Der Sechs-Punkte-Plan des EHC Olten

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Am Ende noch ein Zeichen gesetzt: Die Oltner und die Rapperswiler raufen sich nach Joel Fröhlichers verspätetem Abschluss Richtung Lakers-Tor. (Bild: Müller/Freshfocus)

Nach vielen, erfreulichen Playoff-Abenden zog der EHC Olten beim ersten Finalspiel in Rapperswil einen schlechten Tag ein. Bei der 0:5-Niederlage passte wenig bis gar nichts zusammen. Nach zwei Dritteln und einer ganzen Reihe von individuellen und kollektiven Fehlern war die Partie beim Stand von 0:4 entschieden. Aber das Gute an den Playoffs ist bekanntlich, dass die Chance zur Korrektur schnell kommt. Schon heute Nachmittag (17 Uhr) kommt es im Kleinholz zur zweiten Begegnung der beiden Kontrahenten. Damit die Oltner nun ihrerseits ein Ausrufezeichen in Form eines Heimsiegs setzen können, braucht es allerdings eine Steigerung in vielen Bereichen. Hier der Sechs-Punkte-Plan des EHC Olten, angereichert mit der Analyse von Headcoach Chris Bartolone nach dem ersten Final-Duell:

Die Beine bewegen!

Die Oltner waren im ersten Spiel ganz einfach zu langsam, wurden von ihren Gegenspielern immer wieder überlaufen. Bartolone: «Wir konnten mit ihrem Tempo nicht mithalten. Wenn sie Schlittschuh fahren, müssen wir es auch tun.» Ein Faktor war dabei sicher die sechstägige Pause seit dem entscheidenden Halbfinal-Sieg in Langenthal. Die EHCO-Cracks wirkten eingerostet: «Wir hatten offensichtlich Mühe, unsere Beine zu bewegen. Die Rapperswiler waren bereit. Sie wussten, dass wir ein heisses Team sind. Manchmal ist es gut, wenn man eine Playoff-Serie schnell gewinnt. Aber es kann dir auch schaden.»

Konzentration!

Wenn sich zur Langsamkeit auch noch Unkonzentriertheit gesellt, dann ist das eine unheilvolle Kombination. Die Oltner machten Fehler, die die Rapperswiler eiskalt ausnutzten. Diese Korrektur liegt auf der Hand und beginnt im Kopf: «Wir müssen aufmerksamer agieren, dürfen das Spiel nicht leichtfertig so aus der Hand geben», fordert Bartolone. Oder anders ausgedrückt: Der EHCO muss wieder clever und smart agieren. Grobe Fehlpässe und dumme Strafen gilt es zu vermeiden.

Näher zu den Gegenspielern!

«Unsere Verteidigungs-Arbeit war schwach. Wir müssen in der Zone vor unserem Tor bereit sein», weist Chris Bartolone auf einen weiteren, offensichtlichen Mangel hin. Die Rapperswiler Spieler fanden vor dem Oltner Tor immer wieder unglaubliche Freiräume vor. Die Zuordnung stimmte oft hinten und vorne nicht. Das begann auch schon beim Forechecking, welches nicht wie gewünscht funktionierte. Auch hier müssen die Oltner viel aggressiver zu Werke gehen und die Rapperswiler früher unter Druck setzen.

Mehr Mut!

Die EHCO-Cracks wirkten zu Beginn des Spiels gehemmt, kamen überhaupt nicht ins Spiel und waren deshalb auch nicht in der Lage, das Körperspiel der Rapperswiler zu kontern. «Wenn sie physisch spielen, müssen wir es auch tun», fordert Bartolone. Immerhin zeigten die Oltner gegen Ende des Spiels, dass sie bereit sind, zu kämpfen – wenn auch im Fall von Joel Fröhlichers Schuss weit nach der Schlusssirene mit etwas fragwürdigen Methoden. «Wir haben gezeigt, dass wir hier sind, um zu kämpfen. Auch wenn das Spiel entschieden war. Das hat mir gefallen.» Mehr Mut gilt aber auch generell für die Offensive. Die Oltner müssen viel mehr in den Abschluss gehen, öfters schiessen. Sonst lässt sich der sehr starke Lakers-Goalie Melvin Nyffeler erst recht nicht bezwingen.

Neue Spieler!

«Es wird wahrscheinlich den einen oder anderen Wechsel geben. Nach einer 0:5-Niederlage liegt das auf der Hand», sagt Bartolone, der am Donnerstag Marco Truttmann als Ersatz für den erkrankten Martin Ulmer ins Team geholt hatte. Gut möglich, dass er beispielsweise mit der Hereinnahme von Alban Rexha und MacGregor Sharp wieder etwas mehr auf die Karte Physis setzen wird.

Heimvorteil nutzen!

«Wir hatten schon länger nicht mehr mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen. Es ist viel für uns gelaufen in diesen Playoffs. Gut, ist dieses 0:5 zu Beginn der Serie passiert. Es war nur ein Spiel. Wir haben mit dieser Niederlage nicht die Meisterschaft verloren», so Bartolone. Auch im Wissen, dass der EHCO heute einen weiteren Trumpf in die Waagschale werfen kann. Das Publikum im Kleinholz. Es werden über 6000 Zuschauer erwartet. Sie können den Unterschied ausmachen.

 

 

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