100 Tage im Amt: «Die Arbeit macht grossen Spass»

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Sie sind im letzten Herbst in Ihr Heimatdorf Brittnau zurückgekehrt. Wie gut haben Sie sich seit Ihrem Umzug hier eingelebt?

Hanna Kunz: Sehr gut. Die Bevölkerung hat mich gut aufgenommen. Ich habe ausschliesslich positive Echos erhalten. In der Zwischenzeit habe ich hier viele neue Bekanntschaften geschlossen oder Brittnauer wiedergetroffen, die ich noch aus meiner Jugendzeit kannte. Das war richtig toll.

Und wie gut haben Sie sich in Ihrem Amt eingelebt? Sie haben vorher ja noch kein politisches Amt ausgeübt.

Die Arbeit macht mir grossen Spass und ich bin sehr motiviert. Zuerst kam jedoch eine Flut an Informationen auf mich zu (lacht). Ich musste mich gründlich vorbereiten und in die laufenden Geschäfte einarbeiten. Zudem musste ich mich in die Geschäfte der Kommissionen einlesen, in denen ich tätig bin – also Forst, Landwirtschaft und Abfall. Bei der Einarbeitung konnte ich auf die Unterstützung von Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung zurückgreifen, die über grosse Fachkompetenzen verfügen. Motiviert hat mich auch das positive Feedback aus der Bevölkerung.

Was mögen Sie an Ihrer Arbeit besonders?

Gemeindeammann ist ein Generalisten-Job. Man beschäftigt sich dabei mit vielen unterschiedlichen Themen; das gefällt mir sehr. Es macht mir Freude, den Kontakt mit den Brittnauern zu pflegen. Ich gehe gern unter Leute, so spüre ich den Puls der Bevölkerung. Spannend sind zudem die Treffen mit den Gemeindeammännern aus dem Bezirk Zofingen, die einmal pro Monat zum Erfahrungsaustausch zusammenkommen. Das gibt mir die Möglichkeit, politische Kontakte im Bezirk zu knüpfen und zu pflegen. Zwischen den Terminen finde ich Zeit, ab und zu einige Stunden daheim im Garten zu arbeiten – das ist mir viel wert.

Welche grossen Themen beschäftigen Sie aktuell?

Da ich unter anderem für das Ressort Umwelt und Entsorgung zuständig bin, habe ich momentan viel mit der Multisammelstelle Feld zu tun. Brittnau betreibt dort eine Kompostieranlage, wo die Brittnauer gratis ihren Grünabfall entsorgen können. Die Anlage hätte geschlossen und durch eine wöchentliche Grünabfuhr ersetzt werden sollen. Der Antrag wurde an der letzten Gmeind jedoch knapp abgelehnt. Das Problem ist: Es gibt viele Auswärtige, die ihr Grüngut dort gratis entsorgen. Jetzt bin ich damit beschäftigt, Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Zusammen mit der Kommission habe ich bereits mit einigen Landwirten und Gartenbauern diskutiert und nach möglichen Lösungen gesucht. Ein zweites Thema ist der Forst. Wir haben vom Kanton die Auflage, einen neuen Betriebsplan für die nächsten 15 bis 20 Jahre zu erstellen. Da arbeiten wir eng mit unserem zuständigen Förster und einem externen Ingenieurbüro zusammen.

Sie hatten sicher auch viel mit den Sturmschäden vom Januar zu tun.

Ja, Brittnau hat es sehr stark getroffen. Am 2. Januar hatten wir nahe des Waldes, in der Fröschengülle, noch unseren Neujahrsapéro. Einen Tag später kam der Sturm Burglind und fällte über 8500 Kubikmeter Holz. Das Besichtigen der Schäden war eine meiner ersten Amtshandlungen. Es tut weh, so gravierende Schäden zu sehen. Die Forstmitarbeiter sind immer noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Welche Geschäfte stehen künftig an?

Strategisch möchten wir bis zum Sommer die Legislaturziele definieren. Operativ hat sicher die Integration der Strengelbacher Oberstufe in unsere Schule Priorität. Die Schüler kommen im Herbst; bis dahin gibt es noch verschiedene Vorbereitungen. Intern werden wir die Aufbau- und Ablauforganisation in der Verwaltung erarbeiten, zudem steht die Personalplanung im Bau- und Forstamt an. In den nächsten Jahren werden fünf von sechs Mitarbeitern pensioniert.

Zusammen mit Ihnen haben am 1. Januar auch die Gemeinderäte Christoph Tschupp, Deniz Yeker und Armin Schenk ihr Amt neu angetreten. Kurt Iseli ist seit der Ersatzwahl vom 8. April dabei. Wie funktioniert die Zusammenarbeit im Gemeinderat?

Wir haben einen guten Teamgeist. Zuerst mussten wir uns finden und einander kennenlernen. Es gibt natürlich verschiedene Meinungen – was auch sein soll – doch wir können gut miteinander reden, diskutieren und gemeinsame Entscheidungen treffen. Es sind alle sehr motiviert und engagieren sich zum Wohle der Gemeinde.

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