Uerkheims Förster Hansruedi Fischer und seine Gespräche mit den Bäumen

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Förster Hansruedi Fischer (l.) freute sich über den etwas anderen, von Werner Siegrist organisierten Geschenkbaum. Foto: tiz

Ein halbes Jahrhundert hat Hansruedi Fischer im Uerkner Wald verbracht. «Es ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass jemand 50 Jahre lang seiner Arbeit nachgeht. Ich glaube, man kann dies auch kaum genug würdigen», sagte Gemeindeammann Herbert Räbmatter und verabschiedete im Beisein der Gemeinderäte und Gemeindeangestellten Förster Hansruedi Fischer in den Ruhestand. «Hansruedi, du sollst auch mit den Bäumen geredet haben. Anscheinend waren das gute Gespräche, denn wir können zu Recht sagen, dass wir einen richtig schönen Wald haben», so Ammann Räbmatter stolz.

Seit 1968 im Uerkner Wald
Hansruedi Fischer freute sich über das kleine Abschiedsfest und insbesondere über den von Werner Siegrist initiierten Geschenkbaum. «Es war im Herbst 1968, als ich im Uerkner Wald angefangen habe. Und ich muss sagen, es gab schon einige Momente, die man nicht einfach vergessen kann», so Fischer. Er erzählte in der Folge von seinem Einstieg 1968, als er dem damaligen Förster Hermann Schenk beim Aufräumen der Sturmschäden aus dem Jahr 1967 geholfen hatte. In den Jahren 1970 bis 1973 machte Fischer eine Lehre als Forstwart, bis 1987 arbeitete er als ausgebildeter Forstwart. 1988 ging er mit der Försterschule eine neue Herausforderung an. Ab 1992 war Hansruedi Fischer der neue Förster im Uerkner Wald und ab dem Oktober 1996 auch der Förster im Staatswald. Lachend sagte Fischer: «Damals hat sich die Fläche, die ich zu betreuen hatte, auf einen Schlag verdreifacht.»

Als Sturm Lothar ganz Europa heimsuchte, wurde auch Fischer auf eine harte Probe gestellt. Innert kürzester Zeit brach der Holzmarkt zusammen. «Die Preise sanken beinahe ins Bodenlose, und du konntest für die Bewältigung der riesigen Probleme von niemandem Hilfe kriegen, du warst auf dich gestellt.» Doch Hansruedi Fischer verlor in dieser harten Zeit weder die Freude am Wald noch an seiner Arbeit.
Gerne mass sich Hansruedi Fischer mit Berufskollegen an Holzer-Wettbewerben. Schon am ersten Schweizer Wettkampf 1972 in Stetten war er dabei. Mit den Jahren wurde er immer besser. Sich alleine für die Schweizer Meisterschaft zu qualifizieren, war schwierig. Insgesamt vier Mal gelang Hansruedi Fischer dieses Kunststück. 1987 holte er sich den Schweizermeistertitel, und bei allen andern Teilnahmen reichte es für einen Podest- platz. Den letzten kleineren Wettbewerb absolvierte Fischer am vergangenen Samstag in Bad Zurzach. Er holte sich Platz 5 im Gesamtklassement und sogar Platz 1 in der Altersklasse ü60.

Auch wenn ihm im Ruhestand seine Freude am Wald bleibt, hat Hansruedi Fischer nun mehr Zeit für anderes – wie zum Beispiel das Arbeiten am Haus, «aber auch Reisen und Motorradfahren sind die Sachen, die ich mir für meine Pension vorgenommen habe».

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