Regierungsrätin Franziska Roth dankte den Soldaten und Zivilschützern mit Osterhasen

310318_reg_bottenwil_26.jpg
Militär und Zivilschutz freuten sich über die Geste der Regierungsrätin Franziska Roth (SVP). Bild: Raphael Nadler

Die starken Gewitter vom 8. Juli 2017 führten zu massiven Schäden an Gebäuden und Fluren, überfluteten Kellern und Schäden an Infrastrukturen. In Folge der Niederschläge kam es in der Gemeinde Bottenwil auch zu grösseren Hangrutschen. Die betroffenen Hänge werden nun im Rahmen eines Wiederholungskurses (WK) des zur Territorialdivision 2 gehörigen Rettungsbataillons 2 saniert. "Unsere Soldaten sind stolz darauf, dass sie etwas zugunsten der Bevölkerung von Bottenwil beitragen können", sagte Major im Generalstab Basil Brühlmann, Kommandant des Rettungsbataillons 2 am heutigen Medienanlass in Bottenwil. Das Detachement sei spezifisch für diesen Auftrag aus Soldaten zusammengestellt worden, die auch im Zivilen im Baubereich tätig seien. Gemäss Major Brühlmann "eine Stärke des Milizsystems". Auch Regierungsrätin und Militärdirektorin Franziska Roth war vor Ort. Sie bedankte sich bei jedem Soldaten und Zivilschützer mit einem Osterhasen für den geleisteten Einsatz.

80 Kubikmeter Holz werden verbaut

Die Arbeiten an den Hängen dauern voraussichtlich bis zum 5. April 2018. Die Rutschungen oberhalb des Felsenwegs sowie bei der Böschungskante des Gallihubels werden durch den Einbau von je einem zehn respektive 20,0 Meter langen und 5,5 Meter hohen Holzkasten stabilisiert und das ursprüngliche Gelände anschliessend wiederhergestellt und begrünt. Die Holzkasten verhindern, dass die Hänge erneut abrutschen können. Zusätzliche Sickerleitungen sorgen dafür, dass die Kasten nicht unterspült werden.

Insgesamt werden rund 80 Kubikmeter Holz aus dem Bottenwiler Wald verbaut. Unterstützt werden die zivilen Spezialkräfte durch rund 30 Angehörige des Rettungsbataillons 2 sowie durch die Zivilschutzorganisation Suhrental-Uerkental. "Die Zusammenarbeit zwischen Armee und Zivilschutz war optimal. Eine gute Erfahrung, die sicher wegweisend ist für ein andermal", sagte der verantwortliche Zivilschutzkommandant Albin Seiler am Medienanlass. Während der Bauarbeiten in Bottenwil ging ein kleines, schlagkräftiges Team von acht Personen der Armee zur Hand. Bereits letzten Sommer hatte der Zivilschutz die betroffenen Hänge mit speziellen Plastikmatten gesichert.

Die fachtechnische Beurteilung und die Ausarbeitung der Massnahmen erfolgten durch das Unternehmen FlumGeo, die Gebrüder Straumann AG zeichnet für die Ausführung der Sanierungsarbeiten verantwortlich.

Erleichterung in Bottenwil

Infolge des Hangrutsches hatte der Kantonale Führungsstab (KFS) unmittelbar nach dem Unwetter zusammen mit dem Regionalen Führungsorgan Suhrental-Uerkental (RFO) den Kontakt zur Armee hergestellt. Eine erneute Beurteilung im Dezember 2017 hatte gezeigt, dass die Stabilität des Hangs bis zur jetzigen Instandsetzung gewährleistet ist. Silvan Bärtschi, Vizeammann von Bottenwil, zeigte sich über die Sanierung sehr erleichtert: "Die Hangrutsche auf dem 'Gallihubel' haben bei uns im Dorf Spuren hinterlassen. So musste die Familie Hunziker, welche direkt unterhalb des Rutsches wohnt, nach dem Unwetter kurzzeitig evakuiert werden. Es ist für uns alle eine Erleichterung, dass dieser Hang nun stabilisiert wurde."

Insgesamt 620 Zivilschutzangehörige im Einsatz

Rückblick: Die Unwetterschäden in den Regionen Zofingen und im Uerkental wurden im Juli 2017 durch zahlreiche Feuerwehren, andere Blaulichtorganisationen sowie mehrere Regionale Führungsorgane und Zivilschutzorganisationen aus dem Kanton gemeinsam bewältigt. "Die Zusammenarbeit hat hervorragend funktioniert", bilanziert Dieter Wicki, Chef des Kantonalen Führungsstabs. "Wir müssen uns aber noch vermehrt mit diesem neuen Phänomen Sturzfluten auseinandersetzen." Im ganzen Schadengebiet waren über den Zeitraum von zwei Wochen insgesamt 620 Zivilschutzangehörige an den Aufräumarbeiten beteiligt.

Das Unwetter hatte Infrastrukturschäden von rund 90 Millionen Franken verursacht. Ein Grossteil davon geht zulasten der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV), des Kantons und des Bundes. Zur Minderung der verbleibenden Kosten für ergriffene Sofortmassnahmen hat der Regierungsrat im Februar 2018 auf Gesuch der Gemeinden Uerkheim, Bottenwil und Wiliberg eine zusätzliche finanzielle Hilfe zulasten des Swisslos-Fonds in der Höhe von 230'000 Franken gesprochen.

Zudem hat der Regierungsrat damals entschieden, für die Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Infrastruktur in den betroffenen Gemeinden dem Grossen Rat einen Nachtragskredit in der Höhe von 581'000 Franken zu unterbreiten.

310318_reg_bottenwil_221.jpg
Gaben vor Ort in Bottenwil Auskunft: v.l.: Basil Brühlmann (Kommandant des Rettungsbataillons 2), Dieter Wicki (Leiter Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz des Kantons Aargau), Silvan Bärtschi (Vizeammann Bottenwil), Regierungsrätin Franziska Roth, Ivo Laib (Chef RFO Suhrental-Uerkental), Daniel Zünd (Präsident Gemeindeverband Bevölkerungsschutz der Region Suhrental-Uerkental) und Albin Seiler (Kommandant ZSO Suhrental-Uerkental). Bild: Raphael Nadler
Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Regio4Fun
Swiss Chocolate Adventure im Verkehrshaus der Schweiz
Regio4Fun
Film-Brunch im Verkehrshaus
Partner