Kinderbetreuung: Pilotprojekt startet nach den Sommerferien

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Der Schüler-Mittagstisch der Gemeinde Oftringen wird nach den Sommerferien mit Tagesstrukturen ergänzt. Bild: amu/archiv

Eine grosse Wahl hatten die Stimmberechtigten in Oftringen am Donnerstagabend nicht: Das im Juni 2016 im Kanton Aargau angenommene Kinderbetreuungsgesetz verlangt von den Gemeinden, ab dem neuen Schuljahr Tagesstrukturen für Primarschulkinder anzubieten. Entsprechend unbestritten war die Genehmigung des vom Gemeinderat vorgestellten Pilotprojekts, das Mittagsbetreuung sowie Betreuung am frühen sowie am späten Nachmittag vorsieht.

Antrag, Beitrag für die Mittagsbetreuung zu reduzieren

Die SP Oftringen störte sich an den Kosten für das Modul über Mittag. Dieses dauert von 11.45 Uhr bis 13.30 Uhr und kostet inklusive Mittagessen 25 Franken. «Wir stellen den Antrag, dass für die Mittagsbetreuung der Kostenansatz vom aktuell laufenden Mittagstisch weiterverwendet wird, nämlich 15 Franken 50», forderte Heidi Kilchenmann namens der SP Oftringen. Für Familien mit zwei oder mehr Kindern seien 25 Franken pro Kind ein zu grosser Brocken, warnte sie. Gemeindeammann Hanspeter Schläfli hielt entgegen, dass diese 25 Franken nicht eine Schätzung seien, sondern die Berechnung der ausgewiesenen Vollkosten. Martin Bhend als Sprecher der FDP Oftringen wollte wissen, wie viel die umliegenden Gemeinden für die Mittagsbetreuung inklusive Mittagessen verlangten. Da die nötigen Unterlagen nicht vor Ort waren, konnte der Gemeinderat diese Frage nicht beantworten. Vizeammann Markus Steiner wies allerdings darauf hin, dass es schwierig sei, die verschiedenen Mittagstische miteinander zu vergleichen. Er erinnerte, dass Familien bis zu einem Nettoeinkommen von 90 000 Franken von einer abgestuften Preisreduktion für die Tagesstrukturen profitieren könnten. Der Antrag der SP, die Mittagsbetreuung günstiger anzubieten, wurde mit 84 zu 56 Stimmen abgelehnt.

20 Plätze in Tagesstruktur

Martin Bhend erklärte namens der FDP, dass die Partei das Traktandum unterstütze. «Wir müssen dem Gesetz entsprechen und das vorgestellte Pilotprojekt umfasst ein realistisches Konzept.» Gleichzeitig forderte er, dass das Pilotprojekt in Zukunft eng begleitet und jährlich Rechenschaft abgelegt werde. «Wenn die Nachfrage nicht gross genug ist, fordern wir, das Pilotprojekt noch vor Ablauf der drei Jahre zu beenden», so Bhend. Damit bezieht er sich auf die Tatsache, dass der seit zwei Jahren bestehende Mittagstisch im Schulhaus Sonnmatt nur spärlich genutzt wird. Das Interesse am Mittagstisch sei unter anderem so klein, weil die anschliessenden Betreuungsstrukturen bisher nicht existiert hätten, erklärte Steiner. Da diese nun angeboten werden, wird neu von einem Bedarf von 40 bis 45 Plätzen in Oftringen ausgegangen. Damit könnten in der Woche rund 140 Kinder betreut werden. Im Pilotprojekt werden im Schulhaus Sonnmatt – am Standort des bisherigen Mittagstisches – 20 Plätze angeboten. Damit könnten in der Woche rund 60 Kinder betreut werden. Ist der Bedarf höher, kann auch ein weiterer Standort im Oberfeld eröffnet werden. Die Schlussabstimmung zur schulergänzenden Tagesbetreuung wurde mit grosser Mehrheit zu drei Gegenstimmen angenommen.

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