Frostschäden in der Aargauer Landwirtschaft: fondssuisse hilft mit 1,77 Millionen

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Selbst der Grosseinsatz von Frostkerzen half nicht viel (Archivbild ZT)

Nach dem Jahrhundertfrost im letzten Jahr haben betroffene Aargauer Landwirtschaftsbetriebe 43 Unterstützungsgesuche an den fondssuisse eingereicht. Von diesen Gesuchen wurden 85 Prozent berücksichtigt. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Stein- oder Kernobst produzierende Betriebe. Zwei Drittel der berücksichtigten Aargauer Betriebe sind im nördlichen Aargau angesiedelt, der vom Jahrhundertfrost besonders stark gebeutelt wurde. Der fondssuisse zahlt schweizweit für dieses Frostereignis 20 Millionen Franken aus – mit 1,77 Millionen Franken flossen davon rund 10 Prozent in die Aargauer Landwirtschaft. Die Auszahlung an die Aargauer Betriebe erfolgte am 9. März 2018.

Unkomplizierte Lösungen gesucht und gefunden
Landwirtschaftsdirektor Dr. Markus Dieth hat unmittelbar nach dem Frostereignis im Frühling 2017 eine Lagebeurteilung vorgenommen und verschiedene Sofortmassnahmen in die Wege geleitet. "Ich freue mich und bin dankbar, dass meine Einflussnahme über die Landwirtschaftsdirektorenkonferenz LDK in Bern Wirkung zeigte und der fondssuisse den betroffenen Landwirtschaftsbetrieben tatkräftig unter die Arme greift", so Regierungsrat Markus Dieth. Sofortmassnahmen wie beispielsweise die Gewährung von zinslosen Überbrückungskrediten oder Stundungen von laufenden 2 von 2 Krediten wurden von den betroffenen Aargauer Betrieben ebenfalls genutzt und stehen weiterhin offen. Und auch die Fachexpertinnen und Fachexperten des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg stehen wie bisher mit Rat und Tat zur Seite.

Definitives Schadensausmass bestätigt unterschiedliche regionale Betroffenheit
Nach den ersten Schätzungen kurz nach dem Jahrhundertfrost ist mittlerweile das definitive Schadensausmass bekannt. Bestätigt hat sich der erste Eindruck, dass die Schä- den je nach Kultur und Region sehr unterschiedlich sind. Bei den Obstkulturen beträgt der Ertragsausfall rund 80 Prozent, im Weinbau fiel die Ernte ein Fünftel geringer aus im Vergleich mit einer Normalernte. Zusammengefasst können die Frostschäden im Kanton Aargau auf rund 20 Millionen Franken beziffert werden. Damit wird das Frostereignis vom April 2017 als Jahrhundertfrost in die Annalen eingehen.

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