Schwingklub Zofingen in Basel dank «Räbi» im Soll

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Im letzten Gang leistete der Ostschweizer Dominik Schmid (rechts) gegen den Uerkner Patrick Räbmatter vehementen Widerstand, er musste sich dann aber auf einen Schlungg geschlagen geben. (Bild: Wolfgang Rytz)

Am Schluss stand der 27. Kranz für das Aushängeschild des Schwingklub Zofingen und Umgebung (SKZ) auf der Kippe. Patrick Räbmatter bemühte sich beim Baselstädtischen Schwingertag gegen den Nordostschweizer Gast Dominik Schmid mit seinem gefürchteten Kreuzgriff zweimal vergeblich um den siegbringenden Wurf.

Da riskierte der 26-jährige «Eidgenosse» aus Uerkheim schon im dritten Zusammengreifen einen Schlungg. Nur dank seiner Masse von 140 kg brachte er den 40 kg leichteren Appenzeller zumindest in die Seitlage und schliesslich mit einem Kraftakt auf den Rücken. «Er musste einfach um, egal wie», beschrieb Räbmatter seine Devise.

Selbstkritische Worte
Die Dynamik zu Saisonbeginn, die zwei Festsiege eintrug, ist wie weggeblasen. Inzwischen muss sich der Uerkner jeden Sieg wieder hart verdienen. Bereits im Vormittagspensum kam «Räbi» in Basel nicht auf Touren. Gegen Dominik Oertig wie gegen Marcel Bieri gelang es ihm nicht, die Regie zu übernehmen. Die gut eingestellten Gästeschwinger betteten Räbmatter mit mutigen Gegenangriffen ins Sägemehl.

«Gegen Oertig wollte ich den Griff wechseln. Dabei gab ich ihm zu viel Platz, und gegen Bieri war ich zu wenig energisch», übte sich Räbmatter in Selbstkritik und sprach von einer durchzogenen Tagesbilanz «mit viel Steigerungspotenzial». Immerhin tröstete sich der Zofinger Leader in Basel mit dem Gewinn von Eichenlaub. Dieses Minimalziel verfehlten beispielsweise die arrivierten Aargauer «Eidgenossen» Christoph Bieri und Mario Thürig.

Gute Zofinger Bilanz
Den weiteren neun Zofinger Schwingern gelang zwar kein Kranzgewinn. Dennoch darf sich die Tagesbilanz für den Klub sehen lassen. Kornel Arnold (Reiden), Azret Jusufi und Aaron Rüegger (beide Rothrist) behaupteten sich in der ersten Ranglistenhälfte. Mit drei Siegen in den ersten fünf Gängen blieb Rüegger auf Kranzkurs. Zuletzt war aber der Freiämter Kranzschwinger Yanick Klausner übermächtig.

Als zweitbester Zofinger in der Schlussrangliste erfüllte Kornel Arnold die Pflicht. Er besiegte drei Nichtkranzer. Allerdings fehlte ein Exploit, um in Kranznähe zu kommen. Dasselbe gilt für Azret Jusufi, der mit einer strengen Einteilung nie in den Bereich von erstmaligem Eichenlaub gelangte.

Somit bleibt für den SKZ die Hoffnung, in den nächsten Wochen am Solothurner und Aargauer Kantonalfest bei etwas gnädigerer Einteilung im Sog von Patrick Räbmatter zu weiteren Kranzgewinnen zu kommen. Das Potenzial ist zumindest im Ansatz vorhanden.

Die Rangliste des Baselstädtischen Schwingertags finden Sie hier.

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