Wohnheim-Projekt der Luzerner Psychiatrie nimmt die erste Hürde

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Gemeinderat Pirmin Bucheli berichtete von der Arbeitsgruppe, die sich um die Zukunft des Pflegeheims Murhof kümmert.

Traktandum 3 war reine Formsache. Die 66 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hiessen die Teiländerung des Zonenplanes St. Urban an der Gemeindeversammlung einstimmig gut. Diese Änderung braucht es, damit die Luzerner Psychiatrie (Lups) an ihrem Standort in St. Urban für 27,6 Millionen Franken ein neues Wohnheim bauen kann. Im Detail geht es um die Umzonung der Parzelle 1363, die im Besitz der Lups ist. Für die Erstellung des Wohnheims müssen aber 8956 Quadratmeter von der Zone Übriges Gebiet B in die Zone für öffentliche Zwecke umgeteilt werden. Direktor der Lups, Peter Schwegler, bedankte sich persönlich bei den Anwesenden. «Die Bewohner und die Mitarbeitenden können sich damit auf ein neues Gebäude freuen.»

Neue Gemeinderätin begrüsst
Ohne Einwendungen hat die Gemeindeversammlung von Pfaffnau auch die Rechnungen gutgeheissen. Alfred Bürki von der Rechnungskommission stellte diese detailliert vor. Das Ergebnis der Laufenden Rechnung mit einem Gewinn 96 398 Franken bei einem Aufwand von 18,13 Millionen Franken überrasch positiv. Denn die Gemeinde rechnete mit einem Aufwandüberschuss von 497 700 Franken. Zum guten Ergebnis führte beispielsweise der Buchgewinn von 150 000 Franken aus dem Verkauf von Baulandreserven, der die Gemeinde nicht budgetierte. Die Investitionsrechnung schliesst mit einer Nettoinvestitionsabnahme von 308 500 Franken. Die Rechnung schliesst bei Ausgaben von 563 536 Franken und Einnahmen von 872 422 Franken.

Nach den ordentlichen Traktanden skizzierten die Gemeinderäte Pirmin Bucheli und Jörg Vonmoos die Zukunft von Pfaffnau und dem zugehörigen Klosterdorf. Im engeren Sinne ging es um die Zukunft des Pflegeheims Murhof und die Entwicklung des Dorfkerns; Themen, die unweigerlich zusammenhängen, denn im November soll die Standortfrage vors Volk kommen, weil ein Komitee eine Gemeindeinitiative zum Standort des Altersheim-Neubaus eingereicht hat. Deswegen erarbeiten die Arbeitsgruppen nun eine Botschaft mit beiden Standorten. Die Gemeinde ihrerseits sprach sich letzten Sommer indes für den bestehenden Standort in St. Urban aus. Details konnten die Gemeinderäte aber nicht präsentieren. Im Oktober wird eine Orientierungsversammlung dazu stattfinden. Im Februar 2019 soll der Planungskredit zur Abstimmung gelangen.

Vor dem Ende der Gemeindeversammlung ergriff Klaus Schüpbach, der Präsident der FDP Pfaffnau/St. Urban, das Wort. Er bedankte sich für die Arbeit des scheidenden Gemeinderats Urs Christen, der vor sechs Jahren in den Gemeinderat gewählt wurde. Der 67-Jährige war Vorsteher des Ressorts Finanzen und Bildung. Seine Nachfolgerin Sandra Wyser war ebenfalls an der Gemeindeversammlung anwesend. Die 32-Jährige wurde am 23. April in stiller Wahl gewählt, da sie nach Ablauf der Eingabefrist für die Ersatzwahlen die einzige Kandidierende war. Die FDP-Politikerin tritt ab 1. August die Nachfolge von Urs Christen an. Sie wies darauf hin, dass vor ihrem Antritt ihre Hochzeit stattfinden werde und sie dann Cellarius heissen werde. Die in Zofingen aufgewachsene Juristin ist nach ihren Studien in Basel zurück in die Region gekommen und lebt seit zwei Jahren mit ihrem Partner in Pfaffnau. «Ich möchte mich mit weiblichen, jungen und fachlichen Inputs einbringen», sagte Sandra Wyser abschliessend.

Die Beschlüsse im Überblick

1. Rechnung 2017: einstimmig Ja
2. Jahresbericht 2017: Kenntnisnahme
3. Teiländerung des Zonenplanes St. Urban: einstimmig Ja.

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