Die Spitex Region Zofingen AG : Vordemwald als regionale Zentrale

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Nach 27 Jahren geht Spitex-Mitarbeiterin Judith Maurer (Dritte von rechts) mit 66 Jahren in den Ruhestand. An der GV wurde sie von Stützpunktleiterin Michaela Strub (links aussen) und dem Vorstand mit (von links) Margreth Ehrismann, Claudia Lengyel, Adrian Schmitter, Roger Maddalena und Präsidentin Pia Häfliger verabschiedet. EGU

Wie schon andere Spitex-Vereine im Aargau schliessen sich die öffentlichen Spitex-Organisationen Brittnau, Murgenthal, Oftringen, Rothrist, Vordemwald und Zofingen zu einer gemeinnützigen, nicht gewinnorientierten Aktionärsgesellschaft zusammen. «Die Neuorganisation zu einer regionalen Spitex braucht es. Die Anforderungen im Gesundheitsbereich steigen kontinuierlich an und kleine Spitex-Vereine stossen oft an ihre Grenzen», sagte Pia Häfliger, Präsidentin des Vereins Spitex Rothrist an der Generalversammlung. Von der Informatik über die Buchhaltung bis zur Personalführung, all dies musste jede Spitex bislang für sich lösen. «Die Rothrister Spitex ist mit einem jährlichen Umsatz von 1,4 Millionen Franken und 30 Mitarbeitern ein kleines Unternehmen, das auch so geführt werden muss», betonte Pia Häfliger.

Seit fünf Jahren steht sie dem Verein Spitex Rothrist als Präsidentin vor. An der GV, an der von den 96 Anwesenden 79 Mitglieder waren, wurden Pia Häfliger und der restliche Vorstand einstimmig wiedergewählt. Diesem gehören Roger Maddalena (Vizepräsident, Finanzen und Website), Margreth Ehrismann (Personal) und Claudia Lengyel (Qualitätssicherung und Öffentlichkeitsarbeit) an. Adrian Schmitter ist als Vertreter des Gemeinderates dabei.

Gönnerverein noch nicht bereit
Der Übergang vom Verein Spitex Rothrist in die Aktiengesellschaft und die Betriebsaufnahme der regionalisierten Spitex erfolgt am 1. Januar 2019. Doch vor dem Starttermin und darüber hinaus gibt es für Pia Häfliger und ihr Vorstandsteam noch sehr viel Arbeit. So gilt es unter anderem nicht nur für die Rothrister zu klä- ren, wie das Vereinsvermögen überführt werden kann. Denn gemäss Statuten hätte die Gemeinde Rothrist oder ein gleich gelagerter Verein mit Sitz in Rothrist darauf Anspruch. Zwar stehen der Rahmen und die Statuten für den neuen Gönnerverein, dennoch müssen die Feinheiten noch ausgearbeitet werden. So konnten die Rothrister Mitglieder an der GV keinen Entscheid über die Überführung fällen.

«An der nächsten und gleichzeitig letzten GV ist alles bereit», versicherte Adrian Schmitter. Der 58-jährige CEO des Kantonsspitals Baden ist Gemeinderat von Rothrist und in dieser Funktion wirkt er im Vorstand der Spitex Rothrist mit und ist Mitglied der Steuerungsgruppe Koordination Pflegegesetz des Regionalverbands zofingenregio. Letztere setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Exekutiven der Gemeinden zusammen und hat mit den Spitex-Vereinen die Fusion ausgearbeitet. Auftraggeber ist der Kanton, der eine Koordination in der Planung von Pflegeheimen und Spitex-Leistungen verlangt.

Strengelbach entscheidet im Juni
Adrian Schmitter zeigte sich erfreut, dass sich die Oftringer Stimmbürger für das Mitmachen in der neuen Organisation entschieden haben. Denn für das Zusammengehen braucht es auch die Zustimmung der Stimmbürger. Etwas blockiert seien die weiteren Arbeiten, weil es abzuwarten gelte, wie sich die Strengelbacher entscheiden. Zur Erinnerung: An der November-Gmeind 2017 wurde in Strengelbach die Spitex-Fusion abgelehnt und entschieden, dass im Seniorenzentrum Hardmatt eine eigene Spitex-Organisation aufgebaut wird. Ein Referendumskomitee sammelte 474 Unterschriften und brachte das Spitex-Konzept des Seniorenzentrums Hardmatt vor die Urne. Anfang dieses Jahres sagte das Volk deutlich Nein dazu. Der Gemeinderat muss nun an der Gmeind vom 13. Juni einen neuen Vorschlag zur Spitex-Versorgung vorlegen.

Die Spitex Region Zofingen AG
«Spitex Region Zofingen AG ist der definitive Name der neuen regionalen Organisation», informierte Adrian Schmitter über die neue Spitex-Organisation weiter. Auch der Hauptsitz ist beschlossene Sache. Dieser wird in Vordemwald sein. Dort ist ab Mitte Jahr das ehemalige Raiffeisenbank-Gebäude verfügbar. Bis zum 14. Mai laufe die Ausschreibung für den Verwaltungsrat. Über 30 Bewerbungen seien bereits eingegangen. Interessierte, so Schmitter, können ihre Bewerbung bei zofingenregio einreichen. Ebenfalls gefragt seien Interessierte, die sich im Gönnerverein engagieren möchten.

«Das gesamte Personal wird übernommen. Da es eine neue Organisation ist, wird es aber neue Arbeitsverträge geben», erklärte Adrian Schmitter. Dass die Spitex-Stützpunkte weiterhin bestehen bleiben, zeigen aber unter anderem die Investitionen. Der Rothrister Stützpunkt wurde letztes Jahr mit Mobiliar aus einer Auflö- sung und der Flottenpark um ein Fahrzeug aufgestockt. Dank einer Spende verfügen die Mitarbeiter auch über ein E-Bike. Dass eine grosse Nachfrage nach den Spitex-Dienstleistungen besteht, belegen die Zahlen. «Zurzeit betreuen wir täglich zwischen 100 und 110 Klienten in ihren eigenen vier Wänden», gab Pia Häfliger zu bedenken.

Die Einsatzstunden des Spitex-Mitarbeiterteams dürften gemäss Vizepräsident Roger Maddalena in diesem Jahr weiter ansteigen. Im 2017 erbrachte die Spitex Rothrist 16 678 Stunden Krankenpflege (2016: 15 576 Stunden) und 5211 Stunden (4941) für hauswirtschaftliche Leistungen. Beim Mahlzeitendienst ist die Nachfrage um 10 Prozent von 5830 auf 5285 Stunden gesunken. Aus dem Mitarbeiterteam wurde Judith Bauer verabschiedet. Nach 27 Jahren tritt sie im Alter von 66 Jahren in den Ruhestand.

Rothrist hat in der neuen Organisation eine Vorreiterrolle. Nach einer Schulung des Teams und einer Umstellungsphase laufe seit 1. Januar 2018 die neue Personalsoftware reibungslos. «Da die Spitex Region Zofingen AG mit derselben Software arbeiten wird, ist es der erste Schritt in Richtung Professionalisierung und Regionalisierung», sagte Adrian Schmitter.

920

Mitglieder zählt der Verein Spitex Rothrist. An der GV wurde beschlossen, dass der Mitgliederbeitrag bei 40 Franken belassen wird.

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