Die Feminisierung läuft langsam aus dem Ruder

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Beispiel: In der österreichischen Bundeshymne, nach dem Text von Paula Preradovic, darf es nicht mehr heissen «Heimat bist du grosser Söhne», sondern neu: «Heimat grosser Töchter und Söhne». Das ist jedoch vergleichsweise noch harmlos. Den Gipfel aber bildet der Fall von Frau Gerda Casagrande, die vierzig Jahre lang den Namen ihres Mannes trug. Eigenmächtig hat das Einwohneramt Kreuzlingen sie umbenannt. Neu soll sie Gerda Casagranda heissen und kämpft seit zwei Jahren um die Rückgabe ihres Namens Casagrande. Zum Ärger über die Namensänderung hat sie ausserdem völlig unvorhergesehene Schwierigkeiten mit allen möglichen Behörden, z. B. Banken, AHV, Passbüro etc. Sie müsse eine behördliche Namensänderung beantragen, wenn sie ihren Namen wieder zurückhaben wolle, sagte man ihr. Ihren eigenen Namen, wohlverstanden. Das bedeutet jedoch, sie müsse dafür erst noch einen happigen Betrag zahlen, wenn sie auf der Rückgabe ihres Namens besteht. Klar wehrt sie sich, denn sie ist ja an dem Desaster nicht schuld. Wohin kommen wir eigentlich noch mit diesem Feminisierungstrend? Gibt es in Zukunft vielleicht keine Frau Bachmann, Baumann, Zimmermann etc. mehr, sondern nur noch eine Bachfrau, Baufrau, Zimmerfrau oder Kachelfrau? Und kann jemand erklären, wie man z.B. einen weiblichen Gast bezeichnet? Etwa «Gästin» oder wie sonst? Der weiblichen Bevölkerung ist also mit diesem Feminisierungstrend überhaupt nicht gedient, ganz besonders nicht, solange deren Entlöhnung immer noch hinterherhinkt.

LEOPOLDINE GAIGG, BOTTENWIL

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