EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli: «Man muss Lust auf mehr haben»

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Peter Rötheli hat nach dem Halbfinaleinzug des EHCO gut lachen. (Bild: bko)

Peter Rötheli, wie ist die Gefühlslage nach dem Erfolg gegen Thurgau? Erlebten Sie Ihr erstes entspannte Wochenende seit Monaten?

Peter Rötheli: Es war tatsächlich das erste freie Wochenende im neuen Jahr. Ich glaube, es hat allen Beteiligten gutgetan, mal zwei Tage fast ohne Eishockey zu erleben und den Kopf zu lüften. Obwohl wir natürlich alle sehr glücklich sind nach der Serie gegen Thurgau und dem Halbfinal-Einzug. Zumal die Mannschaft vor den Playoffs ja nicht sehr viel Kredit genossen hat.

Weshalb kam diese Steigerung zustande?

Ich habe nie an der Qualität dieser Mannschaft gezweifelt. Aber ich denke, dass die Spieler näher zusammengerückt sind. Wir haben von der Klubseite her alles unternommen, um der Mannschaft zu helfen. Zum Beispiel das Trainingslager, welches punkto Teambuilding sicher sehr hilfreich war. Positiv ausgewirkt hat sich sicher auch der Trainerwechsel. Und in diesem Zusammenhang auch die neuen Spieler MacGregor Sharp oder Alban Rexha, welche den Konkurrenzkampf noch einmal befeuert haben.

Können Sie erklären, was innerhalb der Mannschaft passiert ist?

Es sind oft kleine Mosaiksteinchen, die plötzlich passen. Ein Punkt ist sicher, dass alle ihren Egoismus hintenan stellten. Wir treten als Einheit auf. Die Mannschaft musste lernen, dass es nur um das Team geht und nicht um Einzelkämpfer. Dazu haben zwei, drei Spieler eine Leaderrolle und somit Verantwortung übernommen – auf und neben dem Eis.

Hand aufs Herz: Haben Sie nach dem ersten Drittel im zweiten Spiel (1:3-Rückstand nachdem man schon das erste Spiel zu Hause mit 2:4 verloren hatte; Anm. der Red.) noch an ein Weiterkommen geglaubt?

In den Playoffs sollte man die Hoffnung bekanntlich nie aufgeben. Und ich hatte sowohl nach dem ersten Spiel als auch nach jenem Drittel nicht das Gefühl, dass wir die schlechtere Mannschaft sind. Die Thurgauer waren einfach sehr clever und haben unsere Fehler rigoros ausgenützt. Wir waren dagegen noch nicht in den Playoffs angekommen. Dann hat uns dieses zweite Spiel aber gezeigt, was machbar ist, wenn man als Mannschaft auftritt – auch wenn man in Rückstand gerät.

Da hat die Mannschaft Qualitäten gezeigt, die man vorher oft vermisst hat.

Ja, sie hat wirklich Charakter gezeigt. Zumal sie ja später auch noch den Rückschlag im vierten Spiel (5:6-Niederlage nach 5:2-Führung; Anm. der Red.) verkraften musste und in der fünften Begegnung nach einem 0:3-Rückstand noch einmal zurückkam. Das geht nur, wenn wirklich alle daran glauben. Auch die Zuschauer auf der Tribüne. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal betonen, wie wichtig die Unterstützung des Publikums ist. Die Stimmung in jenem Spiel war grandios. Auch die Spieler haben geschwärmt von der Atmosphäre, die im Kleinholz herrschte. Dort wurde die Serie entschieden.

Ein Wort zur Arbeit von Trainer Chris Bartolone?

Die Arbeit jedes Trainers wird letztlich an den Resultaten gemessen. Und die sprechen für ihn und seinen Coaching-staff mit Michael Tobler und Thaddäus Schnider. Den ersten Schritt haben sie sehr gut hingekriegt. «Barts» investiert sehr viel. Er spürt, wenn er Wechsel vornehmen muss und nimmt dabei keine Rücksicht auf Namen.

Blicken wir noch ein wenig nach vorne: Was bedeuten die beiden Heimspiele gegen Langenthal finanziell?

Erst einmal ist es sportlich sehr wichtig, dass wir den Halbfinal-Einzug geschafft haben. Das ist nicht nur für den EHC Olten selber sehr wertvoll, sondern auch für die Stadt und die ganze Region. Zwei Wochen lang werden hoffentlich alle nur noch von Eishockey reden. Dazu kommt natürlich der erfreuliche, finanzielle Effekt, weil wir noch einmal mit zusätzlichen Einnahmen im sechsstelligen Bereich rechnen können.

Man könnte auch sagen: Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe. Aber es ist anzunehmen, dass die Halbfinal-Qualifikation beim EHC Olten die Lust auf mehr geweckt hat.

Wenn man in einem Halbfinal steht, muss man doch einfach Lust auf mehr haben! Auch wenn der SC Langenthal zweifellos ein sehr schwieriger Gegner und der Favorit ist. Aber: Wir haben sie in dieser Saison auch schon im Cup geschlagen. Wichtig ist, dass die Mannschaft weiterhin kompakt und entschlossen auftritt. Dann ist auch gegen Langenthal etwas möglich. Vor allem mit der Unterstützung der Fans. Das kann vielleicht schon den Unterschied ausmachen.

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