Generalversammlung Spitex Wiggertal: «Spitex befindet sich im Wandel»

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Kevin Ziswlier (links) und Thomas Freiburghaus referierten an der GV. Mitte: Heidi Achermann, Geschäftsleitung Spitex und Marianne Schärli, Präsidentin. (Bild: Heidi Bono)

Interessante Informationen zum Thema «Gesundheit und Fitness im Alter» gab es im ersten Teil der Generalversammlung der Spitex Wiggertal von Kevin Ziswiler, Fitnesstrainer und Ernährungsberater, sowie Thomas Freiburghaus, medizinischer Masseur und Heilpraktiker. Sie präsentieren abwechslungsweise verschiedene Schwerpunkte der Auswirkungen eines differenzierten Krafttrainings auch bei älteren Menschen. «Der Aufbau einer gut ausgebildeten Muskelmasse ist auch eine gute Vorbeugung bezüglich Verletzungen.» Herz-Kreislauf profitierten und die Schlafqualität verbessere sich merklich, wenn man sich fit halte. «Kraft kann man in jedem Alter trainieren und vor allem: Wer rastet, der rostet», wurde mit einem schalkhaften Augenzwinkern erwähnt.

Zum Einstieg in den geschäftlichen Teil wurde festgehalten, dass 70 stimmberechtigte Mitglieder anwesend sind. Präsidentin Marianne Schärli skizzierte im Jahresbericht einzelne Schwerpunkte aus dem Vereinsjahr. «Einer der Vorstandsschwerpunkte war die Überarbeitung des Kommunikationskonzeptes, vor allem auch die Öffentlichkeitsarbeit mit Vorträgen», war weiter zu vernehmen. «Mit dem Jahresthema richteten wir den Fokus auf die Demenz.» Hier wurde vor allem darauf Wert gelegt, dass die Bevölkerung für Demenz sensibilisiert wurde, um Vorurteile abzubauen und die Menschen in die Gesellschaft integriert würden. Vor allem die Pflege- und Betreuungspersonen würden geschult. «Die Spitex spielt eine zentrale Rolle in der Früherkennung von Demenz und kann die pflegenden Angehörigen entlasten.» Ebenfalls einen ausführlichen Jahresbericht präsentierte Geschäftsführerin Heidi Achermann. «Die Spitex befindet sich im Wandel und die Turbulenzen in Nachbargemeinden haben auch bei uns einiges ausgelöst.» Der Umgang mit Gesundheit und Hochaltrigkeit gehe alle an, aber nicht alles, was wünschbar sei, werde in Zukunft finanzier- und machbar sein. «Wir müssen uns mit Themen wie Alterssuizid und aktiver Sterbehilfe und unseren Werten auseinandersetzen», sagte sie. «Dies vor allem in einer Welt, die immer komplexer wird und viele Menschen überfordert.» Sie lobte, dass immer wieder motiviertes und gut ausgebildetes Fachpersonal gefunden werde und wies auch auf die Lernenden hin, die sich mit viel Freude und Energie für die Kundinnen und Kunden einsetzten. Besonders am Herzen liege ihr, eine gute und bezahlbare Betreuung für ältere Menschen sicherzustellen, erwähnte Heidi Achermann.

Mehr Pflegestunden
Einen detaillierten Einblick in die Jahresrechnung präsentierte Daniel Bugnon. Er wies aber, nach der Genehmigung und dem Revisorenbericht, darauf hin: «Wenn viele Einsätze geleistet werden, sind die Einkünfte hoch, aber die Löhne müssen bezahlt werden.» Die Spitex müsse keinen Gewinn ausweisen und vor allem seien die Gemeinden für den Ausgleich der Defizite zuständig. Der Nettumsatz betrug rund 2,6 (2016: 2,3) Millionen Franken. In der Krankenpflege wurden markant mehr Einsatzstunden geleistet: Diese Zahl stieg von 14 769 im Jahre 2016 auf 16 123 Stunden im 2017. In der Hauswirtschaft und Betreuung wurden hingegen 5059 (5128) Einsatzstunden gezählt. Die Spitex Wiggertal zählte 50 Mitarbeiter (26 Vollzeitstellen und sechs Ehrenamtliche). Der Vorstand wurde wiedergewählt und auch die Mitgliederbeiträge wurden abgesegnet. Für ihren Einsatz mit 25 Jahren im Dienste der Spitex wurde Annarös Hodel speziell geehrt. In ihrem Ausblick wies Geschäftsleiterin Heidi Achermann auf das aktuelle Jahresthema «Diabetes mellitus» hin.

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