Kanti Zofingen zu Besuch bei Physik-Nobelpreisträger William Phillips

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Erhielten Einblick in die Superlative der Forschung: Physik-Schüler der Kantonsschule Zofingen durften an der Uni Zürich Nobelpreisträger Dr. William Phillips besuchen. Ein Erinnerungsfoto durfte natürlich nicht fehlen. ZVG

Die Fachschaft Physik der Kantonsschule Zofingen, bestehend aus den zwei Physiklehrern Michael Franck und Markus Ninck, besuchte mit 24 physikinteressierten Schülern den Vortrag «Time, Einstein and the Coolest Stuff in the Universe» des Nobelpreisgewinners Dr. William Phillips. Dieser fand im Rahmen des vom Fachverein Physik der Universität Zürich organisierten Anlasses «Albert Einstein Ehrengast» statt. Dabei wird alle zwei Jahre ein bekannter Physiker eingeladen, um einige Tage in Zürich zu verweilen und den Studierenden und Interessierten sein Wissen weiterzugeben und mit ihnen in Kontakt zu sein.

Auch für Nicht-Physiker interessant
Der Vortrag wurde von Dr. William Phillips auf eine lustige und interessante Art gehalten und war auch für Nicht-Physikstudenten gut zu verstehen. Durch viele actionreiche Experimente mit flüssigem Stickstoff wurde der trockene aber gleichwohl interessante Theorieteil immer wieder unterbrochen und führte zu zahlreichen Lachern im Publikum. Im Theorieteil ging es um die Fragestellung, wie mit Atomuhren in Zukunft noch eine genauere Zeitmessung ermöglicht werden kann, und um die Grenzen derselben. Im Moment ist mit modernen Atomuhren eine Zeitmessung mit einer Abweichung von einer Sekunde in 300 Millionen Jahren möglich. Jedoch könnte diese theoretisch noch erheblich verbessert werden, bis zu etwa einer Sekunde Abweichung im Alter des gesamten Universums. Dafür braucht man aber verschiedene Tricks. Einer davon ist, die Atome, die verwendet werden, zum «Coolest Stuff in the Universe» zu machen, indem man ihre atomare Bewegung abbremst. Phillips erforschte eine Methode dazu, «Laser cooling» genannt. Dafür erhielt er zusammen mit Steven Chu und Claude Cohen-Tannoudji 1997 den Nobelpreis.

Man könnte sich ja jetzt fragen, weshalb solch extreme Genauigkeiten von Uhren vonnöten sind. Ein Grund ist, dass Atomuhren im Global Positioning System (GPS) unerlässlich sind und genauere Uhren in Zukunft auch zur genaueren Standortbestimmung beitragen könnten. Andererseits gehört es zur Grundlagenforschung, dass bestimmte Sachen zwar im Moment überflüssig erscheinen, aber später unabdingbar sind. Dies hat Phillips auch mehrmals betont.

Privilegierte Zofinger Schüler
Durch die Fachschaft Physik wurde Schülern der Kantonsschule Zofingen die einmalige Erfahrung ermöglicht, eine Veranstaltung eines Nobelpreisträgers zu besuchen. Dies war ein grosses Privileg, da aus Platzgründen im Vorlesungssaal nur wenige Schulen diese Gelegenheit nutzen konnten. Der Saal war randvoll mit anderen jüngeren und älteren Menschen, die alle einen Einblick in die Superlative der Forschung haben wollten. Für uns Schülerinnen und Schüler war es toll, dabei zu sein und einen Nobelpreisträger aus nächster Nähe erleben zu können.

Wer weitere interessante Details über den Vortrag von Nobelpreisträger Dr. William Phillips wissen will, kann diesen auf der Website des Fachvereins Physik der Universität Zürich anschauen. Der Vortrag ist in gut verständlicher englischer Sprache gehalten.

Von Andrin Fluri und Reto Thomann, Schüler der Klasse 2a der Kantonsschule Zofingen.

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