«Es wird sicher ein Millionenbetrag sein»: Sportpark Olten AG will für den EHCO investieren

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Stadion Kleinholz Olten (Archivbild Bruno Kissling)

Nach der sportlich erfreulichen Saison 2017/18 mit dem Playoff-Finaleinzug des EHC Olten geht der Wettkampf für den Eishockeyclub auf dem politischen Parkett weiter. Verwaltungsratspräsident Marc Thommen machte vor kurzem in einem Interview gegenüber dieser Zeitung deutlich, dass er «ein klares Bekenntnis der Stadt Olten» brauche, und er bringt die Idee ein, dass der Klub keine Stadionmiete mehr zahlen könnte (siehe in der Box). Zudem zählte er auf, welche Sanierungsmassnahmen demnächst anstehen würden.

Thommen: «Es bringt nichts, wenn die Stadtverantwortlichen im EHCO-Schal an einem Spiel sind und ‹Hopp Oute› rufen, aber kein Bekenntnis zum Klub abgeben.» Falls dieses ausbleibt, kann sich der Verwaltungsratspräsident auch vorstellen, dass der Eishockeyclub nicht mehr in der Stadt spielt. «Der EHC Olten muss nicht zwingend in Olten spielen, da denkt man auch an Egerkingen, das gut gelegen ist.»

Braucht es ein neues Bekenntnis?
Diese Spitze gegen die Stadtoberen kommt bei diesen nicht unbedingt gut an. Oltens Stadtpräsident Martin Wey besitzt eine Saisonkarte und ist regelmässig im Eisstadion Kleinholz anzutreffen. «Es ist ja nicht so, dass wir uns bisher nicht zum Eishockeyclub bekannt hätten», sagt Wey und zählt auf, welche Gelder Richtung Kleinholz fliessen.

Neben dem jährlichen Betriebsbeitrag in Höhe von 390'000 Franken an die Besitzerin des Stadions, der 90-prozentigen städtischen Tochtergesellschaft Sportpark Olten AG, und Subventionen von 310'000 Franken an die Eissportvereine, hat die Stadt bei der Stadionerneuerung auch einen vom Volk abgesegneten Investitionsbeitrag von 12,1 Millionen Franken bezahlt.

Laut Stadtpräsident Wey sei man miteinander nicht auf einem «schlechten Weg». Nun müsse die Stadt aber bald einmal wissen, welche Investitionen nötig seien und was diese kosteten. «So könnten wir unser Bekenntnis erneuern.» Bisher liegt dem Stadtrat nämlich kein konkreter Antrag der Sportpark Olten AG auf dem Tisch.

«Ob dann auch alle Wünsche des Klubs erfüllt werden können, hängt nicht nur vom Stadtrat, sondern auch vom Parlament oder einer allfälligen Volksabstimmung ab», betont Wey. Die Stadt hätte aber «ein riesiges Interesse» daran, dass der EHC Olten als Hauptmieter weiterhin im Stadion Kleinholz spiele. «Der Klub trägt den Namen der Stadt positiv nach aussen.»

Heinz Eng, Präsident der Sportpark Olten AG, will die Worte des EHCO-Präsidenten nicht zu hoch hängen. «Die Aussage mit dem Wegzug lässt mich kalt.» Eng interpretiert dies nicht als Drohung, sondern als Massnahme, um den Ernst der Lage aufzuzeigen. «Wenn wir jetzt nicht weiter ins Stadion investieren, haben wir in zehn Jahren eine Bauruine», sagt der ehemalige EHCO-Spieler, der für die FDP im Gemeindeparlament sitzt.

Dafür soll investiert werden
Derzeit ist Geschäftsführer Victor Müller der Sportpark Olten AG daran, die Kosten für den Antrag, der diesen Herbst an den Stadtrat und ans Gemeindeparlament gelangen soll, zusammenzustellen. Nach der Stadionerneuerung in den Jahren 2013 und 2014 steht noch einiges an:

  • Die Zentrale, welche die Kälte für die Eisproduktion liefert, muss erneuert werden.
  • Ein Mehrzweckfahrzeug soll für Reinigung, Schneeräumung und Transport angeschafft werden.
  • Nach dem Beschluss des Eishockey-Dachverbandes Swiss Ice Hockey Federation braucht es flexible Banden, welche bei Checks nachgeben und so zu weniger Verletzungen bei Spielern führen sollen.
  • Ein Teil der Sitzplatztribüne und des Bodenbelags im Stadion muss erneuert werden.
  • Die Beleuchtung im Stadion soll für die TV-Übertragung den Verbands-Vorgaben der höchsten National League genügen und entsprechend verbessert werden.
  • Die Curlinghalle, welche der Klub bisher fürs Training und als Lagerbereich genutzt hat, ist stark sanierungsbedürftig: Hier möchte die Sportpark Olten AG zusätzliche Garderoben schaffen sowie Buvetten, einen Aufenthaltsraum oder Kassen und WC-Anlagen einbauen.

Was das alles kosten wird, ist noch nicht genau bekannt. «Es wird sicher ein Millionenbetrag sein», sagt Geschäftsführer Müller. Dem Vernehmen nach geht es um eine Zahl von rund drei Millionen Franken. Nichts mehr zu den Kosten beitragen kann die Sportpark Olten AG selbst: Die Gesellschaft hat noch Kredite von knapp fünf Millionen Franken offen.

Zudem soll die Stadt künftig einen höheren Betriebs- und Subventionsbeitrag leisten als die bisher 700'000 Franken. Wie viel höher dieser sein soll, will Müller nicht verraten. Er begründet die geplante Erhöhung folgendermassen: «Es ergibt keinen Sinn, Millionen für eine Stadionerneuerung auszugeben und dann nicht die nötigen Mittel für den Werterhalt der Anlage und für den Anlagenbetrieb zu gewähren.» Zudem hätte man vor der Inbetriebnahme des erneuerten Stadions auf die Saison 2014/15 hin keine Referenzzahlen gehabt.

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