Polizeikontrolle auf Pausenplatz: Ist Rothrist ein «Töffli-Frisier-Mekka»?

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Symbolbild (www.motorradhandel.ch)

Die Regionalpolizei Zofingen hat 13 Verzeigungen an die Jugendanwaltschaft und 13 Schildereinzüge zuhanden des Strassenverkehrsamtes vorgenommen. Da es sich bei den Lenkern um Schüler handelt, müssen auch die Eltern von den Verzeigungen in Kenntnis gesetzt werden. Die Ergebnisse der Aktion lassen erahnen, dass die Mofalenker ihre Fahrzeuge oft abändern und nicht vorschriftsgemäss in den Verkehr bringen.

Für unsere «Töfflibuebe» vielleicht gut zu wissen: Die Regionalpolizei Zofingen wird ihre Kontrollen in den nächsten Wochen fortsetzen.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Dachte eigentlich das sei Vergangenheit

Martin L.
schrieb am 12.03.2018 11:29
Also ich dachte die Polizei hätte heutzutage wichtigeres zu tun, als Töfflibuebe auf dem Pausenhof nachzustellen. Natürlich ist das technische Verändern von Mofas illegal. Vor 38 Jahren in meiner Jugendzeit war die Jagd nach friesierten Töfflis eine der Hauptaufgaben unserer damaligen Stadtpolizei. Schon damals gab es Grossrazzien auf dem Pausenhof oder im Güetli und ich kann mich noch an eine wilde Geschichte von einem Polizeibeamten erinnern, der auf einer Testfahrt mit einem friesierten Mofa einen Kolbenklemmer hatte und wüst gestürzt sein soll....na ja...nostalgie in ehren...schön jagt die Regionalpolizei Töfflibueben, mir wäre es lieber sie würden im Bahnhofquartier von Zofingen durch präsenz für Ordnung sorgen...dort gäbe es mehr zu tun....Drogenhandel, hermulungerndes Publikum, Sachbeschädigungen an abgestellten Velos, etc.etc.......

Mal realistisch betrachtet

Reto
schrieb am 11.03.2018 12:18
Nun mal ganz ehrlich...
Das Töffli frisieren illegal ist und die ohnehin schon schwachen Bremsen nicht auf die doppelte oder gar 3-fache Geschwindigkeit ausgelegt sind, brauchen wir nicht darüber zu diskutieren, denn das ist Fakt.
Wenn ich allerdings zurück denke (ja, mein Mofa war auch frisiert) war das frisierte Töffli eigentlich das sichertste Fortbewegungsmittel überhaupt. Denn wer fuhr schon freiwillig mit dem "gfiggte hödi" auf der Hauptstrasse? Nein, man fuhr soweit es ging, möglichst Wald- Feld- oder Radwege, so weit weg vom restlichen Verkehr (und somit auch von der Polizei) wie nur möglich. Heute sind diese Möglichkeiten durch beispielsweise das Waldfahrverbot leider etwas geschrumpft.

Und zu guter Letzt (meine persönliche Meinung), sollte man diesen Kindern Strafmilderung erlassen, weil sie ihre Freizeit noch mit einem konstruktiven Hobby verbringen. Denn genau von diesen Kindern lasst ihr später mal euer Auto, Motorrad oder meinetwegen auch e-bike reparieren und seid froh, dass dies durch hochqualifiziertes Fachpersonal erledigt wurde. Was letztendlich der Verkehrssicherheit massiv mehr bringt, als 20 frisierte Töffli aus dem verkehr zu ziehen.

Alles kontrolieren

Sachs
schrieb am 10.03.2018 12:22
Viele sachs mofas laufen mit 3 gang motoren und somit verboten muss nur an töffli treffen schauen und mit verbotenen 3 gang zylinder

Mofa

Roger
schrieb am 10.03.2018 11:11
Ich verstehe die Aufregung nicht, es ist und war schon immer Verboten das Mofa zu frisieren. Ich gehöre auch zu denen die frisieren und es hat mich auch erwischt aber daran bin ich selber schuld. Ich sehe aber auch Mofas die so verbastelt sind dass sie definitiv nichts mehr auf der Strasse zu suchen haben. Die Polizei vertritt nun mal das Gesetz und können auch nichts dafür dass die E-Bikes zu leise und zu schnell sind es ist Gesetzlich erlaubt. Überlegt mal wie es auf der Strasse aussehen würde wenn die Polizei nicht wäre.

OK

André
schrieb am 10.03.2018 10:49
Toller Beitrag, Tom, ehrlich! :-)
@Heinz: Strassenverkehrs-Gefährdung geht nicht nur von Automobilisten aus.

Steuergelder verschwändung

Heinz
schrieb am 09.03.2018 19:38
Haben die Polizisten eigentlich nichts besseres zu tun ?

Töfflibuebe und Meitli

Tom
schrieb am 09.03.2018 14:30
Kaum zu glauben, dass die jungen Polizisten/innen von Heute im Stande ist, zwischen einem frisierten und nicht frisierten Töffli, Hödi, Sackgeldverdunsterli oder wie sie früher genannt wurden, zu unterscheiden. Klar, in voller Fahrt sieht es bei einem frisierten schnell mal so aus ob würde es mehr als die erlaubten 30Km/h fahren. Das ist aber auch mit den E-Bikes so. Dort wird es dann zusätzlich noch richtig gefährlich. Das Töffli hört man. Das E-Bike ist nahezu geräuschlos und durch diesen Effekt von Autofahrern sehr schwierig einzuschätzen. Was aber viel wichtiger und geschichtlich gesehen viel interessanter ist, dass die längst vergessenen Töffli's ihren Weg wieder zu den heutigen jungen und Mädels gefunden haben. Nicht ganz unschuldig sind dabei einige Väter und Mütter, welche zu ihrer Jugendzeit mit diesen Gefährten einander beeindrucken wollten. Ebenso haben sich viele Veranstalter den Hipe zum Nutzen gemacht um verschiedene Anlässe für Töfflibuebe und Meitli's zu organisieren. Das bekannteste ist dabei wohl von der Firma Redbull im Jahre 2010 erstmals durchgeführte Alpenbrevet. Weitere folgten und etliche Nachahmer zogen mit. Einer davon ist der Töffli GP Mittelland welcher in unserer Region durchgeführt wird. Da kann man nur noch hoffen, dass die Polizei noch ein paar Hödis "leben lässt" die sich diesem Event anschliessen möchten.
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