Nach Knatsch: Gemeinderat Reiden setzt Mediation ein

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Gemeinderat Bruno Aecherli tritt als Vizepräsident zurück.

Die öffentlich zutage getretenen Differenzen im Gemeinderat Reiden anlässlich der Orientierungsversammlung zur Schulhaus-Abstimmung führen zu Massnahmen: Die Behörde hat beschlossen, eine Mediation einzusetzen. Dies, um das fehlendes Vertrauen und die Zusammenarbeit als Team aufzubauen, wie einer Pressemitteilung vom späteren Freitagnachmittag entnommen werden kann. Gemeinderat Bruno Aecherli (IG Reiden) tritt von der Funktion als Vizepräsident per sofort zurück. Er hatte das Präsidium 2016/17 während mehrerer Monate ad interim inne. Gemeinderat Willi Zürcher (FDP) übernimmt neu das Amt des Vizepräsidenten. Aecherli konnte für eine Stellungnahme gegenüber dieser Zeitung nicht erreicht werden.

«Ich bin von Haus aus Optimist und glaube daran, dass es gelingt, weil alle es wollen», erklärt auf Anfrage Gemeindepräsident Hans Kunz (CVP) bezüglich der Einsetzung einer Mediation. Man geht bei der Gemeinde davon aus, dass der Prozess «längere Zeit» dauern könnte. «Der Gemeinderat ist sich darin einig, dass vom Volk gewählte Gemeinderatsmitglieder zur Zusammenarbeit, zur Überparteilichkeit und zu Werten wie Ehrlichkeit und Offenheit verpflichtet sind. Ebenfalls stimmen die Mitglieder des Gemeinderates darin überein, dass zukünftig Themen und Geschäfte ergebnisoffen diskutiert, Kompromisse erarbeitet und die getroffenen Beschlüsse – dazu gehören auch Mehrheits- beschlüsse – vom Gesamtgemeinderat nach innen und aussen vertreten werden müssen», heisst es in der Mitteilung des Gemeinderats Reiden weiter.

Mitte Mai hatte sich Gemeinderätin Esther Steinmann (IG Reiden) geweigert, auf dem Podium des Orientierungsanlasses mit den restlichen Gemeinderäten Platz zu nehmen, weil ihr die Präsentation  im Vorfeld nicht vorgelegt wurde. Das sei nicht der erste ähnliche Vorfall, erklärte Esther Steinmann auf Anfrage. Gemeindepräsident Hans Kunz hatte am Anlass zudem Gemeinderat Bruno Aecherli das Wort entzogen. Dies, weil die Mehrheit des Rates einen andern Beschluss gefasst hatte zum Thema finanzielle Auswirkungen des Schulhaus-Neubaus auf laufende Rechnung und den Finanz- und Aufgabenplan als von Aecherli vorgetragen worden war.

Am 10. Juni können die Reider Stimmberechtigten an der Urne über das Bauprojekt von 7,8 Millionen Franken für das neue Schulhaus Reiden Mitte befinden.

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