Die Aargauer Piraten stellen den Zürcher Abtrünnigen ein Bein

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Die Argovia Pirates hinderten den Gegner aus Zürich am Sieg und am vorzeitigen Aufstieg. (Bild: Roman Schläpfer)

Eine knappe Woche blieb dem Trainerstab der Argovia Pirates, um die Mannschaft nach der 0:28-Niederlage bei den Renegades Zurich neu einzustellen: In Buchs stand nun die Revanche an. Mit der Unterstützung des Heimpublikums fügten die Piraten den Zürchern die erste Niederlage der Saison zu und hinderten sie daran, vorzeitig NLB-Meister zu werden.

«Es hat sich gezeigt, dass wir Berge versetzen können, wenn wir als ein Team auftreten», sagte Headcoach Roger Bächli. Defensive-Coordinator Peter Putzer und Offensive-Coordinator Tobias Balz hätten in den Trainings viel Arbeit geleistet: «Sie trimmten die Offensive und die Defensive so, dass wir die Renegades besiegen konnten.»

Starke Defensive
Nach vier Auswärtsspielen kehrten die Piraten nach Tortuga, auf ihr Homefield, zurück. Der Offense gelang in den ersten beiden Angriffen kein neues First Down. Dafür war die Defensive umso stärker und sorgte dafür, dass die Renegades-Offensive in zwei Angriffen ebenfalls nicht zu einem neuen First Down kam. Die Pirates übernahmen den Ball an der 44-Yard-Linie der Zürcher wieder.

Durch einen guten Run und eine Strafe gegen die Renegades standen die Pirates nach einem Spielzug an der 22-Yard-Linie der Gäste. Trotz viel Druck brachte Quarterback Claudio Ferrari den Pass noch an. Die Pirates gewannen weitere 7 Yards. Running Back Daniel Steiner brachte mit einem 15-Yard-Lauf den ersten Touchdown ins Trockene. Nach dem ersten Viertel lagen die Gastgeber gar mit 14:0 vorne.

Die Offensive der Gäste blieb blass. In der ersten Halbzeit erzielten die Zürcher nie die benötigten 10 Yards Raumgewinn. Die Defensive der Platzherren dagegen stand hervorragend. Ivan Kovacevic erhöhte mit einem Fieldgoal auf 17:0.

Wüste Szenen
Nach der Pause reagierten die Renegades auf ihre schlechte Ausbeute. Mit dem ersten Spielzug schafften sie ein neues First Down. Am Ende schlossen sie den Drive mit einem Fieldgoal ab und kamen auf 3:17 heran. Wenig später war der dritte Pirates-Touchdown Tatsache: Boris Baumann schloss mit einem unwiderstehlichen Run zum 24:3 ab.

Doch das Comeback der Renegades folgte doch. Mit ihrem ersten Touchdown stellten sie auf 9:24. Daraufhin kam es zu unschönen Szenen. Dem Frustabbau bei den Zürchern folgten Reaktionen bei den Aargauern, die dadurch etwas aus dem Konzept gerieten und sich nun ungewohnte Fehler leisteten. Diese ermöglichten den Renegades den nächsten Touchdown. Es wurde bei 16:24 nochmal eng und Roger Bächli machte bei seiner Equipe Schwächen aus: «Wir haben noch immer zu viele Leistungsschwankungen und schaffen es noch nicht, vier Quarter konstant auf einem hohen Level zu spielen.»

Ein Beispiel: Ein missglückter Punt brachte die Renegades 15 Yard vor der Pirates-Endzone in Ballbesitz. Der nächste Touchdown war die logische Folge. Mit einem 2-Punkte-Versuch nach dem Touchdown versuchten die Renegades gar noch auszugleichen. Doch die Aargauer Defensive hielt dicht und der 24:22-Sieg war Tatsache.

Die U19-Junioren brachten derweil in den letzten beiden Partien nicht genügend Spieler auf den Platz und verloren forfait. Es werden dringend Spieler ab 14 Jahren bis und mit Jahrgang 2000 gesucht, die die Pirates verstärken.

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