Welcher der vielen Favoriten schnappt sich in Aarau Rohr den Siegermuni «Urner»?

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Zwei Siegeranwärter beim Saisonhöhepunkt der Aargauer Schwinger: Tobias Widmer (links) und Nick Alpiger. (Bild: Wolfgang Rytz)

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit unter der Leitung von Beat Bolzhauser ist das Organisationskomitee für den grössten Aargauer Schwingeranlass der Saison gerüstet. Auf dem Festplatz bei den Rohrer Schulanlagen ist in den vergangenen Tagen eine Schwingerarena mit vier gedeckten Tribünen entstanden. Zusammen mit Wiesensitzplätzen und Stehplätzen reicht der Platz für über 5000 Zuschauer. Nur mithilfe von zahlreichen Sponsoren kann das Budget von über einer halben Million Franken gestemmt werden kann.

Der Aufschwung des Schwingens erfasste in den letzten Jahren auch den Aargau. Dies belegt der steigende Publikumsaufmarsch am Kantonalfest. Der Grund liegt nahe: Der Aargau verfügt mit dem Zuwachs von drei «Eidgenossen» vor zwei Jahren über eine schlagkräftige Spitze, die über die Nordwestschweiz hinaus für Furore sorgt. Dies hat der Uerkner «Eidgenosse» Patrick Räbmatter vor zwei Jahren mit seinem Sieg über Schwingerkönig Matthias Sempach bewiesen.

Gelingt Nick Alpiger die Premiere?
In den letzten zwei Saisons hat sich der 22-jährige Staufener Nick Alpiger als neuer Nordwestschweizer Leader etabliert. Das neue Aushängeschild des Schwingklubs Lenzburg gewann 2017 in Basel sein erstes Kranzfest. Entsprechend motiviert ist er, in Aarau Rohr seinen ersten Aargauer Siegerkranz zu erobern. In diesem Jahr musste sich Alpiger am Baselstädtischen Schwingertag mit Rang zwei begnügen. Umso mehr will er jetzt in Aarau Rohr den Braunviehmuni «Urner» für sich beanspruchen.

Erfahrung mit Aargauer Festsiegen haben Christoph Bieri und Mario Thürig mit sechs respektive fünf Erfolgen. Die langjährigen Aargauer Teamstützen sind allerdings verhalten in die neue Saison gestartet. Doch den Routiniers ist am wichtigsten Tag im eigenen Kanton ein Exploit zuzutrauen.

Als Titelverteidiger tritt der Solothurner Altmeister Bruno Gisler an. Er beendet sieben Wochen später seine erfolgreiche Schwingerkarriere auf dem Weissenstein. Der Sennenschwinger im grünen Hemd gewann im letzten Jahr in Brugg den Solothurner Schlussgang gegen Marcel Kropf und vor einer Woche triumphierte er beim Solothurner «Kantonalen» in Mümliswil.

Aarauer Hoffnungen
Nicht unterschätzen dürfen die Aargauer Siegeranwärter die sechs Gästeschwinger des Schwingerverbands am Rigi, allesamt namhafte Kranzschwinger. Bruno Linggi, Christian Gwerder und Stefan Kennel sind die heissesten Anwärter auf einen Aargauer Kranzgewinn.

Aber auch der gastgebende Schwingklub Aarau liebäugelt mit einem Spitzenplatz. Nebst Routinier Stephan Studinger lieferte in den letzten zwei Jahren Tobias Widmer vielversprechende Resultate. Trotz Rückenproblemen im Winter startete der 22-jährige Oberentfelder gut in die Saison. Am Baselstädtischen Schwingertag stand er gegen den Berner Thomas Sempach im Schlussgang.

Höhepunkt am Sonntag 
Das Anschwingen der 150 angemeldeten Sägemehlathleten ist auf 8.30 Uhr angesetzt, wenn die Böllerschüsse verklungen sind. Tags zuvor kämpfen ab 8.45 Uhr 160 Jungschwinger im Alter von 8 bis 15 Jahren auf den vier Sägemehlplätzen in der Rohrer Schwingerarena um Eichenzweige. Am Samstagnachmittag findet im Festzelt parallel ein grosser Schwingerjass statt.

Der Höhepunkt des Schwingfestes, der Schlussgang der Aktiven, ist am Sonntag auf 16.30 Uhr angesetzt. Eine Stunde später folgt das Rangverlesen und die feierliche Krönung der Kranzgewinner durch die Ehrendamen im Festzelt.

Gestiegene Zofinger Ambitionen
Nach dem gelungen Auftritt am letzten Sonntag beim Solothurner Kantonalschwingfest reisen die Athleten des Schwingklub Zofingen und Umgebung mit gesteigerten Ambitionen ans eigene «Kantonale» von diesem Wochenende in Aarau-Rohr. Teamleader Patrick Räbmatter aus Uerkheim strebt nach der soliden Leistung in Mümliswil nach höheren Weihen. Sein erklärtes Ziel ist es, um den Tagessieg mitreden zu können. Neukranzer Aaron Rüegger aus Rothrist wird alles daran setzen, die gezeigte Leistung zu bestätigen und idealerweise nachzudoppeln. Der Technische Leiter Simon Schär (Schöftland) hofft, dass Rüeggers jüngster Erfolg auch bei den anderen Zofinger Kranzwärtern den Knoten platzen lässt und diese endlich zum begehrten Eichenlaub kommen. Am ehesten ist dies den Rothrister Brüdern Ilber und Azret Jusufi zuzutrauen. Oder vielleicht gelingt in Aarau Rohr sogar einem jungen Thutstädter ein Überraschungscoup? Insgesamt elf Zofinger sind für den kantonalen Saison-Höhepunkt angemeldet. Altmeister Markus Eggen musste kurzfristig verletzungshalber seinen Start absagen. (hsa)

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