Fussballstadion: Plan B mit Hochhäusern wird realisiert

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Die Hochhäuser sollen das Stadion querfinanzieren. (Bild: ZVG/Archiv ZT)

Alle Projektbeteiligten sind sich in Anbetracht der aktuellen Kostenberechnung einig, dass umsetzbare Optionen zur Zwischenfinanzierung fehlen. Es kommt demnach nicht zu einer Entkoppelung von Stadion und Hochhausbauten. Der Stadion-Ausschuss des Stadtrats Aarau hat diese Möglichkeit bereits Anfang Jahr verworfen, weil sie aus seiner Sicht nicht finanzierbar war. Für eine Zwischenfinanzierung wären rund 44 Millionen Franken erforderlich. Heute stimmen alle Projektbeteiligten (Stadtrat Aarau, HRS, FC Aarau und meinstadion.ch) darin überein, dass eine solche Zwischenfinanzierung nicht realisierbar ist. Die Entkoppelungsidee von Stadion und Hochhäusern wird damit verworfen.

Alle Projektbeteiligten halten am erarbeiteten Grobterminplan «worst case» des Aarauer Stadtrats fest. Dieser sieht vor, dass das Stadion bis zur Saison 2022/2023 erstellt werden kann. Im Detail ist Folgendes festzuhalten:

- Der Stadtrat behandelt am 3. April die öffentliche Auflage der Teilrevision Nutzungsplanung Stadion mit den Anpassungen, die nach dem erfolgten Mitwirkungsverfahren im Jahr 2017 gemeinsam erarbeitet wurden. Der Stadion-Ausschuss empfiehlt dem Stadtrat die öffentliche Auflage.

- Die HRS verpflichtet sich, bis spätestens 17. Mai mit den Abbrucharbeiten zu beginnen. So kommt es nicht zu einem Verfall der bestehenden Baubewilligung.

- Der Stadtrat gibt spätestens einen Monat nach Vorliegen des Gestaltungsplanentwurfs (voraussichtlich Juni) den angepassten Gestaltungsplan «Torfeld Süd» in die kantonale Vorprüfung und startet das Mitwirkungsverfahren.

- Der definitive Kaufvertrag zwischen der Stadt Aarau und der HRS für das Stadion wird spätestens im August rechtgültig unterzeichnet. Ein Entwurf liegt vor der Sommerpause vor. Die HRS reicht das revidierte Baugesuch für das Stadion spätestens im September bei der Baubewilligungsbehörde ein.

- Die Bereinigung des angepassten Gestaltungsplans Torfeld Süd nach der öffentlichen Auflage ist bis Ende Dezember abgeschlossen.

- Die HRS reicht das komplette Baugesuch für die vier Hochhäuser spätestens im Frühjahr 2019 bei der Baubewilligungsbehörde ein.

- Sollte die HRS, obwohl Stadion und Hochhäuser bis spätestens Ende 2021 rechtskräftig bewilligt sind, nicht innert drei Monaten mit dem Bau des Stadions beginnen, so entschädigt die HRS die Stadt Aarau mit einem Pauschalbetrag von 2 Millionen Franken für angefallene Planungskosten. Die Entschädigung wird fällig, sobald die planungsrechtlichen Grundlagen eine Neubebauung ohne Stadion zulassen.

Die HRS wird den FC Aarau in den nächsten fünf Jahren (ab Saison 2018/19) mit je 200 000 Franken unterstützen. Dies über das bestehende finanzielle Engagement als Premiumsponsor hinaus. Damit soll die wirtschaftlich schwierige Zeit des Clubs bis zur Eröffnung des neuen Stadions überbrückt werden. Voraussetzung für die Zahlungen ist die Zustimmung des Volks zur BNO im Dezember 2018.

Die meinstadion.ch GmbH hat bis heute Spendengelder im Betrag von 1 590 243 Franken gesammelt. Die insgesamt 1847 Spenderinnen und Spender werden ab kommendem Freitag an einer von meinstadion.ch durchgeführten Online-Umfrage teilnehmen können. Sollte die Umfrage negativ ausfallen, wird meinstadion.ch die Sammelaktion einstellen. Bei einer Zustimmung zum Plan B führt meinstadion.ch die Sammelaktion weiter mit dem Ziel, die für die Erreichung des Spendenziels von 2 Millionen Franken fehlenden 400 000 Franken möglichst schnell zu sammeln.

Die Projektbeteiligten nehmen zur Kenntnis, dass die Swiss Football League, SFL, im April 2021 dem FC Aarau die Lizenz erteilen wird – auch dann, wenn zu jenem Zeitpunkt noch Rechtsverfahren gegen die Baubewilligungen der Hochhäuser hängig sind. (PD/ZT)

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Unglaublich!

rodolfo
schrieb am 22.03.2018 09:02
Wenn ich diese Zahlen, und zugleich die negativen Schlagzeilen des FCA in den letzten Jahren ein bisschen analysiere, wird mir fast schwindlig! Ich liste keine Details auf, denn die würden den Rahmen des Kommentars wohl sprengen; aber ich wage folgende Prognose: Wenn das neue Stadion in dieser Form realisiert wird, ist der Klub in spätestens in 10 Jahren pleite!
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