Oftringer Rechnung überrascht mit Plus von 1,44 Millionen

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«Die Freude im Gemeinderat über das Ergebnis ist gross», sagt Markus Steiner, Finanzvorsteher. (patrick furrer)

Drei Kreuze kann die Gemeinde Oftringen machen: Das Rechnungsergebnis 2017 fällt um 1,44 Millionen Franken besser aus als budgetiert. Prognostiziert waren ein Gewinn von 35 300 Franken und eine Selbstfinanzierung von 3,28 Millionen.

Das effektive Resultat ist um Weiten besser: Die Rechnung schliesst mit einer Selbstfinanzierung von 4,66 Millionen und einem Gewinn von 1,48 Millionen Franken. Für die 13 600-Seelengemeinde eine äusserst gute Nachricht. Erstmals seit acht Jahren ist die Nettoschuld wieder etwas gesunken. Lag die Pro-Kopf-Verschuldung 2016 noch bei 3707 Franken, kommt sie neu auf 3564 Franken zu stehen. Das ist zwar immer noch zu hoch, «aber das Pendel ist für einmal in die andere Richtung ausgeschlagen», freut sich Gemeinderat und Finanzvorsteher Markus Steiner (SP). Steiner ist nicht nur «stark froh», sondern auch positiv überrascht worden. «Noch im Oktober sah es nach einem Defizit aus. Überhaupt dachten wir, mit dem Budget unsere Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben.»

Umso erfreulicher sei das Ergebnis. Vor allem, weil die Selbstfinanzierung die Zielgrösse von 4 Millionen endlich und auch deutlich überschritten hat. Die Investitionen konnten vollständig aus eigenen Mitteln getätigt, und es musste weniger Fremdkapital aufgenommen werden. Das Eigenkapital Oftringens ist auf 126,2 Millionen Franken gewachsen.

Wirtschaft war 2017 erfolgreich

Was aber hat zum besseren Ergebnis geführt? Laut Communiqué sind es zum einen «eine Vielzahl kleiner und mittlerer positiver Budgetabweichungen». Hinzu kommt das Kostenbewusstsein der Verwaltung, wie Markus Steiner betont – jeder Franken wird zweimal gedreht. Zum anderen gab es unvorhergesehene einnahmenbringende Faktoren.

Fast die Hälfte der Differenz von 1,44 Millionen Differenz zum Budget resultiert aus einem besseren Steuerabschluss bei den juristischen Personen (Unternehmen), höheren Kantons- und Bundesbeiträgen im Bereich Sozialhilfe und Asylwesen sowie einem einmaligen Buchgewinn durch den Verkauf einer Teilparzelle des sogenannten Strabag-Areals an die Daetwyler Graphics AG und die Lüscher Technologies AG (wir berichteten). 177 000 Franken fliessen durch den Landverkauf in die Gemeindekasse. Zur Erinnerung: Um das gesamte Strabag-Areal übernehmen zu können, musste die Gemeindeversammlung im September 2016 15,4 Millionen Franken genehmigen. Auch dieser Betrag führte natürlich trotz Verbesserung immer noch zur hohen Gesamt-Nettoschuld vom 48,53 Millionen.

Diese Ausgaben sind gleichzeitig aber auch Investitionen in die Zukunft. So ist Oftringen beispielsweise im Bereich Strassenbau und Schulen weiter als viele anderen Gemeinden, auf welche die grossen Brocken erst noch zukommen.

Bei den Steuern fällt das Ergebnis in der Rechnung um 115 000 Franken besser aus. Im Bereich der Sozialen Sicherheit um 366 000 Franken – das grösste Plus.

8,8 Millionen für Soziale Sicherheit

Trotzdem: Markus Steiner warnt davor, in Euphorie zu verfallen. Betrachtet man die Zusammenstellung des Jahres 2017 genauer, fällt auf: Gerade die Soziale Sicherheit dürfte die Steuerzahler auch in den kommenden Jahren immer noch mehr kosten. So ist das Ergebnis unter dem Strich zwar positiv – allerdings nur dank höherer Zuschüsse von Bund und Kanton (3,43 Millionen statt 3,17 Millionen). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben aber erneut gestiegen.

Hinzu kommt, dass ab 2018 zwar der neue Finanz- und Lastenausgleich greift. Obwohl sich dieser positiv auswirkt, ist die Prognose laut dem Finanzvorsteher gleichwohl schwierig. Letztlich wurden auch rund 320 000 Franken weniger investiert, weil Projekte aufgeschoben oder gestrichen wurden. «Auch wenn das Ergebnis positiv stimmt, einen Trend dürfen wir aufgrund dieses einmaligen Ertragsüberschusses noch nicht konstruieren», sagt Markus Steiner.

Schon nächstes Jahr könnte das Pendel wieder in die andere, negative Richtung ausschlagen. Auch die Steuererhöhung um einen Prozentpunkt von 113 auf 114 Prozent, die im aktuellen Finanzplan für kommendes Jahr eingestellt wäre, ist noch nicht vom Tisch.

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