Trotz Petition verschwindet die Post in Schötz

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Als Mitglied des Seniorenrats hat sich Werner Wandeler für den Verbleib der alten Poststelle engagiert. Auf der Baustelle entsteht der Platz für eine Postagentur. h.b.

Gross war die Enttäuschung – vor allem bei den Mitgliedern des Seniorenrates. Grund: die Schliessung der Poststelle in Schötz. «Wir haben uns stark ins Zeug gelegt», sagt Präsident Werner Wandeler. Innert weniger Tage hätten er und andere Mitglieder 2395 Unterschriften für die Petition «Unsere Post muss bleiben» gesammelt. Vor allem sei anlässlich der Infoveranstaltung die bestens funktionierende Poststelle immer schlechtgeredet worden, sagt er vor Ort in Schötz. «Wir sind ein Zentrum mit all den kleineren Gemeinden um uns herum und eine eigene Poststelle hätte Sinn gemacht.» Auch dort gebe es keine Poststellen mehr und für die ältere Bevölkerung stelle dies ein Problem dar, führt Wandeler weiter aus. Die nächste Poststelle befindet sich in Nebikon. Die Entscheidung ist nun gefallen, die Petition hatte keinen Erfolg: Die Poststelle in Schötz muss auf Anfang 2019 ihre Türen schliessen. Eine Niederlage für Wandeler, er ist enttäuscht.

Nun entsteht an der Ohmstalerstrasse ein Neubau, wo auch die neue Postagentur ihren Platz finden soll. Im Moment wird auf der grossen Baustelle eifrig gebaut. Der Neubau bietet künftig unter dem Namen «Wechslertreff» verschiedene Einkaufsmöglichkeiten. Im Erdgeschoss wird Inhaber Markus Wechsler seinen Metzgereiladen auf 400 Quadratmetern einrichten. Während 70 Stunden pro Woche soll der Kundschaft ein breites Angebot an Fleisch, Brot und Lebensmitteln für den täglichen Gebrauch zur Verfügung stehen. Auch Käse, Wein und verschiedene regionale Produkte werden nicht fehlen. Zusätzlich ein Detailhandelsgeschäft und ein Café.

Der Postschalter ist neben der Kasse im Metzgereiladen geplant. Markus Flückiger, Kommunikator der Post, ist zuversichtlich. «An der Post-Theke werden die Mitarbeitenden von uns in der ersten Zeit unterstützt und ausgebildet, um auch die Postkundschaft bedienen zu können.» Die Kunden könnten nach wie vor mit dem «gelben Büchlein» Einzahlungen tätigen, aber auch mit den Bankkarten Zahlungen machen. Briefmarken könnten gekauft werden und Pakete entgegengenommen sowie eingeschriebene Briefe ausgehändigt werden. «Wir sind zuversichtlich, dass nach einer gewissen Gewöhnungszeit auch die Kunden in Schötz und Umgebung sich mit der neuen Post-Agentur anfreunden können», sagt Markus Flückiger. Wenn alles nach Plan laufe, sollten die Bauarbeiten gegen Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

Die Gemeinden Reiden, Dagmersellen und Nebikon verfügen noch über eine offizielle Poststelle. Die Gewerkschaft syndicom stuft sie aber alle als gefährdet ein. Die Poststellen sind bis zum Jahr 2020 gesichert. Danach überprüfe die Post die Schliessung, heisst es auf der Website von syndicom. Die «Gefährdungskarte» von syndicom stützt sich unter anderem auf Beurteilungskriterien der Post.

Sogenannte Postagenturen gibt es in Altishofen, Pfaffnau und Langnau bei Reiden. In Altishofen ist die Postagentur in eine Bäckerei integriert, in Pfaffnau in einen Lebensmittelladen und in Langnau in eine Metzgerei.

In Wikon, Uffikon, Buchs, Ebersecken und Richen-thal gilt Hausservice. Kundinnen und Kunden können die gängigsten Postgeschäfte direkt beim Postboten erledigen

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