Sieben Gebäude müssen weg: Das Kantonsspital Aarau macht Tabula rasa

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Der KSA-Neubau kommt innerhalb des rot markierten Baufeldes zu stehen. ZVG
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Das 1933 errichtete Haus 8, die Frauenklinik, steht mitten im Baufeld. UELI WILD

Die Pläne für einen Ersatzneubau des gigantischen «Haus 1» auf dem Gelände des Kantonsspitals Aarau werden konkreter: Das KSA bereitet das künftige Baufeld vor, indem es Abrissgesuche für sämtliche darauf befindlichen Gebäude einreicht. Das Baufeld befindet sich östlich des heutigen Hauptgebäudes. Eröffnet wird das neue KSA frühestens 2024. Derzeit läuft der erste Teil eines zweistufigen Wettbewerbs für den Neubau. Sechs Planerteams beteiligen sich daran. «Im kommenden Juni wird die erste Wettbewerbsstufe abgeschlossen», so das KSA in einer Medienmitteilung. Es verbleiben zwei Totalunternehmen, die dann sechs Monate Zeit bekommen, ihren Entwurf detailliert auszuarbeiten. «Sobald 2019 das Siegerprojekt gekürt ist, kann die Finanzierung konkretisiert werden. Im Anschluss entscheidet der Verwaltungsrat definitiv über das Projekt und den Baustart.»

Zu diesem Zeitpunkt sollen die Baubewilligungen für den Abriss der Gebäude vorliegen, sodass keine Zeit verloren geht. «Wir wollen dem künftigen Totalunternehmer für den Spitalneubau einen möglichst reibungslosen Baustart ermöglichen und dazu gehört zunächst der bewilligte Rückbau einzelner Gebäude auf dem geplanten Baufeld», wird Sergio Baumann, Leiter Betrieb, in der Medienmitteilung zitiert.

Welche Häuser sind betroffen?
Für insgesamt sieben Gebäude werden demnächst Abrissgesuche öffentlich aufgelegt. Es handelt sich konkret um die Häuser 6 (diverse Fachbereiche), 7 (Medizinische Uniklinik), 8 (Frauenklinik), 10 und 11 (Operations-Voruntersuchungen und Personalrestaurant) sowie 15 (Kiosk) und 16 (Ernährungs- und Diabetesberatung). Dabei hat das KSA Glück, dass die 1933 erbaute Frauenklinik nicht unter Schutz steht – dies hatte die Stadt nämlich im Zuge ihrer laufenden Revision der Nutzungsplanung erwogen. Dazu KSA-Mediensprecher Ralph Schröder: «Das Haus befand sich lediglich im Inventar der zu prüfenden Gebäude. Vertiefte Abklärungen mit Spezialisten und der Stadt haben ergeben, dass das Haus so stark verändert wurde, dass eine Schutzwürdigkeit nicht besteht. Deshalb wurde es auch nicht unter Schutz gestellt.» Das Rückbaugesuch betrifft auch fast alle unter dem Baufeld verlaufenden Verbindungskanäle; mit Ausnahme eines Hauptkanals. Für die ebenfalls auf dem Baufeld stehenden Gebäude 5 (Büros) und 35 (Kursräume) bestehen bereits Rückbaubewilligungen. Auch Haus 46 (Büros) muss weichen. Es wird abgebaut und nördlich von Haus 7, wo heute ein Wäldchen steht, wieder aufgebaut. Laut KSA soll das Anfang 2019 passieren. Die für den Rückbau kalkulierten Kosten belaufen sich gemäss Medienmitteilung auf rund 1,3 Mio. Franken und sind Teil der für den Spitalneubau veranschlagten 600 Mio. Franken.

Was ist mit dem «Krähen-Baum»?
Bleibt noch eine emotionale Frage zu klären: Was geschieht mit dem «KrähenBaum», der ganz am westlichen Rand des Baufeldes steht (gegenüber Haupteingang Haus 1) und gegen dessen Abholzung Spitalpersonal und Bevölkerung heftig protestiert hatten? Mediensprecher Schröder: «Mit dem Entscheid über die Neubauvariante wird auch abschliessend über den Baum entschieden.» Bereits im Gang sind die Sanierung und Erweiterung von Haus 17. Dort, direkt an der Tramstrasse, befinden sich Zentrallager und Spitalpharmazie. Die vorübergehende Auslagerung der Logistik wurde per Ende April abgeschlossen, danach begann der Umbau. In einer ersten Etappe werde der Bereich Logistik neu gebaut, damit dieser ab Juli wieder eingegliedert werden könne. «Danach beginnt der eigentliche Bau der Spitalpharmazie im Untergeschoss», so Ralph Schrö- der. «Das Projekt wird mit dem Rückbau der heutigen Spitalpharmazie im Erdgeschoss zirka Mitte 2020 abgeschlossen.»

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