Das Gesicht der EHCO-Krise trifft wieder

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Endlich wieder erfolgreich: EHCO-Stürmer Martin Ulmer freut sich über seine Treffer eins und zwei in den diesjährigen Playoffs. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Wir schreiben die 18. Minute im zweiten Playoffspiel zwischen dem EHC Olten und dem HC Thurgau, als Stürmer Martin Ulmer ein tonnenschwerer Stein vom Herzen fällt. In Szene gesetzt von MacGregor Sharp fackelt der Österreicher mit Schweizer Lizenz im Slot stehend nicht lange und trifft zum 1:2-Anschlusstreffer. Seine Jubelpose spricht Bände, als würde er damit mitteilen wollen: «Endlich – seht her, es geht doch!»

«Es tut extrem gut. Und es war wichtig, dass ich jetzt wieder getroffen habe, weil ich endlich wieder dem Team helfen konnte», sagt der neuerliche EHCO-Doppel-Torschütze nach dem Donnerstagstraining.

Martin Ulmer hat die EHCO-Krise in diesem Jahr so gut verkörpert wie kein anderer EHCO-Spieler. Er war im Dezember/Januar – im Gleichschritt mit der Leistung des gesamten Teams – in eine Negativspirale geraten, aus der er kaum wieder fand.

Rückblick: Ulmer verlängert am Freitag, 8. Dezember 2017, seinen Vertrag um zwei weitere Jahre. Der Topskorer hat sich diesen Kontrakt gewiss verdient, doch die Vertragsverlängerung dürfte wohl zur falschen Zeit gekommen sein. Denn Ulmer wird an Toren und Assists gemessen: Am besagten Dezember-Wochenende verbuchte der 29-Jährige noch fünf Assists in zwei Spielen. Danach folgten 20 Partien, in denen er sich lediglich zwei Tore und drei Torvorlagen gutschreiben konnte – sinnbildlich für die Krise fielen die beiden Treffer letztlich unbedeutend während der 2:7-Klatsche in Küsnacht.

Ulmer machte aber nicht die Tatsache zu schaffen, nicht mehr zu treffen. «Es gibt ja auch Spiele, in denen man sehr wertvolle Arbeit leistet, auch wenn man nicht trifft», bemerkt er. Aber das war auch nicht mehr recht der Fall. Ulmer hatte plötzlich in 60 Minuten nicht einmal mehr einen einzigen Abschluss aufs Tor zustande gebracht. Im Herbst, als er mit einer grossen Portion Selbstvertrauen leichtfüssig übers Eis tanzte, hatte er sonst bis zu zehn Torchancen in einer Partie verzeichnet. «Das war dann sehr frustrierend, das zu realisieren. Mich hat es genervt», bestätigt er.

Doch wie findet man aus diesem Tief? «Man muss mental stark sein und an das Positive denken», sagt er. Das wenige Positive in solchen Zeiten? Es waren das stetige Vertrauen der Trainer, der Zusammenhalt der Mannschaft, die aufmunternden Worte der Teamkameraden, wie er erläutert. Er sei dankbar, dass er nun allmählich aus dem Tief findet und in Form von wichtigen Toren etwas zurückgeben könne.

Angeschlagene Gesundheit

51 Tage hielt Ulmers Torlosigkeit an, ehe er nun am vergangenen Dienstag wieder jubeln durfte – in einem Spiel, in welchem der EHCO einem Charaktertest unterzogen wurde und bestanden hatte. Könnten Ulmers Treffer nun auch ein Befreiungsschlag fürs gesamte Team sein? «Ich denke schon. In letzter Zeit haben wir kaum mehr Tore geschossen, und das lag sicher auch an denen, die eigentlich für das hier sind», sagt Ulmer.

Die Gründe seiner bescheidenen Statistik aus der zweiten Qualifikationshälfte sind auch gesundheitlicher Natur. Unmittelbar nach Vertragsverlängerung wurde bei ihm eine abgeschwächte Form des Pfeifferschen Drüsenfiebers diagnostiziert. Wirklich ausgebrochen war die Krankheit nie. Aber Ulmer war dennoch stets müde, fühlte sich schon vor den Trainings schlapp, wachte morgens mit einem Gefühl auf, als hätte er nachts etliche Stunden im Fitnessraum verbracht. Ulmer erzählt das alles in seiner sympathischen, lockeren Art. Aber auch mit einer Prise Selbstkritik, als würde er zwischen den Zeilen bescheiden durchsickern lassen wollen, dass nicht nur die angeschlagene Gesundheit im Vordergrund seiner Schaffenskrise stand. «Ich habe am Montag gespürt, dass ich mich wieder viel besser fühle und etwas Positives in den Playoffs drinliegt.»

Das Gefühl war richtig und auch Trainer Chris Bartolone hat Freude, dass sein Schützling wieder trifft: «Er weiss, dass er einer der wichtigsten Skorer ist im Team. Wir haben vor Spiel zwei allen gesagt, dass wir noch einen Zahn zulegen müssen. ‹Ulmi› hatte unsere Message, dass auch wir Tore schiessen können, schon im ersten Drittel umgesetzt, das war ein wichtiges Zeichen für den Verlauf der Partie», so Bartolone. Ulmer: «Ich hoffe, dass es nun in diesem Stil weitergeht.» Am besten doch schon heute Abend in Spiel 3 vor heimischer Kulisse.

 

 

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