Musikgesellschaft Pfaffnau: Auch mit Pathos überzeugt

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Motto «Mörderisch gut»: Die Musikgesellschaft Pfaffnau unter der Leitung von Ivo Distel. Kevin Sieber

Unter dem Motto «Mörderisch Gut» lud die Musikgesellschaft (MG) Pfaffnau zum Jahreskonzert. Mit Blick auf das Programm und die ausgewählten Stücke also durchaus verheissungsvoll. Und die Musikanten der MG Pfaffnau enttäuschten nicht. Das Konzert hielt, was es versprach: Stücke aus diversen bekannten Krimiserien. Eine durchs Band weg erfrischende musikalische Darbietung unter der Leitung von Ivo Distel, der es durch sein klares und präzises Dirigat zu jedem Zeitpunkt verstand, seine Musikanten auf stets hohem Niveau durchs knapp zweistündige Programm zu führen. Um dem Motto des Jahreskonzertes gerecht zu werden, versuchte die MG Pfaffnau auch immer wieder durch akustische Einspieler à la Philip Maloney den inszenierten Kriminalfall aufzuklären.

Mit einem zackig vorgetragenen und in festlichem Rahmen daherkommenden «Marsch der Grenadiere» eröffneten die Musikanten den Konzertabend. Es ist auch jener Marsch, den die MG Pfaffnau am Kantonalen Musiktag von Anfang Juni in Eschenbach auf der Paradestrecke zum Besten geben wird. Mit «Concertpiece for Cornet» konnte Solist und Präsident Pascal Erni sein zweifellos grosses Potenzial präsentieren. Das Stück mit viel Drive und Präzision von der Band begleitet, forderte von Erni technische Höchstleistungen, die er abwechselnd mit den ruhigeren, gefühlvollen Passagen mit Bravour meisterte. Mit «Flight» konnten auch die Perkussionisten Pfaffnaus ihre Stärke zeigen. Denn das rhythmisch geprägte Stück – ausgeschmückt mit einigen überraschenden Spezialeffekten und unerwarteten Klangbildern – verlangte von den Perkussionisten eine präzise Spielweise. Mit viel Pathos rundeten die Musikanten das erste Set vor der Pause ab, denn «James Bond Collection» beinhaltete sämtliche bekannte Melodien der berühmtesten Bond-Filme.

Weltberühmte Stücke

Der zweite Teil des Konzertes war dann gespickt mit weltberühmten Stücken. Eine nicht zu unterschätzende Herausforderung also. Denn die Erwartungshaltung an jene Werke ist erfahrungsgemäss jeweils besonders hoch, da bei jedermann bekannt. «Mission Impossible» sorgte jedoch für einen Auftakt mit viel Drive, ehe mit «Kriminal Tango» die Stimmung – wohl bewusst – wieder etwas abflachte. Der bekannte rhythmische Auftakt verriet es sogleich, als «The Police Academy March» gespielt wurde. Ein Marsch, der sich durch seine melodische Charakteristik auszeichnet und den die Pfaffnauer gekonnt und solide interpretierten. In internationalen musikalischen Gewässern verweilten die Musikanten mit «Hawaii Five-O» noch, ehe Adeles Welthit «Skyfall» das Konzert abrundete. Zum Schluss also nochmals mit viel Drama, purer Leidenschaft und ganz viel Gänsehautmomente, welches die Besucher mit der verlangten Zugabe und «The Pink Panther» goutierten.

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