Schulhausneubau: ig-reiden weiterhin in der Opposition

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Im Moment wird in einem Provisorium neben dem Pestalozzi-Schulhaus unterrichtet (Archivbild André Widmer)

Das Schulhaus der Gemeinde Reiden soll bekanntlich vier- statt drei- oder fünfgeschossig werden, mit deutlich weniger Klassenzimmern ausgestattet sein sowie teilunterkellert werden und 7,8 statt fast zehn Millionen Franken kosten: So sehen es die neusten Pläne der Gemeinde Reiden vor. Über das Projekt Schulhaus Reiden Mitte und den Kredit wird am 10. Juni an der Abstimmungsurne entschieden (wir berichteten am 29. März). Auch das redimensionierte Projekt wird von der ig-reiden, die sich schon bei der ersten Vorlage im Jahre 2015 dagegen gestemmt hat, abgelehnt. «So erfreulich diese Kehrtwende aus unserer Sicht ist, so sehr bedauern wir, dass der Gemeinderat weiterhin versucht, die offensichtliche Fehlplanung seiner Vorgänger zurechtzubiegen, statt einen Neuanfang mit einem angemesseneren Konzept zu wagen», erklärt die Interessengemeinschaft für eine überparteiliche Gemeindepolitik.

Die ig-reiden weist darauf hin, dass mit dem Schulgebäude FAKT von Zinsli Architekten AG (Dagmersellen) «ein direkt einsetzbarer Bauplan vorliegt». Dieser würde den Bedürfnissen der Gemeinde Reiden – so die IG – «in fast idealer Weise» entsprechen. Der in Langnau wohnhafte Reider Stimmbürger und Architekt Luzius Zinsli hatte bereits im März eine kostengünstigere Variante mit Kosten inklusive Mobiliar in der Höhe von 2,9 Millionen Franken zur Diskussion gestellt. Er schlug lediglich acht Schulzimmer vor sowie einen Standort beim Pestalozzischulhaus.

Prognostizierte Schülerzahlen
Für die ig-reiden sind die prognostizierten Schülerzahlen offenbar ein Problem. Sie argumentiert, dass man lediglich von der Anzahl bereits geborener Kinder als verlässliche Planungsgrösse ausgehen kann. «Die igreiden begrüsst es, dass die Schulbehörde den Mut fand, von zu lange vertretenen, realitätsfremden Positionen abzurücken, was auf einen gangbaren Kompromiss hoffen liess. Wir bedauern, dass sie sich nicht zu einem echten Neustart durchringen konnte, obwohl dafür eine pfannenfertige Lösung vorliegen würde. Leider können wir auch das redimensionierte Projekt ‹Reiden Mitte› nicht unterstützen. Es beruht weiterhin auf übertriebenen Annahmen und einer unbescheidenen Konzeption.» 

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Gemeinde Reiden ohne Finanzen

Wyrsch
schrieb am 21.04.2018 08:32
In der Gemeinde Reiden wir weiterhin mit der grossen Kelle angerührt. Ein Schulgebäude für 8 Millionen eine Badi für 10 Millionen. Beides überrissene Projekte welche die Finanzen der Gemeine nicht verkraften ohne eine Steuererhöhung in betracht zu ziehen. Als ehemaliger Unternehmer konnte ich mir nur leisten, was ich auch bezahlen konnte, und dies ist auch in einer Gemeinde so. Also, Schuster bleib bei deinen Leisten und erstelle nur das was du auch bezahlen kannst.
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