Verein Integrationsnetz probiert Hornussen aus: «Es ist ähnlich wie Golf»

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eilnehmerin Yoko Malinka bei ihren ersten Schlagversuchen. Hornusser Stefan Kupferschmid gibt Anleitung. CKI
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Philipp Schenkel (r.) aus Zofingen versucht sich ebenfalls im Hornussen. Die Markierungen am Boden geben vor, an welche Position die Füsse idealerweise hingehören.

«Wir probieren heute das Schlagen des Hornuss aus», kündigt Fredy Gerhard an. Der Präsident der Hornussergesellschaft Mättenwil-Brittnau bereitet vor dem Clubhaus in Mättenwil zwölf Neulinge auf ihre ersten Hornuss-Versuche vor. Der Verein Integrationsnetz Region Zofingen hat die Schnupperstunde organisiert. Der Hornusser-Abend läuft unter dem Programm «Miteinander» des Vereins. Jeden Monat treffen sich dabei Migrantinnen und Migranten, Schweizerinnen und Schweizer zu einem gemeinsamen Erlebnis. Neben den Vereinsmitgliedern, die unter anderem aus China, Sri Lanka und Japan stammen, sind heute auch Schweizer Gäste dabei, um die Traditionssportart kennenzulernen.

300 Stundenkilometer schnell
«Was glaubt ihr, wie schnell der Hornuss nach dem Schlagen vom Bock fliegt?», fragt Fredy Gerhard in die Runde. Beim Hornuss handelt es sich um eine Kunststoffscheibe, die mit einem sogenannten Stecken von einer Rampe, dem «Bock», geschlagen wird. Die Schätzungen der Teilnehmer reichen von 40 bis zu über 100 Stundenkilometer. Der Hornuss könne eine Geschwindigkeit von über 300 Stundenkilometern erreichen, klärt Gerhard auf. Beim Abtun, dem Abfangen des Hornuss, treffe dieser mit 160 Stundenkilometern auf der als Schindel bezeichneten Abfangschaufel auf. «Auf das Abtun werden wir heute verzichten. Es wäre zu gefährlich.» Das Finden des fliegenden Hornuss in der Luft sei für Laien schwierig. Damit bleibt es für die Gäste heute beim Schlagen. «Anfänger machen dabei oft Zugfehler», sagt der Vereinspräsident. «Das heisst, sie ziehen den Stecken nach hinten und er fällt dann herunter.»

Beim Bock demonstrieren die Hornusser Stefan Kupferschmid und Sandro Scheidegger, wie das Schlagen in der Praxis funktioniert. Dann sind die Gäste dran. Manche benötigen einige Versuche, um den Hornuss zu treffen. Anderen gelingen bereits beim ersten Mal weite Schläge. «Es ist ähnlich wie Golf», meint Yoko Malinka aus Aarburg. Sie kam vor sieben Jahren aus Japan in die Schweiz und probiert das Hornussen heute zum ersten Mal aus. Es sei ein guter Sport, um sich abzureagieren.

Yoheni Rajakumar aus Strengelbach erinnert das Hornussen an Kricket. In Sri Lanka, wo sie herstammt, werde dies oft gespielt. Sie nehme jeden Monat am «Miteinander»-Treff teil und habe vor dem heutigen Anlass nicht genau gewusst, was sie beim Hornussen erwartet. «Das Schlagen ist nicht einfach, aber machbar», lautet ihr Fazit nach ein paar Versuchen. Lea Glinz aus Oftringen gehört zu den Schweizer Gästen, die sich in der Sportart versuchen. «Ich interessiere mich für Bauerntraditionen, da mein Freund Landwirt ist», sagt sie. Es sei wichtig, Schweizer Brauchtum zu bewahren.

Das Integrationsnetz Region Zofingen übergibt den Hornussern als Dank schliesslich noch ein Geschenk: Bier aus den Heimatländern und Heimatkantonen aller Teilnehmer.

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