Zeiten von halbleeren Schulzimmern sind vorbei: Die Babys boomen wieder

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Mit 80 Klassen und 1466 Schülerinnen und Schülern betreibt Oftringen die grösste Schule im Bezirk Zofingen. bkr
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7828 Kinder und Jugendliche besuchen im aktuellen Schuljahr im Bezirk Zofingen einen Kindergarten, die Primar-, Real- und Bezirksschule, eine Kleinklasse oder die Heilpädagogische Sonderschule (HPS). Das sind über ein Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus der Schulstatistik hervorgeht. Über den Kanton gesehen zählte man rund 74 686 Schülerinnen und Schüler – über fünf Jahre gesehen sind das 6,6 Prozent mehr.

Mit der Umstellung des Schulsystems auf sechs Jahre Primar- und drei Jahre Sekundarstufe im Schuljahr 2014/15 sank die Zahl der Real-, Sekundar- und Bezirksschülerinnen logischerweise markant. Dennoch lässt sich aus den Zahlen auch herauslesen, dass sich die stetige Zunahme an Kindern im Vorschulalter ebenfalls in den höheren Primarschülerzahlen niederschlug. Und – was aufgrund der Bevölkerungsstatistik und der Schulprognose zudem feststeht: Die Zahl der in den nächsten Jahren in den Kindergarten eintretenden Mädchen und Knaben steigt massiv. Zofingen mit Primarschule und einer Oberstufe, welche das ganze Spektrum – zum Teil auch für Nachbargemeinden – von der Real-, über die Sekundar- bis hin zur Bezirksschule abdeckt, hat in der Statistik Klassen und Schüler verloren. Die Kinder aber, welche künftig Schulraum benötigen, sind bereits auf der Welt.

Allerdings – der aktuelle Babyboom scheint sich bereits wieder abzuflachen – stehen danach in der einen oder anderen Gemeinde Kindergärten oder Primarschulklassen leer, während die Oberstufe unter Raumdruck ist. Prognosen im Detail sind da schwierig – und bedingen ein Umdenken. Gefragt ist für die Dynamik der anstehenden Entwicklungen ein kreativer Ansatz. Der heisst «multifunktionale Räume». Weshalb soll sich ein entsprechend konzipiertes Kindergarten-Zimmer nicht mit den Schülerinnen und Schüler in ein Klassenzimmer weiterentwickeln lassen?

Breite Altersspanne
Das Eintrittsalter in die Volksschule schwankt laut Statistik Aargau von 6 bis 9,5 Altersjahren, wobei 98 Prozent der Kinder zwischen 7 und 8 Jahre alt sind. Fremdsprachige Kinder, welche in die Schule eintreten, machen insgesamt einen Anteil von 28 Prozent aus. Sie sind in den höheren Altersklassen überdurchschnittlich stark vertreten. Kantonal stieg der Fremdsprachigenanteil in der öffentlichen Volksschule innerhalb der vergangenen 20 Jahre von 22 auf 34 Prozent. Die Primarschule als zahlenmässig grösste Gruppe folgte mehrheitlich dem Kantonstotal.

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