Premiere der Theatergesellschaft: Eine etwas sonderbare Dame - GALERIE

Ab dem Fall des Vorhangs bis zum tosenden Schlussapplaus überzeugten die Schauspielerinnen und Schauspieler der Theatergesellschaft Reiden in ihrer aktuellen Produktion «Eine etwas sonderbare Dame» vollumfänglich. Durch hervorragende und äusserst authentisch gespielte Rollen zogen sie das Publikum in ihren Bann und verliehen der Handlung die notwendige Ernsthaftigkeit.

Die schwerreiche Millionärswitwe Mireille Sternenberg, gespielt von Alexandra Hönger, wird von ihren drei äusserst gierigen Stiefkindern in eine geschlossene Klinik eingewiesen. Grund für die Einweisung ist der Umstand, dass die Stiefkinder gegen die Gründung einer Stiftung, welche das Ziel verfolgen soll, verrückte Träume und Wünsche zu erfüllen, sind. So haben die Stiefkinder andere und ihrer Meinung nach viel bessere, nutzbringendere und vor allem vernünftigere Ideen bezüglich des Verwendungszweckes des Millionenerbes ihres Vaters. Zusammen mit den Bewohnern der Klinik gelingt es Mireille Sternenberg aber, die Gier der Stiefkinder so weit zu steigern, dass sie schlussendlich selbst dem Wahnsinn verfallen.

Vernunft und Wahnsinn
So sind die Positionen der einzelnen Charaktere äusserst dynamisch. Zuerst scheinen die Positionen der Bewohner der Villa sowie der Angestellten und der Stiefkinder fix zugeordnet zu sein. Geraten dann aber immer mehr ins Wanken und die von Dr. Britschgi, gespielt von Roland Brauchli, aufgeworfene Frage: «Wo ist die Grenze zwischen Verstand und Wahnsinn?» drängt sich ins Zentrum der Theaterproduktion.

So ist es nicht verwunderlich, weshalb Urs Hug, Präsident der Theatergesellschaft Reiden, dem Publikum in seiner kurzen Ansprache zum «Mut, sich mit uns Schauspinnern auf eine schräge Geschichte einzulassen» gratulierte. Ganz so schräg war die Geschichte dann aber doch nicht. Denn der fein dosierte Humor vermochte die Geschichte zu durchbrechen und stellte eine echte Alternative zu dem sehr gefühlsecht dargestellten Wahnsinn dar. Gleichwohl legte der Regisseur, Oliver Meyer, aber grossen Wert darauf, dass man sich «niemals über psychisch Kranke lustig macht».

Neben den vielfältigen Eindrücken, ausgelöst durch die hervorragenden schauspielerischen Leistungen, dem köstlichen Humor und dem detailliert ausgearbeiteten Bühnenbild, wurde dem Publikum auch eine schwierige Aufgabe zugeteilt. So liegt es an jedem selbst, die Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn zu bestimmen und sich zu fragen, inwiefern das Geld diese Grenze verwischen kann.

Sehr gute Schauspieler
So war dann auch Oliver Meyer hinsichtlich der Premiere seiner ersten grossen Produktion sichtlich erleichtert und nach eigener Aussage «sehr zufrieden, wie die Rollen gespielt und vor allem gefühlt wurden». «Reiden hat schon immer ein gutes Niveau und auch sehr gute Schauspieler gehabt», so Meyer weiter. In Kombination mit den rund 50 Proben konnte so eine grossartige Produktion, die zugleich unterhaltsam und nachdenklich stimmend ist, erarbeitet und nun aufgeführt werden.

Bilder: zVg

Weitere Aufführungen: 09./12./17./18./19./23. und 25. Mai, jeweils um 20 Uhr, Hotel Sonne Reiden

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