Den Handballern des TV Dagmersellen fehlt es an Durchschlagskraft - MIT VIDEO

zot_1203_spz_TVD.JPG
TVD-Coach Sandro Bieri und sein Team durchleben eine schwierige Phase. (Bild: mwy)

24:26, 23:33, 26:29, 20:28 und 16:20 – das sind nicht etwa die Lottozahlen vom Wochenende, sondern die letzten fünf Resultate des TV Dagmersellen in der 1.-Liga-Abstiegsrunde. Nach der Halbzeit der zweiten Saisonhälfte grüssen die Luzerner mit vier Punkten vom achten und letzten Platz – welcher am Ende der Spielzeit den Abstieg bedeuten würde. «Bezüglich Ligaerhalt sind wir immer noch positiver Dinge», erklärte TVD-Coach Sandro Bieri, «aber mit den positiven Gedanken allein ist es nicht getan, wir brauchen auch Lösungen. Wir müssen wieder mehr Durchschlagskraft entwickeln und die Präzision erhöhen.» Es gehe um die Verbesserung von Details, damit man wieder mehr Tore erziele. «Wir hatten auch heute eine super Deckung und einen tollen Goalie», sagte Bieri.

Bereits der Start ging für die Einheimischen gründlich in die Hosen. Die Leistung in der Offensive war geprägt von einer unübersehbaren Verunsicherung, weshalb es auch beinahe neun Minuten dauerte, ehe der TVD seinen ersten Treffer erzielte. Gut zehn Minuten später führten die Berner Oberländer bereits mit 8:2, es drohte eine veritable Klatsche. Angeführt von den Aussenspielern Kilian Tschupp und Lukas Renggli, die für die ersten sechs TVD-Tore verantwortlich waren, pirschten sich die Dagmerseller aber langsam wieder heran und schafften in der 27. Minute sogar den 8:8-Ausgleich. «Wir sind nach dem mageren Start wieder zurückgekommen», sah Sandro Bieri auch etwas Positives, «das zeigt, dass die Bereitschaft da ist, die Probleme zu lösen.»

Nach dem knappen Rückstand zur Pause (8:9) erwischten die Einheimischen auch in die zweite Halbzeit den schwächeren Start. Immerhin wurde die Hypothek aber nie so gross, dass man hätte von einer Vorentscheidung sprechen können. Unglücklicherweise kamen die Dagmerseller aber auch nicht näher heran, weil sie zu oft zu wenig Druck erzeugen konnten und mehrmals auch ihre Möglichkeiten nicht nutzten. So spielten die soliden Gäste ihren Stiefel mehr oder weniger souverän runter und verdienten sich damit die Zähler sieben und acht.

«Die Enttäuschung ist da», gab Sandro Bieri zu, «aber das Momentum will derzeit einfach nicht auf unsere Seite kippen.» Die Gründe für die unerwartete Baisse nach dem guten Auftakt mit zwei Erfolgen liegen aber selbstverständlich tiefer. «Wir hatten zuletzt sehr viele Ausfälle zu verkraften», so Coach Bieri, «mit zwei beziehungsweise drei Aufbauern ist die Marge natürlich viel kleiner, um die Leistung zu halten oder sogar auszubauen.»

Noch bleiben dem TV Dagmersellen sieben Partien, um aus dem Tabellenkeller zu klettern und den Klassenerhalt – oder zumindest die Barragespiele – zu erreichen. «Im Vergleich zum letzten Spiel haben wir heute bereits eine bessere Leistung und Haltung gezeigt», sagte Sandro Bieri, «im Moment sind es aber Kleinigkeiten, die die Differenz zu unseren Ungunsten ausmachen. Daran gilt es zu arbeiten.»

 

 

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Regio4Fun
Swiss Chocolate Adventure im Verkehrshaus der Schweiz
Regio4Fun
Film-Brunch im Verkehrshaus
Partner