Verbieten war gestern: Handy und Tablet werden zum Unterrichtsmaterial

Tablet_Schulzimmer.jpg
Schüler im Schulhaus Risiacher in Buchs benutzen das iPad im Unterricht – via drahtloses Internet. (Archivbild AZ: Chris Iseli)

Klingelt das Handy trotzdem während des Unterrichts, wird das Smartphone eingezogen und erst nach Unterrichtsschluss wieder ausgehändigt. Doch Schulen und Kantone rücken zunehmend von dieser Haltung ab, zuletzt lockerte Zürich das Verbot: Neu sollen Lehrer entscheiden, ob und wie das Smartphone zum Einsatz kommt – denn Handy und Tablet werden künftig Teil des Unterrichts.

Für Lehrerpräsident Beat Zemp ist das der richtige Weg. Erstens, weil die Kinder in der Schule mehr über die Chancen und Gefahren des Internets lernen. Zweitens, weil die Lehrkräfte in ihrer Kompetenz gestärkt würden. «Ein striktes Verbot ist schlicht nicht zukunftsfähig.» Zemp will neuere Technologien wie das iPad einsetzen. «In wenigen Jahren ist ein Tablet so essenziell wie heute ein Etui.» Der Schweizer Lehrerverband unterstützt deshalb die «Bring your own device»- Strategie. Jeder Schüler soll sein eigenes Gerät in den Unterricht mitnehmen. Das sei am günstigsten. Wer allerdings keines hat, darf ein Gerät der Schule benutzen. Natürlich müsse man dabei die Schulstufe berücksichtigen. Gerade bei jüngeren Kindern gelte es, die Bildschirmzeit kurz zu halten, heisst es beim Lehrerverband.

Snapchat statt Unterricht?
Dass mit dem gelockerten Umgang vermehrt Probleme auftauchen, glaubt Zemp nicht. Schon heute stünden in allen Schulen Computer, mit denen Kinder im Internet surfen könnten. Wichtig sei, Schülern den richtigen Umgang beizubringen. Bedenken, die Kinder könnten sich im Unterricht mit Snapchat oder anderem beschäftigen, kann Zemp nachvollziehen, gibt aber zu bedenken: «Auch im konventionellen Unterricht ist keine komplette Kontrolle möglich.» Software, auf denen die Lehrer alle Bildschirme der Schüler gleichzeitig einsehen könnten, wären allerdings eine Möglichkeit.

Ohnehin sehen Schulen die Digitalisierung als Chance. Neue technische Hilfsmittel erlauben Lehrern, grössere Klassen individuell und effizient zu unterrichten. Das ist umso wichtiger, als die Schülerzahlen wieder steigen.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Lieferdienst gesucht, Mitarbeiter,
Notariatsbüro Markus Hofmann
Notariatsangestellte(n) 100%, 5722 Gränichen, Mitarbeiter, Gränichen
Gemeinde Oberentfelden
Mitarbeiter(in) Bauadministration 100%, 5036 Oberentfelden, Mitarbeiter, Oberentfelden
Kanton Bern
ICT-Techniker 80-100%, , Mitarbeiter,
Siegfried AG
Infoabend, 4800 Zofingen, Mitarbeiter,
Home Instead Seniorenbetreuung
Nebeneinkommen, Mitarbeiter,
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Regio4Fun
LUGA 2019
Regio4Fun
Cesar Millan in der St. Jakobshalle
Regioreisen
ZT-Leserreise Alpenglühen
Partner