Wauwil macht einen Abstecher nach Äthiopien

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Walter Eggenberger berichtete in seinem Referat unter anderem von den traditionellen Kaffee-Ritualen in Äthiopien. h.b.

Ich bin überwältigt vom Grossaufmarsch», sagte ein begeisterter Walter Eggenberger, der ehemalige TV-Journalist zur Begrüssung. Der Pfarreisaal platzte aus allen Nähten. Eingeladen und den Anlass organisiert hat der Verein Spektrum, der sich mit dem Projekt «ilanga» für Kinder und Frauen in Äthiopien einsetzt.

«Wussten Sie, dass Äthiopien mehr als 70 Millionen Einwohner hat und 25 Mal so gross ist wie die Schweiz?», fragte Eggenberger zum Einstieg in seine Präsentation. «Manchmal bezeichnet man Äthiopien als Hungerland», sagte Eggenberger weiter. Das stimme so nicht: Schwierige Produktionsbedingungen erlaubten meist nur eine Ernte und wenn es wenig Niederschläge gäbe, sei dies ein Grund für schlechte Ernten. Zudem werde die Landwirtschaft noch archaisch betrieben und es gebe nur wenig Ackerfläche. Man habe aber gelernt, die von internationalen Organisationen gelieferten Nahrungsmittel gut zu lagern.

Von seinen unzähligen Reisen zeigte Walter Eggenberger viele eindrückliche Fotos. Er selber bietet Reisen an und sagte dazu: «Äthiopien heisst Menschen treffen, Märkte durchstreifen und an Feiern der Bevölkerung teilnehmen.» Als einzigartig bezeichnete der Referent auch die Zeitrechnung (Julianischer und Gregorianischer Kalender). Das Jahr habe dreizehn Monate und das Neujahr werde am 11. September gefeiert. «Die Bevölkerung kennt 200 Fastentage. Das Fasten besteht aber aus veganer Nahrung.» Er beschrieb Besuche in Klöster und Kirchen und zeigte immer wieder Bilder von eindrücklichen Landschaften, freundlichen Menschen und vielen Kindern. «Meine Lieblingsstadt ist Harar und liegt im Süden, sie ist die muslimische Hochburg.» Auf den ersten Bildern sah man hohe Mauern aus Holz oder Stein, dann aber offene Türen und Häuser mit überaus gastfreundlichen Menschen. «Sie freuen sich, wenn Touristen kommen.» Er erzählte von den traditionellen Kaffee-Ritualen. Das Kaffeekochen dauert 40 bis 50 Minuten und es wird dreimal eingeschenkt. Die jungen Mädchen eiferten diese Aufgaben zu übernehmen.

Natürlich dürfte auch ein Blick auf die Geschichte von Äthiopien nicht fehlen, erwähnte Eggenberger. Verschiedene Dynastien und Schlachten hat er erwähnt. Kaiser Haile Selassie sei wohl noch bei manchen der älteren Zuhörer ein Begriff sowie der Bürgerkrieg von 1999. Seither sei die Tigrinische Partei an der Macht und die Wahlen von 2005 hätten keine Fortschritte bezüglich Demokratie gebracht. Dann aber berichtete der Referent, dass Äthiopien mit seinem angenehmen Klima, den wunderschönen Bergwelten sowie der archaischen, christlichen Hochkultur eigentlich einen Spitzenplatz unter den Reisedestinationen einnehmen müsste. «Kriege und zahlreiche Natur- und Dürrekatastrophen haben das Image einer Elendsregion geprägt.» Vieles hätte sich nun geändert und auch die touristische Infrastruktur habe bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Vor allem auch, dass die Religionen in diesem Land friedliche zusammenlebten, sei überaus positiv.

In einem zweiten Teil, neben Kaffee und traditionellen Beilagen, dargeboten von zwei äthiopischen Frauen, gab es Infos zum Projekt «ilanga». Annemarie Geurts zeigte auf, was alles bewirkt werden kann durch die Unterstützung des Vereins unter dem Motto «Hilfe zur Selbstentwicklung». Es gelte vor allem die Frauen mit Kindern zu unterstützen, damit sie selber ihre Lebensgrundlage nachhaltig verbessern könnten. Auch sie zeigte Bilder von ihren Reisen nach Äthiopien.

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