrücke bis auf die vorgenommenen kosmetischen Änderungen als nicht machbar erachte.

In der neu aufgelegten Form verletzt das Projekt gemäss VCS und WWF die gesetzliche Anforderung der ungeschmälerten Erhaltung oder zumindest grösstmöglichen Schonung der national geschützten Landschaft.

Auch fehle noch immer ein angemessener ökologischer Ausgleich und Ersatz für die Eingriffe in die Natur und Landschaft. Eine Umfahrungsstrasse mitten durch die Reusslandschaft zu bauen, die im Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) stehe, müsse von Gesetzes wegen ökologisch in angemessener Weise kompensiert werden.

Bundesgericht machte Druck
Im Dezember hatte das Kantonsparlament nach einem Entscheid des Bundesgerichts für das Strassenbauprojekt den Richtplan anpassen müssen. Die Umfahrung verbraucht nämlich deutlich mehr Kulturland als von der Regierung zunächst berechnet wurde.

Die rund 37 Millionen Franken teure und 1,9 Kilometer lange Umfahrung des Städtchens verschlingt nun offiziell 4,34 Hektaren Fruchtfolgeflächen. Das Bundesgericht hatte die entsprechende Beschwerde von VCS und WWF gutgeheissen.

Die Umfahrungsstrasse soll das Reussstädtchen Mellingen im Bezirk Baden vom Durchgangsverkehr entlasten. Jeden Tag fahren rund 17'000 Fahrzeuge durch die Altstadt mit ihrem Ortsbild von nationaler Bedeutung. Das Aargauer Volk hatte der 36,5 Millionen Franken teuren Umfahrung im Mai 2011 deutlich zugestimmt.

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