Wohin soll die Reise für die Gemeinde Wikon gehen?

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An Pinnwänden wurden die Resultate der Gruppen präsentiert. Dann konnten die Teilnehmenden ihre persönlichen Prioritäten festlegen. (Bild: Rosmarie Brunner)

Was sind die Stärken von Wikon? Und was seine Schwächen? Mit diesen Fragen hatten sich die gut 30 teilnehmenden Wikonerinnen und Wikoner am Donnerstagabend als erstes auseinanderzusetzen. Zum Workshop «Wikon heute und morgen – ein gemeinsamer Blick in die Zukunft» in der Turnhalle hatte der Gemeinderat geladen. Ziel des Abends war, Grundlagen für das neue Siedlungsleitbild zu erarbeiten, welches für die Ortsplanung wegweisend sein wird. Diese muss aufgrund des kantonalen Richtplans von 2015 und des neuen Planungs- und Baugesetzes revidiert werden.

Zentrale Punkte an diesem Abend waren drei Themen, insbesondere in Bezug auf die räumliche Entwicklung: Wo steht Wikon heute? Wo soll die Entwicklung hingehen? Und was wären mögliche optimale Zukunftsaussichten, ja gar Utopien für die Gemeinde? In wechselnder Zusammensetzung erarbeiteten fünf Gruppen, die jeweils von einem Mitglied der Siedlungsleitbild-Kommission geleitet wurden, verschiedene Vorschläge. «Jede Meinung ist wichtig, bringen Sie sich ein, seien sie offen und ehrlich!», sagte Lukas Huber vom Büro Kost + Partner in Sursee, der zusammen mit Lisa Mühlebach den Abend vorbereitet hatte und leitete. Nach kurzen Inputreferaten zum Ablauf und zu den Planungsgrundlagen starteten die Gruppen, um anschliessend ihre Resultate vorzustellen. Es zeigte sich eine grosse Übereinstimmung in Bezug auf Wikons Stärken: Die zentrale Lage, eine familiäre, gut geführte Schule, der ländliche Charakter mit viel Naherholungsraum wurden als positive Punkte genannt. Einigkeit herrschte anderseits auch darüber, dass Wikon ein Dorfzentrum fehle, welches nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit, sondern auch eine Begegnungszone beinhalten sollte. Ausserdem seien die öV-Verbindungen verbesserungswürdig.

Chance für das Ortsbild

«Die Siedlungsentwicklung nach innen ist schweizweit ein Schwerpunkt», sagte Lisa Mühlebach einleitend zum zweiten Themenblock. Diese Vorgabe habe nicht nur Nachteile, sondern sei auch eine Chance fürs Ortsbild, für die Schaffung von mehr Wohnraum und den Erhalt der Landwirtschaft. Die Gruppen präsentierten hier Resultate mit unterschiedlichen Gewichtungen der Ortsteile. Doch auch hier konnte ein gemeinsamer Tenor festgestellt werden: Bestehende Lücken sollten besser genutzt, Land – wenn überhaupt – nur entlang und vorwiegend östlich der Hauptstrasse eingezont werden.

Beim dritten Schwerpunkt, den Visionen für das Dorf, wurden einige kreative Ideen präsentiert; insbesondere die Marienburg regte als markantes Restaurant inklusive Luft- oder Standseilbahn, exklusive Wohnadresse oder Spezialklinik zu aussergewöhnlichen Vorschlägen an, denn Utopien waren hier ausdrücklich erlaubt. Was sich die Workshop-Teilnehmenden für Wikon im Jahr 2040 wünschen, hielt Lisa Mühlebach schliesslich auf einer Liste fest: Der ländliche Charakter soll erhalten, Wikon ein Dorf mit viel Grün bleiben. Ein Dorfzentrum müsste bis dann bestehen, die Durchmischung von Jung und Alt, von Gewerbe und Arbeit umgesetzt sein. Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung, eine gute Anbindung an den ÖV, um für junge und alte Bewohner attraktiv zu bleiben, komplettierten die Wunschliste – und natürlich die Senkung des aktuell hohen Steuerfusses.

Höchste Priorität

«Auf Basis der heutigen Resultate wird das neue Siedlungsleitbild erarbeitet», sagte Gemeindepräsident René Wiederkehr am Schluss des Abends zum weiteren Vorgehen. Läuft alles nach Plan, wird die Bevölkerung im September Stellung zum Leitbild nehmen können, an der Gemeindeversammlung im November soll es präsentiert werden. Anschliessend erfolgt die Revision der Ortsplanung. «Das neue Siedlungsleitbild ist für den Gemeinderat verbindlich», sagte Wiederkehr. Denn die letztes Jahr in der neuen Gemeindestrategie festgelegte Vorgabe, die Bevölkerung in die Entwicklung der Gemeinde miteinzubeziehen, habe höchste Priorität.

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