Gigon/Guyer Architekten erweitern Verkehrshaus der Schweiz mit einem Mehrzweckgebäude

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Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern plant mit Gigon/Guyer Architekten anstelle der Schienenhalle 1 ein neues Mehrzweckgebäude für die Ausstellung, die Verwaltung und Drittmieter. Dieser Ersatzneubau ist notwendig, weil sowohl das bestehende Bürogebäude an der Lidostrasse als auch die Schienenhalle 1 baufällig sind und nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen. (PPR/Gigon/Guyer)
Das Verkehrshaus der Schweiz wurde nach zweijähriger Bauzeit am 1. Juli 1959 eröffnet. Die Schienenhalle 1 an der Haldenstrasse war Teil der ersten Museumsanlage. Zwischen 1969 und 1979 fand die erste Ausbauetappe statt. Die bestehende Anlage wurde mit dem Planetarium, einem Bürogebäude und der Halle Luft-, und Raumfahrt ergänzt. Das Hans Erni Museum (1979), die Schienenhallen 2 und 3 (1982), die Halle Schifffahrt, Seilbahnen und Tourismus (1984) sowie der Bau des Filmtheaters (1996) waren weitere wichtige Entwicklungsschritte für das Museum.

Öffnung auf Seite Haldenstrasse
1999 wurde ein Architekturwettbewerb für ein Verkehrshaus-Gesamtkonzept ausgeschrieben. Als Gewinner gingen die Gigon/Guyer Architekten mit der Entwicklungsstudie 2020 hervor. Darauf basierend erfolgte der Neubau des Eingangsgebäudes und der Bau der Halle Strassenverkehr sowie der Arena (2009). Die Entwicklungsstudie für das Verkehrshaus sieht eine Erweiterung thematisch gegliederter Einzelgebäude vor. Der Ersatzneubau «Mehrzweckgebäude» ist Teil davon.
Grund für den Ersatz der Schienenhalle 1 ist der mangelhafte statische Zustand des Gebäudes wegen Bodensenkungen und des Raumklimas, das nicht internationalen Museums-Standards genügt. «Dieser Ersatzneubau ist für die Zukunft des Verkehrshauses von massgebender Bedeutung», betont Martin Bütikofer, Direktor des Verkehrshauses. Durch die Erweiterung und Öffnung der Publikumszone bis an die Haldenstrasse werde das Verkehrshaus besser an den öffentlichen Verkehr angeschlossen und städtebaulich integriert. Der bestehende, über die Jahrzehnte gewachsene Gebäudering soll geöffnet werden. Die Bereiche Ausstellung, Publikumszone,  Ar€beitsplätze und Konferenzbereich werden verknüpft.

Ausstellung und Ladenfläche
Wichtigste Nutzung im Erdgeschoss ist eine Ausstellungsfläche in doppelter Raumhöhe. Diese ist mit einem Gleis mit der benachbarten Schienenhalle und dem Anschlussgleis (SBB-Bahnlinie) verbunden. Diese neue Ausstellungshalle mit flexibler Nutzung kann wahlweise als Sonderausstellungsraum oder als Teil des Museumsangebots dem Publikum zugänglich gemacht werden. Im Erdgeschoss ist ausserdem eine Ladenfläche von ca. 200 m² vorgesehen. Das erste Obergeschoss wird als Konferenzbereich geplant. Das Angebot umfasst Sitzungszimmer sowie einen flexibel nutzbaren Konferenzraum.

Büros und Energiezentrale
Auf drei Geschossen werden Büroflächen mit dazugehörigen Nebenräumen angeboten. Ein Innenhof ermöglicht eine optimale Lichtdurchflutung der Büros. Das Verkehrshaus wird seine aktuell im Bürogebäude an der Lidostrasse vorhandenen Arbeitsplätze im neuen Mehrzweckgebäude unterbringen. Im Untergeschoss soll eine neue Energiezentrale für das ganze Areal untergebracht werden. Angestrebt wird ein markant höherer Anteil an erneuerbarer Energie für die Wärme- und Kälteerzeugung.
Bei der Auswahl der Materialisierung der Fassade wurde bewusst auf die Schallemissionen der Haldenstrasse und der Bahnlinie Rücksicht genommen. Das Gebäude wird mit einem metallischen «Vorhang», bestehend aus unterschiedlich profilierten und perforierten Trapezblechen, versehen.
 
Baueingabe Mitte April
Die Baukosten betragen rund 36 Millionen Franken. Die Finanzierung erfolgt mit Eigenmitteln, Fremdkapital und Investorengeldern. Die Baueingabe ist Mitte April 2018 vorgesehen. Voraussichtlicher Bezug des Gebäudes ist frühestens im Dezember 2020. Danach wird die Sanierung des Bürogebäudes in Angriff genommen.
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Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern plant mit Gigon/Guyer Architekten anstelle der Schienenhalle 1 ein neues Mehrzweckgebäude für die Ausstellung, die Verwaltung und Drittmieter. Dieser Ersatzneubau ist notwendig, weil sowohl das bestehende Bürogebäude an der Lidostrasse als auch die Schienenhalle 1 baufällig sind und nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen. (PPR/Gigon/Guyer)
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