Bittere Lektion zum Auftakt: Der EHC Olten verliert mit 0:5 gegen die Lakers

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Zumindest Härte brachten die Oltner ins Spiel... (Bild: freshfocus)

So hat man sich das aufseiten des EHC Olten nicht vorgestellt. Die erste Final-Darbietung der Powermäuse war alles andere als finalwürdig. Im Gegenteil: Im zweiten Drittel, in welchem die Rapperswiler von 1:0 auf 4:0 davonzogen, fühlte man sich bisweilen an die schlechteren Zeiten der Qualifikation erinnert. Da passte bei den Oltnern überhaupt nichts zusammen. Die Rapperswil-Jona Lakers zeigten dagegen, dass sie zurecht als klarer Favorit in dieses Finalserie gegangen sind. Sie nutzten die teilweise haarsträubenden Fehler der Oltner gnadenlos aus und brachten den Sieg im Stile eine Klassemannschaft ins Trockene.

Von Hirts dummer Strafe...

Das Unheil begann für den EHCO mit einer dummen Strafe von Remo Hirt in der offensiven Zone. Das folgende Powerplay nutzten die Rapperswiler mit einem herrlich herausgespielten Treffer durch Michael Hügli zum 1:0 aus. Durfte man nach dem ersten Drittel und angesichts eines 0:1-Rückstands aus Sicht der Oltner noch einigermassen optimistisch bleiben, so verflogen die positiven Gedanken spätestens nach dem zweiten Treffer der St. Galler. Nach lediglich 25 Sekunden stand Verteidiger (!) Florian Schmuckli plötzlich mutterseelenallein vor Oltens Goalie Matthias Mischler und traf zum 2:0. Dieses Tor war bezeichnend für das, was der EHCO in diesem Abschnitt noch zeigen zollte. Da stimmte gar nichts mehr.

...zu Fröhlichers Fehlpass

Vor dem 3:0 bediente Fröhlicher den gegnerischen Topskorer Dion Knelsen mit einem Fehlpass, der lancierte seinen Landsmann Jared Aulin, welcher sich alleine gegen Mischler nicht zweimal bitten liess. Und auch beim 4:0 durch Jan Mosimann liessen die Oltner in der Verteidigung die Zuordnung total vermissen. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass in diesem ersten Finalspiel für den EHCO nichts mehr zu holen ist. Zu stilsicher traten die Lakers auf, zu fehlerhaft dagegen die Mannschaft von Headcoach Chris Bartolone.

Immerhin zeigten die Powermäuse im letzten Drittel noch Herz und erspielten sich noch einige gute Chancen, vermochten Rapperswil-Goalie Melvin Nyffeler, der insgesamt – sehr gut abgeschirmt durch seine Vorderleute – einen sehr geruhsamen Abend verbrachte, aber nicht mehr zu bezwingen.

Aus Sicht der Oltner bleibt nach dieser diskussionslosen Schlappe der eine Trost, dass die Höhe der Niederlage in den Playoffs keine Rolle spielt. Ob 5:6 nach Verlängerung oder eben 0:5: Niederlage bleibt Niederlage. Aber klar ist auch, dass sich der EHCO im Hinblick auf das zweite Duell vom Samstag (17 Uhr, Kleinholz) gewaltig steigern muss, wenn man diese Rapperswiler aus der Reserve locken will. Immerhin versuchten die Oltner, ganz am Ende noch das eine oder andere Zeichen zu setzen und die Lakers etwas aus der Komfortzone zu locken. Es war leider der einzige bleibende Eindruck, den der EHCO an diesem völlig missglückten Abend hinterliess - zumindest auf dem Eis.

Grossartiger Support durch die Fans

Einen bleibenden Eindruck hinterliessen nämlich dafür die gut 600 EHCO-Fans im Gästesektor. Sie unterstützten ihre Lieblinge auch dann noch unablässig, als das Spiel schon lange entschieden war. Dieser Support war definitiv finalwürdig. Auch wenn er letztlich nicht belohnt wurde.

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