Der «Rehkitz-Retter» schützt vor dem Mähtod

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Gute Erfahrung mit dem «Rehkitz-Retter» (v. l.): Marco Caneri, Bezirksvertreter Jagd Aargau, Pächter Michel Gobet mit dem «Rehkitz-Retter», Pächterin Käthi Bertschinger mit einem Rehkitz-Präparat und Landwirt René Kupferschmied. (Bild: hst)
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Bild: hst

Immer im Mai und Juni setzen die Rehgeissen ihre Kitze, zumeist in der Nähe von Waldrändern, im hohen Heugras ab. Bei der Grasernte sterben in der Schweiz jährlich mehrere tausend Rehkitze. Das muss nicht sein. Auch die Stiftung Wildtiere Aargau lanciert jeden Frühling die Aktion «Rettet die jungen Wildtiere». So schützen Bauern und Jäger die jungen Wildtiere vor dem Mähtod. Sie erbringen damit eine unentgeltliche, aber sehr wichtige Leistung zu Gunsten der Lebewesen auf Wiesen und zum Nutzen der Landwirtschaft. «Grundsätzlich soll der Bauer vor dem Mähen unbedingt die zuständige Jagdgesellschaft informieren, damit diese das Feld am Vortag mit Scheuchen verblenden kann», betont Marco Caneri, Murgenthal, Bezirksvertreter Jagd Aargau.

Diverse Vergrämungstechniken
Als Vergrämungstechniken gelangen Fahnen, Folien, raschelnde Papiersäcke, aber auch Ballone, Blinker oder Absperrbänder, neuerdings auch Drohnen mit Wärmebildkamera, zum Einsatz. Wichtig ist dabei, dass die Materialien sich im Winde bewegen und wenn möglich Geräusche abgegeben. Dadurch realisiert die Rehgeiss, dass sich im Feld etwas verändert hat und wird das Kitz in der Nacht aus dem Felde holen.

Um dem Mähtod von Rehkitzen entgegenzuwirken, hat der Jagdverein Brittnau ein wirkungsvolles Gerät angeschafft. Den «Rehkitz-Retter/Wildschreck KR01». So haben die beiden Pächter Michel Gobet und Käthi Bertschinger ein solches Gerät bei Landwirt René Kupferschmied, oberer Sennhof, auf seiner Heuwiese aufgestellt. «Wir haben acht solcher Geräte angeschafft und sind damit sehr zufrieden», sagt Gobet. Und Bertschinger erklärt: «In diesem Jahr haben wir mit diesem Gerät bereits fünf Verblendungen vorgenommen.»

Das Gerät besteht aus einem Aufhängestab, dem Sensor mit vier Programmen und dem dazugehörenden Akku. Das Gerät wird je nach Programmwahl in Abständen von 10 bis 20 Minuten beziehungsweise 20 bis 40 Minuten im Zufallsprinzip Ton- und Lichtsignale abgeben. Es gibt folgende Signalkombinationen: Dauerton mit Dauerlicht, Intervallton mit Blinklicht, Intervallton mit Blitzlicht. Ein Gerät wird auf drei Hektaren Wiese eingesetzt.

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