Fachanlage als Hotelzimmer missbraucht — jetzt hat die Post genug

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Immer wieder lassen sich Personen in der Fachanlage auf der Hauptpost in Olten einschliessen, um die Nacht an der Wärme zu verbringen. Bruno Kissling

Sie hat eine Weile zugeschaut, die Post. Aber jetzt ist Schluss. Zwar nimmt die Brisanz des Themas in der wärmerem Jahreszeit doch merklich ab, aber dennoch oder gerade deshalb: In diesen Tagen hat der gelbe Riese seine Kunden wissen lassen, dass die Öffnungszeiten für den Zutritt zu den Postfächern auf der Hauptpost Olten nicht mehr öffentlich bekannt gemacht werden und das entsprechende Plakat im Zutrittsbereich entfernt worden sei. Dafür fanden die Kunden in ihren Schliessfächern einen Handzettel vor, auf welchen die unverändert gebliebenen Öffnungszeiten festgehalten sind. «Bitte bewahren Sie diesen Flyer auf, damit Sie jederzeit über die Öffnungszeiten informiert sind», lautet der Rat auf dem offiziellen Papier.

Abhalten von der Idee
Mit dieser Anonymisierung der Öffnungszeiten zu Beginn der warmen Jahreszeit hofft die Post, allfällige Gäste, die in der Fachanlage bislang ein sicheres und trockenes Dach über dem Kopf sahen und die deshalb mit einer bewussten Einschliessung über Nacht liebäugelten und auch in die Tat umsetzten, künftig von diesem Ansinnen fernzuhalten. Dies bestätigt die Medienstelle der Post auf Anfrage dieser Zeitung und argumentiert, die Demontage des Plakats geschehe auch aus Sicherheitsgründen.

Die Zustände, welche die ungebetenen Gäste nach verbrachter Nacht jeweils hinterliessen, seien für die Kundschaft schier unzumutbar gewesen, so die Medienstelle weiter. Von schlechten Gerüchen ist die Rede und auch von einer gewissen Unordnung, welche von den ungebetenen Gästen hinterlassen worden sei. Kunden bestätigen dies: Sie sprechen etwa von zurückgebliebenen Kartonunterlagen, die als Schlafunterlage dienen und sonstigem Abfall, der nicht entsorgt wurde. Wer als Kunde sehr früh die Fachanlage aufsuchte, fand manchmal gar noch schlafende Personen vor.

Sicherheitsdienst aktiv
Ausserdem hat die Post auch einen Sicherheitsdienst beauftragt, der zur Lokalschlusszeit zum Rechten schaut und die Fachanlage auf potenzielle ungebetene Gäste überprüft. Inwieweit diese Personen der Post bekannt sind, wollte die Medienstelle nicht kommentieren. Allerdings prüft sie derzeit rechtliche Schritte gegen die ungebetenen Nachtaufenthalter, die schon seit geraumer Zeit festgestellt worden sind und die jetzt diesen Schritt notwendig gemacht haben.

Nur freiwillig geht
Unbeabsichtigt eingeschlossen werden kann man übrigens nicht in der Fachanlage. «Die Türen sind von innen stets zu öffnen, so ausgeklügelt ist das System schon», schreibt die Medienstelle zum Schluss. Für die Kundschaft entstehen durch die Massnahme keinerlei Nachteile, wie die Medienstelle schliesslich festhält.

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