Die neue SBB-Brücke in Oftringen kommt am Samstag an ihren Platz

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Die neue SBB-Brücke wurde zunächst neben der alten platziert, damit der Verkehr während der Bauzeit weiterhin fliessen konnte. Nun wird das 17,5-Millionen-Franken-Bauwerk an seinen endgültigen Platz verschoben. Foto: Archiv

Es kommt zum Kraftakt: An diesem Samstag wird die SBB-Brücke an ihren definitiven Standort verschoben. Dafür müssen 1200 Tonnen zirka 24 Meter bewegt werden. Weil diverse Vorarbeiten verrichtet werden müssen, sperrt man die Strasse beziehungsweise der SBB-Übergang bereits am Freitag, 18. Mai, ab 20 Uhr für jeglichen Verkehr bis am Montag, 21. Mai, 24 Uhr. Die Umfahrungen werden gut signalisiert.

Rückblick: Jeder Millimeter zählte
Damit der Verkehr während der Bauzeit neben der neuen SBB-Brücke fliessen konnte, wurde die neue 17,5-Millionen-Franken-Brücke zuerst neben der alten gebaut und in zwei Schritten eingeschoben. Die Brückenbögen produzierte, lieferte und installierte die nur wenige hundert Meter entfernten Firma Senn AG. Die Brückenbögen wurden zuvor auf angelieferten Trägern fertig angepasst und zugeschweisst. «Eine Millimeterarbeit», wie sich Projektleiter Martin Strübi vom kantonalen Baudepartement erinnert. Die passgenaue Justierung ist wichtig, damit die Langlebigkeit der Brücke – man geht von mindestens 100 Jahren aus – nicht beeinträchtigt wird.
Die moderne Bogenbrücke wird 1,5 Meter höher und mit Massen von 20 und 50 Metern deutlich breiter und länger als die bisherige, 78 Jahre alte Brücke. Involviert sind nebst dem Kanton die Gemeinde, die SBB und fünf weitere Landbesitzer.

Sicherer, besser, schöner
Projektleiter Martin Strübi vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt sprach in einem Interview von «einer komplexen Baustelle» des Kantons und von einem «Meilenstein des Agglomerationsprogramms AareLand». Mehr als 200 Millionen Franken Bundesgelder flossen im Kanton Aargau und dem Nachbarkanton Solothurn bis anhin in Projekte zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Ein Meilenstein ist der Brückenersatz für Projektleiter Strübi aus vielen Gründen: Eine separate Busspur wird künftig den öV bevorzugen, damit Takte und Zuganschlüsse besser eingehalten werden können. Velofahrer können die Brücke queren, ohne um ihr Leben fürchten zu müssen, weil die Lücken der kantonalen Radroute R780 zwischen Kreisel und Kreuzung geschlossen sind. Durch die kombinierte Fussgänger-/Velospur wird die Verbindung für den Langsamverkehr deutlich besser.

Für die Zukunft
Gebaut wurde die Bogenbrücke für die Zukunft: «Wir rechnen mit zwei Prozent mehr Verkehr jedes Jahr», sagt Strübi gegenüber der Zeitung. Es werden Räume für zwei Bushaltestellen und eine Bahnstation ausgespart. Vor 2020 realisiert man diese zwar nicht, sie nehmen aber Rücksicht auf die Zentrumsplanung. Es soll unter der Brücke auch möglich sein, zwei Perrons und den Zugang dazu zu erstellen. Strübi rechnet damit, dass bis Ende Juni alle Bauarbeiten abgeschlossen sein werden.

Publikum ist erwünscht
Eine solche Brückenverschiebung kommt nicht alle Tage vor: Wer dem Brückeneinschub aus nächster und sicherer Nähe beiwohnen möchte, kann dies am Samstag, 19. Mai zwischen 6 und etwa 12 Uhr. Neben dem Sportgeschäft Albani wird ein Bereich eingerichtet, wo Willi Schmid und die «Kochprofis Oftringen» für Speis und Trank sorgen werden.

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