Was man nicht so gerne liest

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Was man nicht so gerne hört

Diese Woche gab es zwei Nachrichten, die auf den ersten Blick vielleicht nicht viel miteinander zu tun haben. Die erste: Von 1990 bis 2016 stieg die wirtschaftliche Leistung der Schweiz dank der Globalisierung um 1900 Euro pro Jahr und Kopf . Kein Land hat stärker zulegen können. Das ist ein wichtiges Signal: Kleine Volkswirtschaften wie die Schweiz müssen von der Globalisierung profitieren, denn sie können von ihren Binnenmärkten alleine nicht leben. Diese Nachricht nimmt man natürlich gerne zur Kenntnis.

Die zweite vielleicht weniger: Am «Tag der regionalen Wirtschaft» kam es zu einer kritischen Standortbestimmung. Die Strukturen im Bezirk seien nicht von gestern, sondern von vorgestern, sagte der Präsident des regionalen Wirtschaftsverbandes. Das Arbeitsplatzwachstum in der Region betrage quasi null, befand der regionale Wirtschaftsförderer. Manche Gemeinden - Zofingen, Oftringen, Rothrist - entwickelten sich zwar befriedigend; der Rest drohe abgehängt zu werden.

Alarmismus? Den beiden Warnern wird wohl beschieden werden, sie kämpften gegen Windmühlen. Drei oder sogar nur eine statt 18 Gemeinden im Bezirk? Das könne man doch gleich vergessen! Die Unabhängigkeit der Gemeinden, das sei doch eine heilige Kuh.

Nun gut, von heute auf morgen wird ein richtiger Rutsch Richtung Strukturreform nicht möglich sein. Wer sich aber heute dieser Diskussion verweigert, wird es übermorgen büssen. Wer an seine Kinder und Enkel denkt, stellt sich dieser Diskussion. Die Schweiz - das ist nicht der Wettbewerb zwischen Zofingen und Strengelbach. Es ist der Wettbewerb zwischen uns und Finnland, Deutschland, Israel - und vielen Ländern mehr. Die Schweiz ist wie kaum ein zweites Land in den globalen Wettbewerb eingebunden. Dynamisches Wachstum mit attraktiven Arbeitsplätzen kann nur in Gegenden spriessen, die weit vorausschauend und übergeordnet planen. Es ist wirklich kein schöner Satz, der am «Tag der regionalen Wirtschaft» fiel. Aber wenn man ein paar Schritte zurück macht, muss man wohl eingestehen, dass er wahr ist: «Das Thema muss angepackt werden, sonst geht die Talfahrt unvermindert weiter.»

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