Safenwil als Hotspot digitaler Kunst - mit Galerie und Video

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Kim Gygax, Giulia Rulli und Jasmine Eich präsentieren voller Stolz ihren von A bis Z selbst gemachten Dinosaurier-Film. Emiliana Salvisberg

Mit einem neuen Rembrandt verblüffte eine Amsterdamer Galerie im Frühling vor zwei Jahren. Das Gemälde eines Mannes mit schwarzem Hut und weissem Kragen war aber nicht echt, sondern kam aus dem Computer. In Safenwil stehen dieses Wochenende nicht alte, bekannte Meister und ihre Werke im Mittelpunkt, sondern die Computer- und iPad-Kreationen der Mädchen und Buben der Kreisschule Safenwil-Walterswil.

«Digitale Geräte sind ein Teil der Lebenswelt der heutigen Kinder und Jugendlichen. Ihnen den richtigen Umgang aufzuzeigen, gehört in den Schulunterricht», betont Matthias Bär. Der Co-Schulleiter ist für die Oberstufe und das stufenübergreifende Informatikkonzept zuständig. In drei Jahren hat die Kreisschule für 311 000 Franken ihre Informatik erneuert (wir berichteten).

Mit einigen Programmen und Apps haben sich in den letzten Wochen die Schülerinnen und Schüler mithilfe ihrer Lehrpersonen zu digitalen Künstlern gemausert. Konzentriert wurde vom Kindergarten bis zur Oberstufe auf die zweijährlich stattfindende Ausstellung «Kunstkontakte» hingearbeitet. Unter dem Titel «0 und 1 und Kunst» zeigen die Schüler mit ihren Lehrpersonen, wie sie ihre Informatikkenntnisse in Bilder und Videos umwandeln. In der Mehrzweckhalle ist neben Staunen auch Plaudern bei Kaffee und Kuchen erwünscht.

Dinosaurier auf Eierklau

Bei einem Besuch am Montag in drei Klassen sind die Schüler am Abschliessen ihrer Werke. In der 3. Primarklasse von Thomas Widmer dreht sich alles um die Dinosaurier. Entstanden sind fantasievolle Geschichten von feuerspuckenden Vulkanen und grossen Meteoriten, die den Dinosauriern das Überleben schwer machen. Rührend auch die Geschichte vom kinderlosen Dinosaurierpaar, dass sich so sehr Nachwuchs wünscht, dass es nicht mal vor einem Eierklau zurückschreckt. «Es wird aber alles gut», versichern Florence und Anina. Die beiden 8-Jährigen rücken ihre Protagonisten aus Plastik zurecht. Sie machen die letzten Bilder mit dem iPad, die sie dann zu einem Film zusammenfügen.

«Von der Geschichte über das Storyboard bis zur Inszenierung und Bearbeitung am iPad haben die Schüler alles selber gemacht», sagt Lehrer Thomas Widmer. Im Unterricht achte er immer darauf, dass als Ausgleich und Gegengewicht auch viel mit Büchern gearbeitet werde. Wie das Internet sieht Thomas Widmer auch Computer und iPad als Werkzeuge. Dem pflichtet auch Verena Müller bei. Mit ihrer Klasse hat sie Ornamente erfunden. Anhand einer App wurden dann die Ornamente gezeichnet und ausgemalt. Das Resultat hat die Primarschullehrerin so begeistert, dass sie Kartensets drucken liess, die es an der Ausstellung zu kaufen gibt. «Es ist faszinierend, was alles entsteht», sagt Verena Müller. Dieser Meinung sind auch die Oberstufenschüler von Ursula Ara. Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Erfahrungen während ihrer Schnupperlehre mit dem iPad festgehalten und zu sehenswerten Videos zusammengeschnitten.

Die Ausstellung "Kunstkontakte"öffnet am Freitag, 9. März von 17 bis 20 Uhr sowie am Samstag, 10. März von  9.30 bis 11.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Safenwil.

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