Starbugs: Ein Spektakel ohnegleichen - und ohne Worte

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Striptease «Made by Starbugs». (Bild: Kurt Buchmüller)
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Statt an der Gitarre wird am Besen gezupft. (Bild: KuBu)

Mit dem Auftritt der drei Comedians Fabian Berger, Martin Burtscher und Wassilis Reigel hat die Kulturkommission einen Volltreffer erzielt. Sinngemäss kann «Starbugs» etwa mit «Stechmücken» übersetzt werden. Ihre Stiche treffen mitten in das Nervenzentrum der Lachmuskeln. Dabei kommen sie bis ganz am Schluss ohne Worte aus. Da luden sie das Publikum zum einem Striptease ein. «Die wo wend luege chöne cho», lautete die Einladung. Allerdings fiel auch diese Aktion anders aus als erwartet, wie noch manches in dieser Show. Denn eine Schau war es, für Augen und Ohren, ganz speziell für letztere. Die «Starbugs» haben eine neue Dimension der Komödie erfunden: Jene, wo Knall und Fall aufeinander treffen. Das funktioniert so, dass Fusstritte und das Knacken von Fingern auf die Zehntelsekunde genau mit den entsprechen Geräuschen und Gesten verbunden sind und das Herunterrutschen der Hosen in einem wilden Tanz wie das Streichen über ein Waschbrett tönt. Diese Kombination von Ton und Handlung ist das Verblüffende in «Crash Boom Gang». Worte dazu braucht es keine, aber die entsprechende Mimik und Gestik, und diese waren auf die Spitze getrieben. Unvergesslich bleiben das Muhen einer Kuh mit Musik aus dem Film «Heidi», das Befestigen der Mütze auf dem Kopf mit Bostitchklammern, die Szene mit dem James Bond Theme und jene auf der «Titanic», wo sich die Liebenden im Bug des Schiffes umarmen, mit dem Unterschied, dass dies hier auf einem Motorrad geschieht.

Persiflagen von bekannten Events
Damit nicht genug. Auch Louis Armstrong, «Spiel mir das Lied vom Tod», das Talerschwingen und ein Tennispiel wurden simuliert. Statt die Saiten der Gitarre wurde in einem Ausschnitt aus der Oper «Carmen» die Bürste eines Besens gezupft und unverhofft vom Wilden Westen in die Rock ‚n‘ Roll-Kultur gewechselt. Der Tanz zu den rüttelnden Rhythmen von «Rock around the Clock» (Bill Haley) mit zwei Puppen, ihr Hochwerfen und wieder Auffangen, war umwerfend komisch. Der Dritte war verzweifelt noch mit dem Aufblasen seiner Puppe beschäftigt und musste neidisch zusehen. Obwohl keine Witze erzählt wurden, lachte das Publikum in einem durch. Wahrlich ein Spektakel ohnegleichen.

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Zwei rocken mit einer Puppe, der dritte versucht verbissen, seine aufzublasen. (Bild: Kubu)
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