Jahreskonzert der Jugendmusik: Qualifizierte Crew bestimmte den Kurs

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20 Jahre ist es Giuseppe Di Simone gelungen, als Dirigent die Jugendmusik Oftringen-Küngoldingen (JMOK) mit seinem Charisma für Blasmusik zu begeistern. (kbb)
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Am diesjährigen Jahreskonzert wurde Dirigent Giuseppe Di Simone für 20 Jahre Leitung der Jugendmusik mit dieser Bank geehrt. (kbb)

Letztes Jahr konnte die Jugendmusik Oftringen-Küngoldingen (JMOK) ihren 50. Geburtstag feiern. Es war der Beginn einer Erfolgsserie: Am Kantonalen Jugendmusiktag in Küttigen siegte sie auf der Paradestrecke und holte den 3. Rang im Konzertvortrag. Im Jubiläumsjahr errang sie auch den 4. Rang am Welt-Jugendmusik-Festival in Zürich. Auch dieses Jahr konnte die JMOK ein Jubiläum feiern: Seit 20 Jahren steht Giuseppe Di Simone am Ruder der erfolgreichen Jugendmusik. Sie ist unter seiner Leitung zum Liebling des Publikums und Indikator für begeistertes Musizieren geworden. Zum Dank erhielt er eine rustikale Sitzbank aus Holz mit der Inschrift: «20 Jahre JMOK Giuseppe Di Simone». Nicht zum Ausruhen, wohlverstanden, sondern zum Rückblick auf eine beispiellose Fähigkeit, Begeisterung für konzertante Blasmusik zu wecken. Sinnend setzte er sich nieder und fand: «Bei jeder Probe staune ich über das Talent und Können meiner Band.» Sie zählt zurzeit 16 Mitglieder. Jedes verfügt über solistische Qualitäten und bringt sie in ein Klangbild mit hoher Flexibilität, Präzision und leidenschaftlichen Emotionen ein.

Kompass auf «Ahoi» gerichtet
Damit begrüssen sich die Passagiere einer Seefahrt, und mit dem Marsch «Ahoi» begann auch das Programm, schmissig und voller Tatendrang. Dominic Schertenleib, Präsident der JMOK, stellte Giuseppe Di Simone vor, der sich in der Uniform eines Kapitäns positionierte, sowie den Reiseleiter Raffael Kuhn. In der Folge machte dieser jede Destination mit einem witzigen Kommentar bekannt. Vorerst war es die Aufforderung «Get an Board», wo die Posaune zwingend zum Betreten des Schiffes einlud. «Heut’ geht es an Bord» doppelte schwungvoll nach, und die Erwartungen der Passagiere stiegen dementsprechend an. Sie wurden erfüllt mit dem altbekannten, aber unwiderstehlichen «Banana Boat Song», eingeleitet von einem Trompetensolo, begleitet vom punktgenauen Rhythmus des Orchesters. Nun erschien der Reiseleiter und sah sich gezwungen, eine Sturmwarnung abzugeben. Man werde dann schon merken, wenn «Stormy Seas» ausbreche, weil dann des Wasser der Dusche aus dem Kabinenboden käme. Anfänglich ging es noch ruhig zu, aber dann brach das Unwetter aus allen Registern los. Ähnliche Stimmungsbilder erhielt «Pearl Harbour», das mit choralähnlichen Themen bis zu höchst dramatischen und spannenden Passagen die schauerlichen Momente im gleichnamigen Film beschreibt. Eine Kehrtwende aus diesem Szenarium unternahm «Cake by the Ocean». Sogar das Publikum beteiligte sich am packenden Rhythmus mit Klatschen und selbst die Lichtregie begann zu zucken.

Perlenfischer im Spiel
Nach der Pause war Rhythmus auch das Schlagwort im Auftritt der Jungtambouren Rothrist. Sie traten in verschiedenen Formationen auf, immer mit der gleichen Präzision. Die Jugendmusik begab sich vorübergehend an Land, fand sich mühelos in den verschlungenen Pfaden von «Welcome to the Jungle» zurecht und begegnete bei der Weiterfahrt den «Pirates of the Caribbean», was aufregende Stimmungsbilder auslöste. Der Wellengang beruhigte sich rasch wieder im «Love Song Theme» und in «Wade in the Water», das der Reiseleiter barfuss ankündigte. Die «Schiffsfeger Polka» illustrierten Kapitän und Reiseleiter mit schwingenden Besen, und «E Vogel ohni Flügel» sei wie ein Schiff ohne Segel, wurde behauptet. In der «U-Boot-Polka» unternahm die Kreuzfahrt einen Ausflug unter Wasser und zugleich einen Höhenflug in schwungvolle Unterhaltung. Das gipfelte in einem Knall, Raketen stiegen auf und liessen einen Schwall von Konfetti regnen. Das höchste Hörerlebnis stand aber noch bevor: «Proud Mary» verwandelte sich plötzlich in Rock ’n’ Roll mit beispielloser Dynamik. Man muss es gesehen haben, wie Giuseppe Di Simone umherwanderte, Signale aussandte, das Orchester sie aufnahm und sie mit aller Raffinesse umsetzte, präzis, mitreissend und absolut stilgerecht. Christine Siegrist und Sina Rüede wurden für zehn Jahre Mitgliedschaft geehrt. Sinnend meinte Giuseppe Di Simone: «Als ich vor zwanzig Jahren die JMOK übernahm, waren einige der heutigen Mitglieder noch gar nicht geboren.» Wohlauf, Giusi!

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