Strengelbach: Frohes Rätselraten zu den Steuereinnahmen

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Bereits am 30. März überbrachte der Gemeinderat den Einwohnerinnen und Einwohnern in dieser Zeitung die frohe Botschaft über den positiven Jahresabschluss der Gemeinde. Auf Fragen zum unverständlichen Kommentar über die Steuereinnahmen respektive deren Abweichungen zum Budget wurde man auf die Detailzahlen des damals noch nicht publizierten Jahresberichtes vertröstet. Die Ausführungen des Gemeinderates zu Traktandum 2 der Gmeind vom 13.Juni bringen jedoch diesbezüglich keine Klärung und führen zu noch grösserer Verwirrung und mit den Detailzahlen nicht übereinstimmenden Differenzen: «Die grösste Abweichung vom Budget ergab sich bei den Steuereinnahmen, welche insgesamt 511000 Franken tiefer als budgetiert zu stehen kamen. Die gesamten Einkommenssteuern lagen jedoch netto 401000 Franken unter Budget, wobei die Einnahmen des aktuellen Jahres um 102000 Franken über dem Budget resultierten. Ein gleiches Bild zeichnen die Vermögenssteuern mit einer Budgetunterschreitung von netto 42000 Franken, die Steuern des aktuellen Jahres liegen jedoch um 22000 Franken über Budget ...» Um die interessierten Leser noch verwirrter zu machen wird die Finanzkommission zum gleichen Thema wie folgt zitiert: «Die Einkommenssteuern des aktuellen Jahres und die Quellensteuern sind über dem Budget. Der geringe Fiskalertrag ist somit auch der Hauptfaktor für die strukturellen Probleme unserer Einwohnergemeinde ...» Nachdem angeblich die externe Revisionsstelle BDO wie auch die Finanzkommission über der Jahresrechnung gebrü- tet und sie für korrekt befunden haben, ist an den effektiven Zahlen und tatsächlichen Budget-Abweichungen wohl kaum zu zweifeln. Für alle im öffentlichen Rechnungswesen etwas weniger begabten Stimmbürger wäre es allerdings hilfreich, wenn sie vom Gemeinderat mit einem einfachen, verständlichen und vor allem nachvollziehbaren Kurzbericht beglückt würden. Oder ist das bisherige Kommunikations-Chaos gewollt und entspringt cleverer Taktik: Wer Handfestes über die Jahresrechnung erfahren will, möge die Gemeinde-Versammlung vom 13. Juni besuchen. Honni soit qui mal y pense!

HANS MOOR, STRENGELBACH

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