Der verrückte Weg des EHC Olten in den Playoff-Final

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Gleich zweimal sorgte Olten-Stürmer Jewgeni Schirjajew mit seinen Toren in der Verlängerung für Gänsehaut-Momente. (Bild: Freshfocus)

Es ist ein besonderer Weg, den der EHC Olten in den Playoff-Final hingelegt hat. Angefangen hat die bemerkenswerte Geschichte im zweiten Playoff-Viertelfinalspiel auswärts bem HC Thurgau: Im zweiten Drittel liegt der EHCO 1:3 zurück, als plötzlich der Knoten platzt: MacGregor Sharp erzielt den 2:3-Anschlusstreffer nach 20 Minuten und 21 Sekunden – es ist jenes Tor, das selbst von den EHCO-Spielern als die grosse Wende gedeutet wird.

Doch nur wenige Tage später folgte der nächste Tiefschlag: Nach einem grandiosen 4:1-Heimsieg zur 2:1-Führung in der Serie deutet alles auf einen weiteren Auswärtssieg hin: 5:2-Führung nach 56 Minuten. Dann das Unfassbare: Drei Gegentore in 85 Sekunden, dazu noch das Gegentor in der Verlängerung. Das Positive: Der EHCO zerbricht nicht daran.

Tollhaus Kleinholz
Denn der EHCO schlägt zurück: Innert der letzten zehn Minuten im fünften Viertelfinalduell holt Olten einen 0:3-Rückstand auf und rettet sich in die Verlängerung. Dort sind nur 14 Sekunden gespielt, als das Kleinholz-Stadion zum Tollhaus wird: Jewgeni Schirjajew trifft zum 4:3-Sieg. Dieser Sieg war ausschlaggebend für den Halbfinaleinzug.

Nach je einem Sieg und einer Niederlage nach Verlängerungen kommt es im dritten Spiel der Halbfinalserie gegen den SC Langenthal zu einem verrückten Derby. Der SCL dominiert, was die 40:11-Torschüsse untermauern. Doch der EHCO hat Matthias Mischler im Tor stehen, der auch noch eine Monsterparade zeigt. Der gestohlene 2:1-Sieg erweist sich als wegweisend.

Schliesslich kommt es im vierten Halbfinalduell zu einem historischen Moment im Kleinholz: Wiederum ist es Jewgeni Schirjajew, der den EHC Olten mit seinem Siegtreffer in der 88. Minute zur 3:1-Führung in der Serie erlöst. Es ist die bislang längste je gespielte Verlängerung auf Schweizer Eis. In Spiel fünf wendet der EHCO in Langenthal einen 0:2-Rückstand und zieht in den Final ein.

Martin Ulmer fällt für Final aus
Der EHC Olten muss einen schmerzhaften Ausfall hinnehmen: Stürmer Martin Ulmer, EHCO-Topskorer der Qualifikation, muss nach einem Rückfall wegen des nach wie vor andauernden Pfeifferschen Drüsenfiebers rund zwei Wochen pausieren. Es bedeutet, dass der komplette Playoff-Final ziemlich sicher ohne Martin Ulmer stattfinden wird. Unklar ist noch, wer beim EHC Olten anstelle von Martin Ulmer auflaufen wird.

Nationalliga B, Playoff-Final (best-of-7): 
Erste Runde: Donnerstag, 29. März: Rapperswil-Jona - Olten (19.45 Uhr). – Zweite Runde: Samstag, 31. März: Olten - Rapperswil-Jona (17.00). – Dritte Runde: Montag, 2. April: Rapperswil-Jona - Olten (17.00). – Vierte Runde: Mittwoch, 4. April: Olten - Rapperswil-Jona (19.45). – Ev. fünfte Runde: Freitag, 6. April: Rapperswil-Jona - Olten (19.45). – Ev. sechste Runde: Sonntag, 8. April: Olten - Rapperswil-Jona (17.30). – Ev. siebte Runde: Dienstag, 10. April: Rapperswil-Jona - Olten (19.45).

 

 

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