Der Karateclub Strengelbach ist bei den Schweizer Meisterschaften doppelt gefordert

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2011 dufte Dolores Jaros bereits in der «Heimat» sprich in Rothrist Pokale in Empfang nehmen – sieben Jahre später gilt es in Strengelbach ernst. (Bild: Mark Wyss)

«Es ist für uns eine grosse Ehre, einen solch wichtigen Anlass durchführen zu dürfen», sagt Dolores Emmenegger-Jaros. Die Luzernerin spricht von den Schweizer Meisterschaften im Scheinkampf (Kata) vom Samstag. Jeweils an der Generalversammlung der Internationalen Federation of Karate (IFK) Schweiz werden die Organisatoren für die nächsten nationalen Titelkämpfe bestimmt. Bis 2023 sind die Veranstalter bereits zugeteilt. «Auch wir vom Karateclub Strengelbach wissen seit längerem, dass wir heuer die SM austragen, die Vorbereitungszeit nimmt etwa ein Jahr in Anspruch», so Dolores Emmenegger-Jaros. E

s gilt, Zeitpläne zu erstellen, eine Festwirtschaft und den Einkauf dafür zu organisieren, die Infrastruktur herzurichten, Kampfrichter müssen aufgeboten und natürlich die Werbetrommel gerührt werden, um möglichst viele Teilnehmende und Zuschauer an die SM zu locken. Als Letztes steht die Auslosung der Kata-Kontrahenten an.

Der Nachwuchs holt auf
Der Karateclub Strengelbach kam bereits 2011 in den Genuss, als Gastgeber zu agieren. Damals fand der Kampf um die Kata-Meistertitel im Einzel und im Team in Rothrist statt. «Vor sieben Jahren stand die Halle hier in Strengelbach ja noch nicht», sagt Dolores Emmenegger-Jaros, umso mehr freut es die 41-Jährige, dass heuer das Dojo der Strengelbacher als Wettkampfstätte genutzt wird. «Wir kennen den Boden hier, wissen, wie es sich anfühlt, im Gebäude die festgelegten Abfolgen der Fusstritte, Fauststösse, Schläge und Abwehrbewegungen auszuführen», erklärt die mehrfache IFK-Schweizer-Meisterin und WM-Zweite, «wir haben sozusagen Heimvorteil.»

Auch sie selber hofft, davon profitieren zu können, steht Dolores Emmenegger-Jaros doch nebst als Organisatorin auch als Sportlerin im Einsatz. Die Doppelfunktion kennt sie von 2011. In den letzten sieben Jahren hat sich aber bei ihr und im Verein viel getan. Die Sportlerin und Pflegefachfrau ist heute Mutter eines zwei- und eines dreijährigen Buben. «Ihr» Verein feierte das 10-Jahr-Jubiläum und ist seit der Gründung kräftig gewachsen, hat seine Mitgliederzahl vervierfacht. Inklusive Nachwuchs trainieren rund 40 Karatekas regelmässig in Strengelbach unter der Leitung von Dolores Emmenegger-Jaros und ihrem Team.

14 eigene Athleten
Der Mitgliederzuwachs verschafft dem Karateclub Strengelbach auch einen grösseren Pool an Helfern. «Wir können den Anlass nun mit eigenen Leuten stemmen und müssen nicht wie 2011 auf andere Vereine zurückgreifen», freut sich Dolores Emmenegger-Jaros.

14 eigene Athleten schickt der Gastgeber am Samstag ins Rennen, vor sieben Jahren waren es gerade mal drei. 117 Teilnehmende aus 12 Schulen haben sich insgesamt eingeschrieben für die Schweizer Meisterschaften. Sie alle müssen mindestens Gelbgurt-Träger sein und treten am Samstag ab 10 Uhr bis gegen 18 Uhr an.

WM 2019 als Fernziel
Nach ihrer Babypause stieg Dolores Emmenegger-Jaros wieder voll ins Sportgeschehen ein, ist seit 2018 zurück im Schweizer IFK-Nationalkader und hofft, 2019 nochmal an einer WM teilnehmen zu können. Sie freut sich aber auch, dass der Nachwuchs aufholt und sich die Dominanz der besten Athleten langsam aber sicher auflöst. Obwohl dies bedeutet, dass auch sie einen guten Tag erwischen muss, um erneut einen Schweizer-Meister-Titel zu gewinnen.

Nebst dem Hunger nach sportlichem Erfolg möchte die OK-Chefin vor allem vielen Menschen ihren Sport näherbringen: «Ich liebe Karate schon so lange, nun erhalten alle die Möglichkeit, diese faszinierende Randsportart aus der Nähe zu erleben.»

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