Jahresrechnung 2017: Siebenstellig im Plus

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Symbolbild Archiv

1,06 Millionen Franken Ertragsüberschuss darf die Gemeinde Reiden in der laufenden Rechnung 2017 verbuchen. Nach 2015 und 2016 ist dies der dritte Gewinn, welcher der Gemeindeversammlung (Montag, 18. Juni, 20 Uhr, Sonne) präsentiert werden kann. Auch wenn damit rund eine Million Franken dem Eigenkapital zugewiesen werden können: Die Nettoschuld pro Einwohner beträgt per Ende letzten Jahres 4103 Franken. Das ist zwar weniger als 2016. Doch gemäss Vorgabe des Kantons sollte das Zweifache des kantonalen Mittels nicht überschritten werden, dieser Betrag lag 2017 bei 1970 Franken und das Doppelte ergo bei 3940 Franken – Reiden ist also darüber. Der Verschuldungsgrad beträgt 124 Prozent (Vorgabe: 120 Prozent). Auch der Selbstfinanzierungsanteil ist mit 8,68 Prozent (Vorgabe: 10 Prozent) im roten Bereich. Die Controllingkommission empfiehlt trotz dieser Zahlen sang- und kommentarlos, die Jahresrechnung 2017 zu genehmigen.

Das Plus der Gemeinderechnung konnte bei Einnahmen von 36,1 Millionen Franken und Ausgaben von 35,1 Millionen Franken erzielt werden. Ein Blick auf die einzelnen Kostenblöcke zeigt auf, dass das Nettoergebnis der Verwaltung etwas besser ausfiel, der Aufwand konnte leicht gesenkt werden. Dies, obwohl die Gemeinde Reiden 2017 aufgrund der hohen Zahl an Geschäften vier Gemeindeversammlungen (!) und zudem noch die Ersatzwahl für das Gemeindepräsidium durchgeführt hat. Die Gemeindeverwaltung alleine wies einen gegenüber Budget um 186 000 Franken besser ausgefallenen Nettoaufwand auf. Gegenüber der Rechnung 2016 war dieses Ergebnis jedoch nicht besser.

Bildung ist Ausgabenschwerpunkt
Der Hauptausgabeposten der Gemeinde Reiden ist die Bildung mit Aufwendungen in der Höhe von 13,75 Millionen Franken (netto 8,79 Mio.) – rund eine halbe Million Franken mehr als im Vorjahr. Kindergarten- und Primarstufe lagen bei den Ausgaben gegenüber Budget deutlich höher. Im Kindergarten wurden gemäss Botschaft viele ausländische Kinder eingeschult; die Löhne für Deutsch als Zweitsprache alleine waren 64 000 Franken höher als budgetiert. Im Kindergarten sei der Anteil der fremdsprachigen Kinder «annähernd 50 Prozent». Der Kostenblock soziale Wohlfahrt weist Nettoausgaben von 5,67 Millionen Franken aus. Dies sind fast 200 000 Franken weniger als budgetiert, aber immer noch über 140 000 Franken mehr als im Vorjahr. In der Botschaft teilt die Gemeine Reiden mit, dass bei den Rückerstattungen von Leistungen aus der Sozialversicherung 300 000 Franken weniger Einnahmen zu verzeichnen waren. Gemeindesteuern nahm Reiden 19,61 Millionen Franken ein, das sind doch immerhin über 350 000 Franken mehr als im Budget vorgesehen war. Reiden profitierte 2017 vom kantonalen Finanzausgleich mit 2,697 Millionen Franken, etwas über 200 000 Franken mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Für die über die Hälfte tieferen Investitionen gibt es einen Grund: Weil der Neubau des Schulhauses bis Ende 2017 nicht in Angriff genommen werden konnte, betragen die Investitionen im Bildungsbereich «nur» 374 419 Franken statt 3,37 Mio. Total an Nettoinvestitionen tätigte die Gemeinde Reiden 2,52 Millionen Franken (Budget: 5,64 Mio.).

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